Lieferketten-Management

Zehn wichtige Trends im Supply Chain Management 2025

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Künstliche Intelligenz, ERP und Nachhaltigkeit

7. KI entwickelt sich zum Game Changer im Supply Chain Management

Wegen ihrer Anpassungsfähigkeit auf komplexe, dynamische Umgebungen und der dortigen umfangreichen Datenlage ist Künstliche Intelligenz gerade in der Logistik von großer Bedeutung. In der Intralogistik etwa gibt es für KI viele solcher Potenziale, die aktuell meist durch Methoden der mathematischen Optimierung realisiert werden können und bei denen klassischerweise Verfahren des Operations-Research (OR) wie lineare Programmierung oder Simulation zum Einsatz kommen. Entscheidungen, bei denen diese Methoden unterstützen können, sind etwa das Batching von Aufträgen, die Zuteilung von Aufträgen zu Ressourcen oder Wegeoptimierung. Im Vergleich zu den klassischen Optimierungsmethoden bieten KI-Algorithmen für diese Fragestellungen neue Möglichkeiten, um komplexere Zusammenhänge und vielfältige Einflussfaktoren einzubeziehen und so neue Potenziale zu erschließen.

8. ERP-Systeme werden vereinheitlicht

Großkonzerne mit mehr als 20 ERP-Systemen sind keine Seltenheit, selbst kleine Unternehmen arbeiten oft mit zwei oder drei. Das parallele Nutzen mehrerer Systeme hat Bestandspuffer künstlich aufgestockt, den Informationsfluss gebremst und hohe IT-Kosten für Schnittstellen, Wartung und Upgrades mit sich gebracht. „Best of Breed“-Lösungen sind gefragt. Es stellt sich immer mehr heraus, dass in Unternehmen zu intensiv die eigene ERP-Lösung angepasst und individualisiert wurde, statt auf zukunftsgerichtete, kollaborative Lösungen mit intelligenten Verknüpfungen außerhalb der Warenwirtschaft zu setzen. Immer mehr Firmen schauen sich die unternehmensübergreifenden Prozesse an und reißen ihre Silos ein, da sie sich weder den Aufwand noch den damit verbundenen Ärger länger leisten können. Die Vorreiter in den Branchen verlagern ihre Supply Chain-Workflows auf eine kollaborative Netzwerkplattform, die über alle Silos hinweggeht und sowohl eine Datenteilung als auch einen echten Datentransfer abteilungs- und unternehmensübergreifend ermöglicht.

9. Innovative Technologien und Automatisierung werden wettbewerbsentscheidend

Zwar sind aufgrund der weltweiten geopolitischen Krisen und der aktuellen wirtschaftlichen Situation in manchen Branchen die Firmenkassen nicht so gefüllt wie noch vor einigen Jahren. Dennoch haben viele Unternehmen bereits begonnene Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekte nur kurz auf Eis gelegt und treiben sie langfristig wieder voran. Budgets für die Bereiche Digitalisierung, Big Data-Analysen, Automatisierung, Robotik, Energiesparen und Lösungen für die letzte Meile einzuplanen, ist gut investiertes Kapital. In der innerbetrieblichen Logistik müssen dafür beispielsweise manuelle Prozesse automatisiert und digitalisiert werden. Robotik und Maschinelles Lernen spielen eine große Rolle, um zum einen schnell zu sein und zum anderen die Fehlerquote minimal zu halten.

10. Gesetze für grüne Lieferketten zwingen zum Handeln

Auch wenn die Politiker Lieferketten- und Entwaldungsgesetze stoppen, verschieben und inhaltlich aufweichen, werden die Vorschriften in puncto ESG zu detaillierteren Berichten zwingen – insbesondere zu drei Themen: Kohlendioxidemissionen, Abfallmanagement und ethische Arbeitspraktiken. Firmen, welche die ESG-Standards nicht einhalten, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen, werden von Investoren unter Druck gesetzt und verlieren unter Umständen das Vertrauen der Kunden. Zudem werden Vorschriften wie etwa die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) oder auch das Entwaldungsgesetz eine größere Transparenz der Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette fordern.

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