Die geplante EU Corporate Social Due Diligence Directive (CSDDD) lässt bei Unternehmen noch viele offene Fragen. Gastautor Jean-Baptiste Ceaux von Sourcemap zeigt, mit welchem strategischen Ansatz und welchen Tools sich Unternehmen auf zukünftige Anforderungen vorbereiten und ihre Business Continuity sicherstellen können.
(Quelle: photon_photo - Adobe Stock)
Solange gesetzliche Richtlinien für Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette nicht endgültig verabschiedet sind, befinden sich Unternehmen in einem Zustand der Unsicherheit. Einerseits wollen und müssen sie sich möglichst konkret auf zukünftige Anforderungen vorbereiten. Andererseits wissen sie heute nicht, was genau in Zukunft gefordert wird. Ein konkretes Beispiel dafür ist die von der EU geplante Corporate Social Due Diligence Directive – kurz CSDDD.
Viele Fragen im Rahmen der Direktive sind noch offen und müssen auf politischer Ebene diskutiert und entschieden werden: Etwa die Frage, wie die Direktive die Wertschöpfungskette definieren und wie weit diese gehen wird. Wird sie beispielsweise nur die Beschaffungsseite der Lieferkette betreffen oder auch die Abfallbewirtschaftung mit einbeziehen? Welche Branchen und Unternehmensgrößen werden betroffen sein? Welche Berichts- und Sorgfaltspflichten müssen Unternehmen im Zuge der CSDDD konkret erfüllen?
Unsicherheit mit Transparenz entgegentreten
Egal wie die Direktive im Detail aussehen und wann sie in Kraft treten wird. Unternehmen sind gut beraten, die aktuelle Unsicherheit mit Transparenz zu beantworten. Je besser sie ihre Lieferketten und die damit verbundenen Sorgfaltspflichten fheute schon kennen, desto weniger haben sie morgen zu befürchten und desto weniger böse Überraschungen werden sie erleben. Viele Unternehmen stehen dem Lieferketten-Monitoring grundsätzlich positiv gegenüber. Ihnen fehlt aber häufig ein Ansatz, wie sie Hunderte bis Tausende von Lieferanten und Dienstleistern in ihrer Lieferkette erfassen und überwachen sollen. Typische ERP-Software verwaltet häufig vorrangig die Geschäftsbeziehungen der direkten Zulieferer, aber nicht der Tier-2-, Tier-3- oder Rohstoffproduzenten.
Um den Aufwand für das Monitoring nicht ausufern zu lassen, ist der methodische Ansatz entscheidend. Lieferketten können sehr komplex und umfangreich sein. Je nachdem, wie viele Stoffe und Teile für ein verkaufsfähiges Produkt zu erfassen sind. Wollte man als Einzelunternehmen das Monitoring für Dienstleister, Sub-Unternehmen und Sub-Sub-Unternehmen selbst verwalten, kann der Aufwand ins Unermessliche steigen. Genau hier setzt Supply Chain Mapping an. Es ist dabei sowohl eine Methode als auch ein wertvolles Tool, um Lieferanten auf jeder Stufe der Kette zu erfassen, besser zu kennen und schließlich bewerten zu können.
Sorgfaltspflichten erfüllen mit Supply Chain Mapping
Beim Supply Chain Mapping funktioniert die Erfassung aller Glieder der Lieferkette kaskadierend über eine Anwendung. In dieser stellen die Zulieferer ihre Produkte, Zertifikate, Risikobewertungen und Nachweise ein. Und sie verpflichten ‒ das ist der entscheidende Punkt ‒ ihrerseits die eigenen Dienstleister, dort ebenfalls sämtliche Zulieferprodukte zu dokumentieren, und so weiter bis zum Rohstoffproduzenten. Mit der Software behalten die Verantwortlichen im Unternehmen stets die Übersicht, wo das Supply Chain Mapping bereits abgeschlossen ist. Und wo noch Lücken bestehen.
Eine Supply-Chain-Mapping-Plattform gewährt einen umfassenden Einblick in und eine Abbildung der gesamten Lieferketten, von den Rohstoffen bis zu den Endprodukten. Auf dieser Grundlage können Unternehmen ihre Tier-1-n-Lieferanten nach aktuell gültigen und künftig wahrscheinlich geforderten Kriterien, etwa beim Umweltschutz und der sozialen Nachhaltigkeit, bewerten. Sie erhalten eine Datenbasis, die es erlaubt, aktuelle Risiken zu erkennen und künftige leichter zu antizipieren sowie Berichtspflichten zu erfüllen.
Kontinuierliche Aktualisierung der Supply-Chain-Mapping-Plattform
Voraussetzung dafür ist, dass der Anbieter und Partner vertrauenswürdig ist, sich mit Gesetzesänderungen auskennt. Und seine Lösungen entsprechend neuer Richtlinien fortlaufend anpasst. Sourcemap ist ein solcher Partner und arbeitet kontinuierlich an der Aktualisierung seiner Supply-Chain-Mapping-Plattform im Hinblick auf neue gesetzliche Richtlinien und Vorgaben – auch in puncto CSDDD. Mit technologischer Unterstützung und Fachwissen hilft Sourcemap Unternehmen, sich jetzt schon auf die gesetzlichen Anforderungen der Zukunft vorzubereiten und entsprechende Strategien zu entwickeln.
(Jean-Baptiste Ceaux ist Director of Operations Europe bei Sourcemap. (Bild: Sourcemap))
Über den Autor: Jean-Baptiste Ceaux ist Director of Operations Europe bei Sourcemap. Er gehört dem Unternehmen seit Januar 2022 an und hat dessen europäische Hauptniederlassung in Paris eröffnet. Ceaux ist dafür verantwortlich, die Lösungen von Sourcemap an die spezifischen europäischen Anforderungen und Bedingungen anzupassen. Beispielsweise an Vorschriften auf nationaler und EU-Ebene. Als Director of Operations Europe ist er zudem maßgeblich an der Bildung der Expertenteams beteiligt, die europäische Kunden beraten. Vor seinem Eintritt bei Sourcemap war Jean-Baptiste Ceaux in der Finanzbranche und als Gründer tätig.
Stand: 16.12.2025
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Sourcemap bietet Lösungen für die lückenlose Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen entlang der gesamten Lieferkette. Die Lösung von Sourcemap ermöglicht es Einzelhändlern, Herstellern und Marken, die einzelnen Bestandteile ihrer Lieferkette nachzuvollziehen und auf die Einhaltung ihrer Sorgfaltspflichten zu überprüfen. Dadurch können Unternehmen ihre Risiken bei Lieferanten identifizieren und bewerten sowie ihre Lieferketten in Echtzeit abbilden. (sg)