E-Mail-Marketing Wie Marketer die neuen Anforderungen von Gmail und Yahoo erfüllen

Ein Gastbeitrag von Maximilian Modl 3 min Lesedauer

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Seit Anfang Februar gelten für Nutzer von Gmail und Yahoo neue Anforderungen, um Posteingänge effektiver vor Spam zu schützen. Dies betrifft auch Unternehmen, welche diese Plattformen für ihr E-Mail-Marketing nutzen. Was zu tun ist, damit E-Mails auch weiterhin bei den Kunden ankommen und nicht als Spam gekennzeichnet werden, erklärt Gastautor Maximilian Modl.

(Bild:  vegefox.com/Adobe Stock)
(Bild: vegefox.com/Adobe Stock)

Angeführt von Diensten wie Hotmail und Yahoo! breitete sich in den 90er Jahren die E-Mail-Nutzung immer weiter aus. 2004 führte Google seinen eigenen Dienst Gmail ein – einschließlich einem großzügigen Speicherplatz. Mit diesem Meilenstein erhielten die Freemail-Anbieter einen ernstzunehmenden Konkurrenten. In der Geschäftswelt ist heute die E-Mail und damit auch das E-Mail-Marketing unverzichtbar, was sie zum beliebten Ziel für Spam und Phishing macht.

Neue Herausforderungen für das E-Mail-Marketing

Seit Anfang Februar 2024 gelten für Gmail- und Yahoo-Nutzer – insbesondere für Absender – neue Anforderungen, um Posteingänge effektiver vor Spam zu schützen. Seit Jahren wird intensiv daran gearbeitet, den Versand und Empfang von E-Mails für Unternehmen so sicher und spamfrei wie möglich zu halten. Jedoch wird es zunehmend schwieriger, zwischen seriösen und unseriösen Nachrichten sowie Absendern zu unterscheiden. 

Das führt häufig dazu, dass Marketing-E-Mails im Spam-Ordner landen, was besonders dann problematisch wird, wenn Kunden marketingrelevante Inhalte per E-Mail ausdrücklich erhalten möchten. In diesem Fall sollen die neuen Anforderungen von Gmail und Yahoo Abhilfe schaffen. Doch was genau bedeuten sie für das E-Mail-Marketing und wie müssen Marketingverantwortliche nun reagieren? Mit folgenden drei Tipps können Marketer ihr E-Mail-Marketing erfolgreich betreiben.

E-Mail-Marketing: Newsletter von der eigenen Domäne senden

Wenn E-Mails von einer kostenlosen E-Mail-Adresse wie beispielsweise @gmail oder @yahoo versendet werden, landen diese höchstwahrscheinlich im Spam-Ordner der Abonnenten. Um dies zu verhindern, muss eine benutzerdefinierte Domäne und E-Mail-Adresse über Dienste wie GoDaddy oder OVH eingerichtet werden. Zusätzlich profitiert so die Markenidentität, da Empfänger der Marke eine höhere Glaubwürdigkeit zuschreiben, wenn sie über eine eigene professionelle Absenderadresse verfügen. Somit befolgen Verantwortliche nicht nur die neuen Anforderungen, sondern stärken auch die Beziehung zu Ihren Kund:innen – ein Schuss, zwei Treffer.

E-Mail-Authentifizierung gegen Domain-Spoofing und Cyberangriffe

Unternehmen müssen nicht nur über eine benutzerdefinierte Domäne verfügen, sondern diese auch mittels DKIM-, DMARC- und/oder SPF-Signatur authentifizieren lassen. Dadurch wird das E-Mail-Marketing nicht nur professioneller und die Newsletter werden von den Empfängern auch als solche erkannt, sondern sie kommen definitiv in den Mailboxen ihrer Kontakte an. Das gilt auch für Unternehmen, die mehr als 5.000 E-Mails pro Tag in Umlauf bringen. Zudem sollte sichergestellt werden, dass die E-Mail-Adresse mit der Domäne – oder einer der Subdomänen – übereinstimmt, die mit DKIM oder SPF authentifiziert wurde. Wenn Marketer dies befolgen, können sie aktiv verhindern, dass seriöse Mailings im Spam-Ordner landen.

E-Mail-Marketing: Spam-Beschwerderate von höchstens 0,3 Prozent

Gmail setzt voraus, dass Spam-Beschwerderaten unter 0,3 Prozent gehalten werden. Dadurch wird einerseits vermieden, dass die Inhalte im Spam-Ordner verschwinden und andererseits das Risiko gesenkt, dass sie in den Posteingang der Absender zurückkehren. Mithilfe von Postmaster Tools können sich Marketingverantwortliche auf Dashboards verschiedene Statistiken zu Zustellfehlern, Spam-Berichten usw. anzeigen lassen und überwachen. Für den Fall, dass die Beschwerderate diesen Prozentsatz übersteigt, sollten beispielsweise Double-Opt-in-Verfahren überprüft, vertrauenswürdigere Absenderinformationen implementiert oder auch Kontaktdatenbanken bereinigt werden.

Vermeiden von Zustellproblemen beim E-Mail-Marketing

Unternehmen, die die notwendigen Änderungen noch nicht vorgenommen haben, müssen damit rechnen, dass ihre Marketing-E-Mails als Spam markiert werden oder Zustellprobleme auftreten. Marketer müssen also am Ball bleiben: E-Mail- und Freemail-Dienste werden weiter daran arbeiten, ihre Nutzer vor Spam zu schützen, was die Erreichbarkeit für E-Mail-Marketing künftig noch weiter einschränken könnte. In diesem Fall ist es wichtig, umgehend zu reagieren und die E-Mail-Kommunikation anzupassen. Ansonsten finden sie sich schnell im Spam-Ordner wieder. Und das ist kein ideales Szenario – weder für Marketingteams noch für Abonnenten.

E-Mail-MarketingMaximilian Modl
ist CEO Deutschland bei Brevo. Mithilfe der Marketing- und Sales-Plattform von Brevo erhalten Unternehmen einen 360-Grad-Einblick in die Customer Journey und können ihre Kampagnen über E-Mail, SMS, WhatsApp, Chat und mehr ausspielen.

Bildquelle: Brevo

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