Unternehmen verbreiten per Video-Marketing audiovisuelle Botschaften im Internet. Je größer die Wahrnehmung, desto höher die Verkaufszahlen. Dank KI-Tools lassen sich Videos jetzt mehreren Sprachen aufbereiten.
(Quelle: Alugha)
Der Verbreitung von Video-Content über die eigenen Internetseiten, Plattformen, Social-Media-Kanäle sind wenige Grenzen gesetzt. Deshalb prägen Unternehmen ihr Bild in der Öffentlichkeit mit Inhalten, die unverwechselbar mit der Marke zusammenwachsen und der Zielgruppe einen großen Wiedererkennungswert bieten. Je aufsehenerregender oder bedeutsamer die Botschaften per Video-Marketing sind, desto schneller verteilen sie sich. Getragen von Kontakten beruflicher oder privater Netzwerke – in Höchstgeschwindigkeit über den gesamten Globus.
Video-Marketing nur begrenzt nutzbar
Während das Internet topografische Grenzen mit Leichtigkeit überschreitet, erreicht oftmals aufwendig produzierter Content nur genau die Menschen, die ihn auch verstehen. Warum sollte nicht jeder Interessierte weltweit die Videos von Internetseiten oder aus sozialen Netzwerken in der Sprache seines Browsers öffnen und ansehen können? Sicherlich fällt es Marketern nicht leicht, aus 7.000 gesprochenen Sprachen und Dialekten genau die herauszufinden, die beispielsweise der anstehenden Lead-Kampagne den ergiebigsten Rücklauf versprechen.
Diese Entscheidung wird erheblich erleichtert, wenn sich in kürzester Zeit und mit wenigen Handgriffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sprachen mit vorhandenem Videomaterial verknüpfen lassen. KI-Tools mit automatisierten Übersetzungsfunktionen ermöglichen es den Nutzern nicht nur, bis zu 200 Sprachspuren einzufügen. Auch mehrsprachige Untertitel und Transkripte lassen sich einfach ergänzen. Dank intuitiver Benutzeroberflächen funktioniert das in kürzester Zeit und ohne dafür zusätzliche Ressourcen aufzuwenden.
Sprachenvielfalt mittels Natural Language Processing
Dank neuronaler maschineller Übersetzung (NMT), die auf Netzen künstlicher Neuronen basiert, lassen sich Informationen in Echtzeit übersetzen. So können Unternehmen ihren Content mehrsprachig anbieten. Ergänzen sie die zahlreichen Sprachspuren ihres Video-Contents zusätzlich durch Untertitel oder Transkripte, führt das zu noch mehr Verständnis auf der Seite der Empfänger, welche die bewegten Bilder sehen, Töne hören und zusätzlich noch die Texte lesen können – und zwar in ihrer Muttersprache. Dahinter verbergen sich Methoden des Natural Language Processing: Speech-To-Text (STT). Es beschreibt die Funktion eines Programms, gesprochene Laute mittels Spracherkennung zu identifizieren und in Echtzeit zu verschriftlichen.
Umgekehrt funktioniert das Ganze ebenfalls. Die automatische Sprachsynthese Text-To-Speech (TTS) verwandelt Schrift in Tonspuren. Unter Zuhilfenahme von neuronalen TTS-Systemen und Vocodern wird dabei ein überraschend natürlich klingendes Sprechen mit verschiedenen Stimmen und Stimmlagen generiert. Dazu wird ein akustisches Modell eingesetzt, das auf riesigen Datenmengen zusammengehörigen Text- und Audiomaterials, mit Mappings von Phonemen und Graphemen, trainiert ist. Auf dieser Basis und ausgehend vom Audiosignal berechnet es die entsprechenden Buchstaben und generiert so schließlich den Text. So lassen sich vollautomatisch Voice-overs für Videos erstellen und Textdokumente in Hörfassungen verwandeln.
