Neue Betrugsformen im Onlinehandel Betrugsprävention: Fünf Maßnahmen in der Golden Shopping Season

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Der digitale Handel ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – und zugleich ein Einfallstor für neue Betrugsformen. In der Golden Shopping Season werden betrügerische Aktivitäten durch das stark steigende Transaktionsvolumen besonders sichtbar. Fünf effektive Maßnahmen zur Betrugsprävention.

(Bild:  © mh.desing/stock.adobe.com - generiert mit KI)
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Kai Pochmann ist Business Line Lead bei Riverty.(Bild:  Riverty)
Kai Pochmann ist Business Line Lead bei Riverty.
(Bild: Riverty)

Der digitale Handel ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – und zugleich ein Einfallstor für neue Betrugsformen. In der Golden Shopping Season werden betrügerische Aktivitäten durch das stark steigende Transaktionsvolumen besonders sichtbar. Gleichzeitig verfeinern Cyberkriminelle kontinuierlich ihre Taktiken, um Schwachstellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auszunutzen – auch wenn Millionen von Käufen reibungslos ablaufen. Kai Pochmann, Business Line Lead bei Riverty, Anbieter von Finanzdienstleistungen für Zahlungen, Forderungsmanagement und Buchhaltung, warnt: „Online-Betrug ist kein Randphänomen, sondern ein systemisches Risiko. Gerade in der profitabelsten Zeit des Jahres wird es umso wichtiger, zu reflektieren, wie Vertrauen und Sicherheit gemeinsam gestärkt werden können.“ Folgende fünf Maßnahmen ermöglichen eine effektive Betrugsprävention:

1. Zusammenarbeit statt Einzelkampf

Sicherer digitaler Handel kann nur gelingen, wenn Banken, Händler, Logistikpartner, PSPs, Fintechs und Behörden Hand in Hand arbeiten. „Betrugsprävention darf kein Wettbewerbsvorteil sein. Sie ist eine gemeinsame Verantwortung für die Stabilität des digitalen Ökosystems“, betont Pochmann. Der regelmäßige Austausch von Daten, Warnsignalen und Best Practices hilft Unternehmen, neue Betrugsmuster frühzeitig zu erkennen.

Branchenweit verlassen sich Unternehmen zunehmend auf die Signale der anderen: PSPs leiten Fraud Scores an Zahlungsarten weiter, um die Risikobewertung zu stärken; Logistikpartner stoppen oder prüfen verdächtige Sendungen; Händler melden ungewöhnliches Account-Verhalten, das auf Account-Takeovers hinweisen kann. Dieser Wandel spiegelt einen breiteren Trend wider: Digitaler Handel funktioniert immer weniger als lineare Kette und immer mehr als vernetztes System, in dem Informationen kontinuierlich fließen.

Betrugsprävention darf kein Wettbewerbsvorteil sein. Sie ist vielmehr eine gemeinsame Verantwortung für die Stabilität des digitalen Ökosystems.

Kai Pochmann, Riverty

2. Datenintelligenz für die Betrugsprävention einsetzen

Echtzeitanalysen und KI-basierte Risikomodelle ermöglichen es, verdächtige Transaktionen zu erkennen, bevor Schaden entsteht. „Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Entscheidend ist, wie Machine Learning, menschliche Expertise und unternehmensübergreifender Wissensaustausch zusammenwirken“, erklärt Pochmann.

3. Betrugsprävention: Grenzüberschreitende Ermittlungen stärken

Die meisten organisierten Betrugsnetzwerke agieren global. Falsche Identitäten, anonymisierte Zahlungsmethoden und verteilte Server machen lokale Maßnahmen unzureichend. Gemeinsame Forensik und koordinierte grenzüberschreitende Ermittlungen sind entscheidend, um ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, wie Betrugsnetzwerke funktionieren. Je besser diese Strukturen verstanden werden, desto geringer ist der Anreiz für Täter.

4. Verbrauchervertrauen in den Mittelpunkt stellen

Trotz ihrer Komplexität verfolgt Betrugsprävention letztlich ein einfaches Ziel, nämlich den Endverbraucher zu schützen. Klare Kommunikation, transparente Zahlungsprozesse und sichere Alternativen wie Buy Now, Pay Later reduzieren Unsicherheiten insbesondere in entscheidenden Kaufmomenten. Ein sichtbares Engagement für Sicherheit stärkt nicht nur den Schutz der Verbraucher, sondern auch ihre langfristige Loyalität.

5. Betrugsprävention in der Firmenstrategie verankern

Betrugsprävention sollte kein reaktives Thema sein, sondern Teil der Unternehmens-DNA – von der IT über Payment bis zum Kundenservice. „Langfristiger Erfolg entsteht dort, wo Sicherheit bewusst mitgedacht wird. Schulungen, klare Prozesse und automatisierte Risikomanagement-Systeme bilden dafür die Grundlage“, fasst Pochmann zusammen.

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