Weihnachtsgeschenke oder Wocheneinkauf Shopping: Verbraucher ziehen Einkäufe immer weiter vor

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Verbraucher ziehen Shopping und Erledigungen immer weiter vor – auch um entspannter einzukaufen und mehr Zeit für Erlebnisse wie Restaurantbesuche am Wochenende zu haben.

(Bild:  Watcharin / Adobe Stock)
(Bild: Watcharin / Adobe Stock)

Unser Einkaufsverhalten unterliegt einem ständigen Wandel. Online-Shopping rund um die Uhr und nun zeigen sich die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie sowie der Einfluss flexibler Arbeitszeiten: Verbraucher ziehen ihre Einkäufe und Erledigungen immer weiter vor. Seit der Pandemie sind Verbraucher in vielen europäischen Ländern regelrecht zu sogenannten Early Birds geworden – und alltägliche Dinge werden immer früher erledigt.

Die Grafiken zeigt die prozentuale Änderung der Ausgaben nach Wochentag – 2024 im Vergleich zu 2019.(Bild:  Mastercard)
Die Grafiken zeigt die prozentuale Änderung der Ausgaben nach Wochentag – 2024 im Vergleich zu 2019.
(Bild: Mastercard)

Der Wandel in der Arbeitswelt, insbesondere die zunehmende Arbeit aus dem Homeoffice, verstärken diese Entwicklung. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Online-Shoppings, das den Menschen das Einkaufen rund um die Uhr und unabhängig von Öffnungszeiten ermöglicht. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat untersucht, wie sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher im Laufe der Woche und des Jahres verändert hat. Für die Analyse wurden aggregierte und anonymisierte Mastercard-Daten verwendet.

Lebensmittel-Shopping am Wochenanfang

Der Samstag als klassischer Einkaufstag für Lebensmittel verliert an Bedeutung. In Deutschland sind die Ausgaben für Lebensmittel am Samstag im Vergleich zu 2019 um 2,9 Prozentpunkte gesunken. Vor der Pandemie war dieser Tag traditionell für den großen Wocheneinkauf reserviert.

Heute nutzen die Verbraucher in Deutschland die Homeoffice-Tage und die Vorteile flexibler Arbeitszeiten, um ihre Einkäufe an den relativ ruhigen Tagen wie Montag (plus 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019), Dienstag (plus 1,8 Prozentpunkte) oder Mittwoch (plus 0,8 Prozentpunkte) zu erledigen.

Das Wochenende bleibt frei

Ähnliche Entwicklungen wie bei den Einkäufen zeigen sich bei Aktivitäten wie Fitnessstudio-, Friseur- und Kosmetikbesuchen. Sie finden zunehmend unter der Woche statt. So ist in Deutschland der Anteil der Ausgaben für Haar- und Schönheitspflege an Wochentagen um 2,2 Prozentpunkte und für Fitness um 3,8 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019 gestiegen. Auch hier ist Dienstag der Tag, an dem die Ausgaben am stärksten gestiegen sind. Generell priorisieren die Menschen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden seit der Pandemie stärker.

Die Grafiken zeigen die Verschiebungen der Einzelhandelsumsätze nach Kalenderwoche: 2021, 2022 und 2023 im Vergleich.(Bild:  Mastercard)
Die Grafiken zeigen die Verschiebungen der Einzelhandelsumsätze nach Kalenderwoche: 2021, 2022 und 2023 im Vergleich.
(Bild: Mastercard)

Das zeigt auch eine Auswertung nach Suchbegriffen bei Google: Suchen nach dem Begriff „Selbstfürsorge“ sind seit der Pandemie in die Höhe geschossen.

Durch die Verlagerung von Friseur- und Fitnessstudiobesuchen sowie Lebensmitteleinkäufen bleibt am Wochenende mehr Zeit für erlebnisorientierte Aktivitäten wie Bar- und Restaurantbesuche. Das zeigt sich an dem gestiegenen Anteil der Wochenendausgaben für Gastronomie um 3,1 Prozentpunkte sowie dem Rückgang unter der Woche.

Frühes Weihnachts-Shopping

Seit der Pandemie sind europäische Verbraucher preissensibler geworden. Reisen und Flugtickets werden so gebucht, dass Verbraucher sich die besten Angebote sichern. Das gilt auch für ihre Weihnachtseinkäufe, die immer früher stattfinden. Besonders der Online-Handel ermöglicht es Verbrauchern, Angebote einfacher zu vergleichen.

2023 begannen Einzelhändler früher als je zuvor mit Sonderverkaufsaktionen im November und Dezember, einschließlich Black-Friday- und Cyber-Monday-Aktionen. Dabei gibt es zwei Spitzenzeiten für Weihnachtseinkäufe: die erste Spitze zur „Black Week“ und die zweite kurz vor Weihnachten.

In beliebten Geschenkkategorien wie Bekleidung, Elektronik und Schmuck verschoben sich diese beiden Spitzen 2023 im Vergleich zu den beiden Vorjahren um etwa eine Woche nach vorne. Vor allem bei Elektronik und Kleidung wurden 2023 die Ausgaben auf die Kalenderwoche 47 vorgezogen. Eine GfK-Umfrage von Mastercard aus dem letzten Jahr zeigte, dass 73 Prozent der Deutschen Weihnachtsartikel im Internet kaufen und jeder Zweite Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday für die Schnäppchenjagd nutzt.

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