Zahlungsbetrug Rückbuchung: Jeder zweite Hotelbetrieb kämpft gegen Betrug

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Laut einer neuen Studie von Adyen sind 47 Prozent der befragten Hotelbetriebe in Deutschland mit betrügerischen Buchungen wie eine Rückbuchung über Online-Reisebüros konfrontiert. 36 Prozent haben im vergangenen einen deutlichen Anstieg bei Versuchen des Zahlungsbetrugs festgestellt.

(Bild:  © mh.desing/stock.adobe.com)
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Betrügerische Buchungen stellen eine wachsende Herausforderung für die Hotelbranche dar: Fast die Hälfte aller deutschen Hotelbetriebe kämpft mit betrügerischen Aktivitäten über Online-Reisebüros und mehr als ein Drittel stellte im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg bei Zahlungsbetrugs-Versuchen, beispielsweise über eine Rückbuchung, fest. Das geht aus einer Studie der Finanztechnologie-Plattform Adyen hervor, für die weltweit 40.000 Verbraucher zu ihren Zahlungspräferenzen und über 8.000 Hoteliers zu ihren Geschäftsstrategien und Herausforderungen befragt wurden. Doch auch auf Verbraucherseite herrscht Sorge: 19 Prozent der Hotelgäste machen sich Sorgen über Zahlungsbetrug bei der Buchung von Reisen, fünf Prozent wurden bei der Buchung von Reisen in den letzten zwölf Monaten Opfer von Zahlungsbetrug.

Sicherheitsrisiken bei Rückbuchung und Betrug über Online-Reiseportale

Insbesondere die Rückbuchung aus Online-Transaktionen stellt für das Hotelgewerbe eine erhebliche Herausforderung dar: 50 Prozent der befragten Hotels sehen darin ein zentrales Sicherheitsproblem. Eine Rückbuchung entsteht dann, wenn Kunden eine bereits getätigte Zahlung nachträglich stornieren – häufig im Zusammenhang mit Betrugsverdacht oder Unstimmigkeiten bei der Transaktion. Auch betrügerische Buchungen über Online-Reisebüros machen Betrieben in Deutschland zu schaffen: 47 Prozent der Hotels sind davon betroffen. Zudem berichten 36 Prozent von einem deutlichen Anstieg an Zahlungsbetrugsfällen im vergangenen Jahr. Nur vier Prozent der Hotelunternehmen sehen aktuell keine Herausforderungen bei den Themen Betrug und Sicherheit.

Hohe finanzielle Schäden durch Zahlungsbetrug

Wie der Adyen Index zeigt, wirken sich Stornierungen, Rückbuchungen und Betrugsfälle deutlich auf die wirtschaftliche Lage deutscher Hotelbetriebe aus. 72 Prozent der befragten Unternehmen geben an, durch diese Vorfälle finanzielle Verluste zu erleiden. Ein weiteres Problem: Viele Hotels bearbeiten Rückbuchungen und Betrugsfälle einzeln und dezentral – ein Vorgehen, das laut drei Vierteln der Betriebe das Risiko für Betrug sogar noch erhöht. Ebenso viele Betriebe (75  Prozent) sind überzeugt, dass ein zentralisiertes Management von Zahlungsdaten helfen könnte, Betrugsversuche deutlich effektiver zu verhindern und Kosten besser zu kontrollieren.

Sicherheitsbedenken beeinflussen das Buchungsverhalten

Im aktuellen Adyen Index geben 19 Prozent der Befragten an, sich bei Reisebuchungen Sorgen wegen möglichem Zahlungsbetrug zu machen. Dabei zeigt sich bei den Verbrauchern ein gewisses Misstrauen im Umgang mit Zahlungsdaten: 26 Prozent speichern ihre Zahlungsinformationen aus Sicherheitsbedenken nicht in Apps oder auf Websites. Zudem würde sich fast ein Drittel der Befragten (31 Prozent) durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Buchungsprozess sicherer fühlen. Besonders spannend ist der Blick auf die Altersgruppen: Jüngere Generationen sind überdurchschnittlich häufig von Betrug betroffen. Unter der Generation Z berichten rund 10 Prozent, bei den Millennials 8 Prozent, dass sie innerhalb der letzten zwölf Monate Betrugserfahrungen gemacht haben.

Schutz vor finanziellen Schäden durch Rückbuchung

Hella Fuhrmann ist Country Managerin DACH bei Adyen.(Bild:  Adyen)
Hella Fuhrmann ist Country Managerin DACH bei Adyen.
(Bild: Adyen)

„Die aktuellen Zahlen belegen: Betrug bleibt ein erhebliches Risiko für die Hotelbranche. Rückbuchung, betrügerische Buchungen und der dezentrale Umgang mit Zahlungsdaten führen zu finanziellen Schäden. Ein wirksamer Umgang mit diesem Risiko erfordert zentralisierte, technologiegestützte Zahlungsprozesse. Wer Kundendaten und Zahlungsströme gezielt schützt, senkt nicht nur das Betrugsrisiko, sondern schafft auch Vertrauen – aufseiten der Gäste und der Geschäftspartner“, kommentiert Hella Fuhrmann, Country Managerin DACH bei Adyen.

Zur Methodik des Adyen Index: Hospitality & Travel Report

Für den „Adyen Index: Hospitality & Travel Report 2025“ wurden 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher über 18 Jahren befragt. In Australien, Frankreich, Deutschland, Japan, Italien, Spanien, Schweden, Großbritannien, Brasilien, Mexiko, Kanada, den USA und den Niederlanden wurden jeweils 2.000 Personen befragt. In Hongkong, Malaysia, Singapur, Tschechien, Dänemark, Estland, Irland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Portugal, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Belgien wurden jeweils 1.000 Personen befragt. Die Stichprobengrößen sind für alle Länder repräsentativ. Die Umfragen wurden zwischen dem 16. April und dem 8. Mai 2025 durchgeführt.

Außerdem wurden 8.102 Unternehmensvertreter aus dem Gastgewerbe über 18 Jahren befragt – in Großbritannien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japan, Brasilien, Mexiko, Kanada, den USA, Dänemark, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Singapur, Australien, Estland, Malaysia, Tschechien, Hongkong, Litauen und Lettland. In Deutschland wurden 300 Vertreter befragt. Die Umfragen wurden zwischen 16. April und 8. Mai 2025 durchgeführt. 
Adyen ist Anbieter einer Finanztechnologie-Plattform mit End-to-End-Zahlungsfunktionen, datengesteuerten Analysen und Finanzprodukten.

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