B2B-Marketing Wie Marketer die Herausforderungen durch KI meistern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von April Six hat die Herausforderungen untersucht, denen sich Verantwortliche für B2B-Marketing und Kommunikation in diesem Jahr stellen müssen. Der Fokus liegt auf der Content-Qualität, der zunehmenden Bedeutung von B2B-Influencern und dem Mix von Paid zu Earned Media.

(Bild:  Blue Planet Studio/Adobe Stock)
(Bild: Blue Planet Studio/Adobe Stock)

Ein überraschendes Ergebnis der Studie „Marketing Pulse 2024“ von April Six ist unter anderem, dass deutsche Verantwortliche für B2B-Marketing und Kommunikation im internationalen Vergleich bei der Integration von KI-Tools signifikant weniger Herausforderungen erleben als ihre Kollegen. So fühlen sich nur 18 Prozent der deutschen Befragten durch die neuesten Innovationen, insbesondere KI-Tools, überfordert - im Gegensatz zu 39 Prozent der Befragten weltweit. Nachfolgend werden die Hauptergebnisse der Marketing Pulse 2024-Studie vorgestellt. 

Content bleibt König, stellt aber auch Herausforderung dar

Während 48 Prozent der Befragten angeben, Content als ihre primäre Marketingtaktik zu priorisieren, sehen sich 44 Prozent mit der Herausforderung konfrontiert, qualitativ hochwertigen Content zu generieren. „Um in der heutigen Zeit erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen über formelhafte Inhalte hinausgehen und es wagen, neue Wege einzuschlagen, die Gespräche anregen und den Diskurs fördern. Nur wenn sie Inhalte erstellen, die für ihre Zielgruppen spannend, informativ und wertvoll sind, können Kommunikationsverantwortliche in einem gegenwärtigen Information-Overkill die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen gewinnen und sie zu echtem Engagement bewegen“, kommentiert Michaela Gross, Managing Director DACH bei April Six.

B2B-Marketing: Influencer gewinnen an Bedeutung

B2B-Marketing
Das sind die beliebtesten Taktiken im B2B-Marketing und in der Kommunikation.
(Bild: April Six)

Weltweit integrieren 32 Prozent der Unternehmen B2B-Influencer gezielt in ihre Kommunikationsplanung. In Deutschland setzen 18 Prozent der Befragten auf diese Taktik, was eine langsamere, aber stetige Adaption andeutet. B2B-Influencer sind für die deutsche Wirtschaft nicht nur Wegbereiter für neue Produkte und Dienstleistungen, sondern auch Schlüsselfiguren, wenn es darum geht, Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Marken aufzubauen. Ihre Rolle als Experten in spezialisierten Branchen macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Marketing- und Kommunikationsstrategien.  

Soziale Medien dominieren weiterhin die Strategiepläne

Sowohl globale (51 Prozent) als auch deutsche (39 Prozent) Verantwortliche für B2B-Marketing und Kommunikation erkennen Paid Social Media als eine führende Taktik an. Das unterstreicht die zentrale Rolle, die bezahlte Werbung auf Plattformen wie Facebook, Instagram und LinkedIn im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Konsumenten spielt. Neben dem Paid Social Media Marketing wird auch das Owned Social-Media-Marketing hochgeschätzt. Weltweit setzen 48 Prozent der Marketingfachleute auf diese Taktik, während in Deutschland 33 Prozent der Experten die Bedeutung von eigenen Social-Media-Kanälen für B2B-Marketing, Markenkommunikation und Kundenbindung erkennen. 

B2B-Marketing: Paid versus Organic Social Media

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Das sind die größten Herausforderungen im B2B-Marketing und in der Kommunikation.
(Bild: April Six)

Deutsche Kommunikationsverantwortliche investieren im Rahmen ihrer Earned-Media-Strategien mit 73  Prozent insbesondere in nationale und internationale Medien. Interessant ist die Diskrepanz zwischen Paid und Earned Media: Während 67 Prozent auf Paid Social Media setzen, verfolgen nur 33 Prozent der Deutschen organische Social Media Strategien. Im globalen Vergleich sind die Zahlen bei Paid Social Media mit 66 Prozent fast identisch, bei Organic Social Media mit 53 Prozent jedoch höher. Dies wirft Fragen nach der Effektivität und strategischen Ausrichtung der deutschen Kommunikationsbranche in Bezug auf Social Media auf. 

B2B-Marketing: Budgetbewusstsein bei den Führungskräften

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Die wichtigsten Paid-Media-Strategien der B2B-Marketing- und Kommunikations-Verantwortlichen.
(Bild: April Six)

Während 19 Prozent der globalen Führungskräfte mit Kürzungen des Marketingbudgets von über 20 Prozent rechnen, berichten 36 Prozent der deutschen Befragten von ähnlichen Kürzungen. Diese Daten weisen auf eine verstärkte Vorsicht und ein ausgeprägtes Budgetbewusstsein unter den Führungskräften hier zu Lande hin. Gleichzeitig geben 33 Prozent der Befragten sowohl auf globaler Ebene als auch in Deutschland an, dass sich ihr Marketingbudget in diesem Jahr erhöht. Dies deutet darauf hin, dass trotz der allgemeinen Tendenz zu Budgetkürzungen ein signifikanter Anteil der Unternehmen bereit ist, in Marketing zu investieren, um langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Für die von April Six durchgeführte Studie „Marketing Pulse 2024“ wurden von Januar bis März 2024 mehr als 500 leitende Marketing- und Kommunikationsfachleute in USA, APAC und EMEA zu den Trends in Marketing und PR für das Jahr 2024 befragt. April Six ist Teil der britischen Kommunikations- und Marketingagentur Mission Group PLC, die sich auf die Bereiche Technologie, Mobilität und Wissenschaft spezialisiert hat.

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