Verkauf über soziale Plattformen

Social Commerce: Von Likes zu Einkäufen

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Händler setzen auf Facebook und Instagram

Der Bitkom wollte von den Onlinehändlern in Deutschland auch wissen, auf welche sozialen Netzwerke sie setzen. Hier führen Facebook, Instagram und berufliche Netzwerke die Rangliste an: Rund zwei Drittel der Händler verfügen über ein Profil bei Facebook und mehr als die Hälfte hat ein Profil bei Instagram. Auf Linkedin und Xing sind jeweils vier von zehn Händler präsent.

Facebook und Instagram am beliebtesten: 65 Prozent der Händler verfügen über ein Facebook-Profil, 53 Prozent über ein Instagram-Profil.(Bild:  : Bitkom Research, 2025, Angaben in Prozent)
Facebook und Instagram am beliebtesten: 65 Prozent der Händler verfügen über ein Facebook-Profil, 53 Prozent über ein Instagram-Profil.
(Bild: : Bitkom Research, 2025, Angaben in Prozent)

Weniger beliebt bei Onlinehändlern in Deutschland sind X, ehemals Twitter, sowie Tiktok und Youtube: 38 Prozent verfüge über ein Profil bei X, knapp ein Drittel hat ein Profil auf Tiktok und lediglich zwei von zehn Händler nutzen Youtube. Die Händler nutzen ihre Social-Media-Profile jedoch nicht nur als Einbahnstraße zur Bewerbung ihrer Waren. So geben 27 Prozent an, dass Trends aus sozialen Medien einen direkten Einfluss auf ihr Produktangebot haben.

Doch auch wenn der E-Commerce das Potenzial von sozialen Medien erkannt hat, in Sachen Umsatz spielen Facebook und Co. bislang kaum eine Rolle. Die meistbenutzten Verkaufskanäle sind nach wie vor der unternehmenseigene Webshop, über den fast alle Händler verfügen (97 Prozent), sowie E-Mail-Bestellungen (89 Prozent) und Bestellungen über Online-Marktplätze (78 Prozent).

Die Rolle von Influencern

Influencer haben sich als ein fester Bestandteil des Social Commerce etabliert und fungieren als entscheidende Schnittstelle zwischen Marken und Kunden. Durch ihre authentische Darstellung und die Möglichkeit, persönlich auf ihr Publikum einzugehen, beeinflussen Influencer das Kaufverhalten ihrer Follower erheblich. In einer Welt, in der traditionelle Werbung zunehmend hinterfragt wird, bieten Influencer eine vertrauenswürdige und nahbare Alternative, indem sie Produkte in ihren Alltag integrieren und so eine persönliche Empfehlung aussprechen. 

Die einzigartige Beziehung, die Influencer zu ihrer Community aufbauen, ist ein wesentlicher Faktor für ihren Erfolg im Social Commerce. Follower sehen Influencer oft als Vertrauenspersonen, deren Meinungen und Lebensweise sie schätzen. Dies ermöglicht es Influencern, Produkte und Marken glaubwürdig und effektiv zu präsentieren, was die Konversionsrate erheblich steigern kann.

Doch deutsche Onlinehändler sind beim Thema Influencer zwiegespalten. Einerseits können Influencer das Vertrauen in beworbene Produkte steigern, finden 44 Prozent der Händler. Andererseits sagen ebenso viele, dass sie dem Unternehmensimage auch schaden können.

Da verwundert es nicht, dass der deutsche Handel laut Bitkom von Influencer-Kooperationen mittlerweile kaum noch Gebrauch macht: 13 Prozent der Händler arbeiten bereits mit Influencern zusammen, weitere 9 Prozent haben zumindest darüber nachgedacht. Ein Viertel entscheidet sich allerdings bewusst dagegen und plant eine solche Zusammenarbeit aktuell auch nicht, während rund die Hälfte der Händler sich noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Social CommerceKonstantin Pfliegl
ist leitender Redakteur für das e-commerce Magazin und Digital Business. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als Journalist für verschiedene Print- und Online-Medien.

Bildquelle: Foto Marquart, Tutzing

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