Inwieweit eine strategische Herangehensweise und der koordinierte Einsatz von Yard-Management-Lösungen Unternehmen ermöglicht, ihre Effizienz nachhaltig zu steigern und Engpässe in den internen Prozessen wirksam zu reduzieren, erläutert Gastautor Sebastian Odrich von der SDBN Solutions GmbH.
(Quelle: hiv360 - Adobe Stock)
Täglich kommt es zu Chaos auf Frachthöfen. Zwar bilden auch hier Zeitpläne die Grundlage des Arbeitsalltags, aber Verspätungen, Staus oder auch lange Warteschlangen werfen sie immer wieder über den Haufen. Dabei erweist sich eine genaue Abstimmung als das Kernelement einer funktionierenden Logistik. Intelligente Planungs- und Steuerungssysteme für das Yard-Management beweisen bereits seit vielen Jahren, dass sie die Fähigkeit besitzen, Unternehmensziele wie Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Ressourcenschonung oder auch ein mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld zu vereinen.
Viel Potenzial bietet sich im Bereich der Intralogistik. Allein die Organisation der An- und Abfahrten der Lkws auf dem Gelände, als Bindeglied zwischen der Liefer-, Lager- und Produktionslogistik, macht einen gewaltigen Unterschied. Echtzeitprognosen erlauben es Unternehmen, die Abläufe auf ihrem Yard stetig weiter zu verbesser. Und dabei gleichzeitig den Überblick über Änderungen zu behalten.
Mit Yard-Management alles im Blick
Moderne Software und Technologie ermöglicht eine lückenlose Kontrolle – von der Einfahrt über die unternehmensinternen Wege bis zur Entladezone. Diese effektive Zusammenfügung aller gesammelten Informationen schafft damit eine übersichtliche Darstellung im digitalen Rahmen. An dieser können sich Mitarbeitende in ihrem täglichen Workflow orientieren. Sobald es in der Intralogistik oder Logistik irgendwo stockt, entstehen meist Schwierigkeiten bei den darauffolgenden Anlaufpunkten. Digitalisierung und stetige Optimierung bieten hier die Möglichkeit, solche Stolpersteine im Prozess weiter zu reduzieren und nebenbei für einen nachhaltigeren Ressourcenverbrauch im Unternehmen zu sorgen.
Immer auf dem neuesten Stand
Durch die Analyse des Transportaufkommens und der einzelnen Bewegungen auf dem Betriebsgelände lässt sich der künftige Bedarf an Yard-Kapazitäten ermitteln. Entsprechende Daten-Analyse-Tools erlauben es somit, sich anbahnende Engpässe vorherzusagen und zu umgehen. Darauf aufbauend lässt sich eine standardisierte Yard-Management-Software wie TMC Yard flexibel an verschiedene Umstände anpassen. Diese kann aus diesem Grund gezielt auf potenzielle Peaks reagieren, indem Zuständige beispielsweise temporäre Lagerflächen oder zusätzliche Ressourcen bereitstellen.
Allein die intelligente Zuweisung der Lkw-Stellplätze erfordert einiges an planerischen Kapazitäten. Diese lassen sich mit einer Softwareunterstützung einfacher und effektiver gestalten. Anhand der bestehenden Priorität, wie beispielsweise der Dringlichkeit der Lieferung oder entsprechender Entladezeiten, lassen sich ankommende Fahrzeuge auf die verfügbaren Verladeflächen dirigieren.
Hilfreiche Zeitpläne für alle Beteiligten
Reibungslose Zusammenarbeit zwischen den internen Abläufen und den externen Lieferanten sowie Echtzeitprognosen formen die Grundlagen eines Yard-Managements. Engpässe und Leerstände entstehen hier oft durch fehlende Kommunikation oder schlechte Synchronisation. Unterstützung durch Yard-Management-Software bildet die individuellen Vorgänge auf dem Betriebshof ab und versorgt alle Parteien mit den benötigten Informationen. Damit ermöglicht sie ein Reduzieren der Wartezeiten sowie Leerstände, die sich ansonsten negativ auf die betriebsinterne Bilanz auswirken. Mit einem zugehörigen Zeitfenstermanagement können Unternehmen die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der einzelnen Fahrzeuge besser timen. Und ihren Arbeitsalltag beziehungsweise Ressourcenverbrauch danach richten.
Mit Yard-Management zu einem effizienteren Betriebsgelände
Außerdem haben Verladende mit einer entsprechenden Voranmeldung durch die Fahrer bereits im Vorfeld Zugriff auf wichtige Papiere oder andere wichtige Dokumente. Damit erhält geschultes Personal die Chance, den eigenen Workflow anhand dieser Informationen zu strukturieren. Gleichzeitig kommt es zu weniger Überstunden oder Überlastungen. Von der Zufahrtsautomatisierung über die eigenständige An- und Abmeldung sowie diese unkomplizierte Be- und Entladung inklusive einer zugehörigen Wegeplanung zum passenden Tor – Yard-Management-Software stellt mit einem übersichtlichen Monitoring somit den logischen Schritt auf dem Weg zu einem effizienteren Betriebsgelände dar.
(Sebastian Odrich ist Geschäftsführer der SDBN Solutions GmbH. (Bild: Ewa Weimer))
Über den Autor: Sebastian Odrich ist Geschäftsführer der SDBN Solutions GmbH in Karlsruhe. Gemeinsam mit seinen Kollegen Rolf Rosenbaum und Michael Zahm gründete er im Jahr 2015 das Unternehmen, das sich auf Softwarelösungen für Organisationen und Logistik spezialisiert hat. Gemeinsam entwickelten die Experten die Yard-Management-Software TMC Yard als Tool zur systematischen Frachthofverwaltung sowie die Portallösung TMC Time für Zeitfenster-Buchungen. Odrich konnte in 20 Jahren Berufserfahrung auf den Gebieten der Softwarelösungen und IT-Beratung und insbesondere in den Bereichen Anforderungs-, Prozess- und Projektmanagement sammeln. (sg)
Stand: 16.12.2025
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