Im Logistikzentrum muss es vor allem schnell gehen. Damit die Waren in kürzester Zeit auf den Weg zum Kunden gebracht werden können, braucht es optimal angelegte Lauf- und Transportwege sowie ein umfassendes Prozessmanagement, das Präzision und Zuverlässigkeit bei der Kommissionierung gewährleistet. Innovative Roboter-Lösungen können hier für mehr Effizienz sorgen.
(Quelle: Körber Supply Chain)
Lagerhaltung hat ihre Tücken. Das galt in analogen Zeiten – und tut es im Kontext der digitalen Transformation und des wachsenden E-Commerces umso mehr. Ist die gewünschte Ware auf der Website erst einmal im Warenkorb und bezahlt worden, wünschen Kunden so schnell wie möglich die Auslieferung. Dies kann sogar wettbewerbsentscheidend sein: Je schneller die Lieferung, desto wahrscheinlicher wird der Kunde wiederkommen. Doch bis dahin muss sich der Versender einigen Herausforderungen stellen, bis die Bestellung endlich auf die Schiene oder Straße zum Kunden geschickt werden kann. Sind autonome mobile Roboter hier die Lösung?
Schnell und schneller ist die Devise
Das beginnt beim intelligenten Management der verfügbaren Flächen im Logistikzentrum und endet noch lange nicht bei den Laufwegen. Der schnellste und ökonomischste Weg zum Regalplatz und die anschließende Tour zum Lagertor muss jedes Mal aufs Neue aufwändig gesucht und gefunden werden. Trotz aller Erfahrung der Lageristen kann das Zeit kosten – Zeit, die den Geduldsfaden des Kunden strapaziert.
Mehr Lagerplatz – horizontal und vertikal
Die Automatisierung im Zeichen des digitalen Wandels hält hier eine interessante Option bereit: Autonome Mobile Roboter (AMR) beziehungsweise Robotik. Sie spielen in den weltweiten Zulieferketten eine immer bedeutendere Rolle und sorgen an Logistik-Hotspots verschiedenster Art für eine spürbar höhere Effizienz. Was aber können AMR-Lösungen in Lagern und Vertriebszentren leisten? Sie sind in der Lage, sich auch auf engstem Raum sicher und zielstrebig zu bewegen. Das bedeutet: Viele Bereiche müssen nicht mehr mit breiten Wegen versehen werden, die Arbeitern mit Hubwagen oder Staplern ausreichend Platz bieten. Der dadurch eingesparte Raum kann als zusätzliche Lagerfläche genutzt werden und damit die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Mehr noch: Da leistungsfähige AMRs auch vertikal agieren können, erweitert sich dieser Effekt in die dritte Dimension – und die Betreiber können auch nach oben aufstocken, ohne insgesamt mehr Fläche zu benötigen.
Schnelle und korrekte Lieferung durch autonome mobile Roboter
Wichtig ist aber vor allem die Zuverlässigkeit, mit der die Bestellungen kommissioniert und ausgeliefert werden. Sie ist der eigentliche Gradmesser und Treiber für die Kundenzufriedenheit. Die korrekte Warenlieferung in kürzester Zeit: Das ist es, was die Kunden erwarten und „ihrem“ Online-Händler als Qualitätsmerkmal zuschreiben. Autonome Mobile Roboter sind darauf programmiert, jede Aufgabe so effizient wie möglich auszuführen – und sind dabei lernfähig. So können sie jede Route jederzeit auf ihre tatsächliche Effizienz hin überprüfen und für bestimmte Waren gegebenenfalls alternative Möglichkeiten ermitteln und nutzen. Ob der Weg zu einem Servicemitarbeiter im Publikumsbereich des Hauses führt oder zu einem anderen beliebigen Ort, ob Waren zur Lkw-Rampe gebracht oder als Retoure zurück an ihren Lagerplatz gefahren werden müssen: Der AMR kennt den schnellsten Weg und kann ihn wieder und wieder einschlagen, nachdem er die Waren aus dem Regal geholt hat.
Doch die High-Tech-Kollegen können noch mehr als eigenständig Ware durch das Lager zu befördern. Sie sind in der Lage, mit anderen automatisierten Management-Lösungen zu kooperieren und damit eine Null-Fehler-Kultur zu generieren, die nicht nur Mitarbeiter entlastet, sondern Unternehmen bares Geld spart.
Investitionen für autonome mobile Roboter amortisieren sich schnell
Was manchen potenziellen Anwender bislang noch davon abhalten mag, autonome mobile Roboter in sein Lager oder Vertriebszentrum zu holen, sind die Kosten. Klar ist: Ohne ein gewisses Investment geht es nicht. Durch die geringeren Betriebskosten, den zusätzlich verfügbaren Lagerplatz und die höhere Effizienz – und damit die höhere Kundenzufriedenheit – amortisiert sich eine entsprechende Investition jedoch schnell. Und ein weiterer Aspekt sollte nicht übersehen werden: Die Mitarbeiter, die durch die Lösung entlastet werden, können für eine höhere Wertschöpfung eingesetzt werden. Zudem geht es nicht zwangsweise darum, ganze Teams komplett zu ersetzen. Es gibt Lösungen, die sich gut zur Kollaboration mit menschlichen Kollegen eignen und auf diese Weise den Betrieb effizienter machen.
Der weltweite Siegeszug der Automatisierung ist nicht mehr zu stoppen. Schätzungen gehen davon aus, dass die entsprechenden Technologien im Jahr 2030 rund 14 Prozent der weltweiten Wertschöpfung ausmachen. Als konkrete Summe wären das etwa 15 Billionen US-Dollar. Grund genug für jedes Unternehmen, das in irgendeiner Form von Lieferketten abhängt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der Trend zur Automatisierung wird anhalten – und auch die Ansprüche der Verbraucher werden weiter steigen. Hier gilt einmal mehr das umgekehrte Mikado-Prinzip: Wer sich zuerst bewegt und durch intelligente Investitionen seine operative Exzellenz erhöht, gewinnt.
Stand: 16.12.2025
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Der Autor Michael Brandl ist Chief Executive Officer Software EME des Körber-Geschäftsfelds Supply Chain. Federführend wirkt er an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens mit und unterstützt bei der Umsetzung logistischer Projekte Körbers Kunden..