Video-Marketing: Mehr Reichweite und Sichtbarkeit
Unternehmens-Content wird so nicht nur besser verständlich, er wird durch die richtigen Keywords der jeweiligen Sprachen auch leichter auffindbar. Gute Suchmaschinenpositionen sind so nicht länger an die Hauptsprache des Unternehmens gebunden. Multilinguale Unternehmensprofile in den sozialen Netzwerken und mehrsprachige Inhalte bergen überdies ein immenses Potenzial: sie erreichen mehr Menschen, die sich intensiver mit den für sie nunmehr verständlichen Inhalten beschäftigen.
Dies stärkt die Marke dank größerer Bekanntheit, die Neuigkeiten verbreiten sich schneller und der Kundenkreis wächst. Branded Content und verständliche Inhalte wecken nicht nur mehr Interesse, sie stärken auch die Verbindung zu Bestandskunden. Allein in Deutschland leben nicht unerheblich viele Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Gerade zu komplexen Produkten oder Services können mehrsprachige audiovisuelle Anleitungen, praktische Einsatzszenarien oder Tutorials wertvolle Entscheidungshilfen bieten – hier schlummern Up- und Cross Selling-Potenziale beim Video-Marketing.
Mit der Zielgruppe auf Augenhöhe
Öffnen Unternehmen ihren Content sprachlich, zeigen sie zugleich eine Haltung, die für eine möglichst große Kundenzentrierung steht. Begeben sie sich mit der jeweiligen Sprache zudem auf Augenhöhe, fühlt sich ihre Zielgruppe individuell abgeholt und wertgeschätzt. An dieser Stelle gewinnt auch der Aspekt der Barrierefreiheit an Bedeutung. Weltweit leben Milliarden Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen. Allerdings wartet nur ein Bruchteil des audiovisuellen Contents auf Plattformen mit Untertiteln oder Transkripten auf und bleibt damit weitestgehend unzugänglich. Dies ließe sich durch KI-Sprachsynthese-Tools einfach ändern.
Stand: 16.12.2025
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Mit Mehrsprachigkeit entlocken Unternehmen ihrem Video-Content noch mehr Potenzial. Ein Umdenken bei der Zielgruppenansprache lohnt sich also allemal. Zudem bieten einschlägige Videoplattformen zusätzlich die Möglichkeit, neben den üblichen Metriken zur Erfolgsanalyse wie Follower-Anzahl, Herkunftsland, Verweildauer und Wirkung des Contents auch Statistiken, in welcher Sprache Nutzer die Videos angesehen haben. So lassen sich Zielgruppen künftig leichter definieren und strategisch adressieren.
Video-Marketing wird einmal mehr zum Multitalent
Den an sich schon vielen Vorteilen, die audiovisueller Content durch seine Unterhaltungskraft mitbringt, können mit KI-basierten Multilingualisierungs-Methoden weitere hinzugefügt werden. Aufwändige Neu- oder Mehrfachproduktionen für anderssprachige Zielmärkte gehören damit der Vergangenheit beim Video-Marketing an. Bereits vorhandener Content, kann einfach um weitere Sprachen angereichert werden und seinen Aktionsradius damit automatisch multiplizieren.
(Bernd Korz ist Gründer und Geschäftsführer der alugha GmbH. (Bild: alugha))
Bernd Korz ist Gründer und Geschäftsführer der 2014 gegründeten alugha GmbH mit Sitz in Mannheim. Der Softwarehersteller ist darauf spezialisiert, Video- und Audio-Content mit Verfahren der künstlichen Intelligenz und mit Übersetzungsteams auf der ganzen Welt mehrsprachig bereitzustellen. Als studierter Hochbautechniker begann Bernd Korz 2008 damit, Erklärvideos für YouTube zu produzieren. Damit Nutzer dabei die Sprache einfach umschalten können, entwickelte er gemeinsam mit seinem Sohn ein Feature – den Vorläufer der heutigen Übersetzungsplattform alugha. Bernd Korz gilt als Experte für KI-basierte Übersetzungen. Sein fachlicher Fokus liegt neben Datensicherheit auf dem perfekten Zusammenspiel von Mensch und künstlicher Intelligenz. (sg)