Schnäppchenjäger Black Friday & Cyber Monday: Das wollen die Kunden wirklich

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 3 min Lesedauer

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Der Black Friday und der Cyber Monday sind mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft wichtige Umsatztreiber für den Handel. Viele Kunden sehen Rabattaktionen als wichtigsten Kaufanreiz.

(Bild:  Valery Zanimanski / Adobe Stock)
(Bild: Valery Zanimanski / Adobe Stock)

An den beiden Schnäppchentagen Black Friday und Cyber Monday kaufen viele Kunden ihre Weihnachtsgeschenke – und sorgen für einen ordentlichen Umsatz bei den Händlern. Und dafür sind die Termine für beide Tage gut gewählt: Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Konsumenten in Deutschland besorgen ihre Weihnachtsgeschenke im November und Dezember. Die Planung beginnt für fast die Hälfte (44 Prozent)  jedoch bereits im Voraus, denn 16 Prozent starten damit vor Ende Juni und jeder Zehnte hat dann sogar schon den ersten Weihnachtseinkauf getätigt. Interessant ist, dass sich die Hälfte (51 Prozent) der Verbraucher für ihre Weihnachtseinkäufe ein festes Budget setzen und dieses auch einhalten. Zu diesem Ergebnis kommen die aktuelle Zahlen des „Shopify Handels- und Konsum-Kompass 2024“ - einer weltweiten Umfrage unter Verbrauchern.

Es gehört zu verstehen, dass Kaufentscheidungen mittlerweile viel früher getroffen werden, selbst wenn die Einkäufe erst im November oder Dezember stattfinden.

Birk Angermann, Shopify

Der Handels- und Konsum-Kompass zeige deutlich, worauf Verbraucher aktuell Wert legen, was sie vom Handel erwarten und vor allem, was der Handel tun muss, um sicherzustellen, dass das Geschäft am BFCM und zu Weihnachten wirklich brummt, so Birk Angermann, Head of Revenue EMEA bei Shopify. „Dazu gehört auch zu verstehen, dass Kaufentscheidungen mittlerweile viel früher getroffen werden, selbst wenn die Einkäufe erst im November oder Dezember stattfinden.” Im Grunde beginne das Weihnachtsgeschäft schon vor den Sommerferien: Händler, die dieses Wissen sinnvoll einsetzen, könnten einen Frühstart ins Jahresendgeschäft hinlegen.

Black Friday & Cyber Monday: Rabatte sind ausschlaggebend

Rabattaktionen und Preisvergleiche sind Schlüsselfaktoren für Kaufentscheidungen und somit im Ergebnis für eine effektive Bindung von Kunden: Rund die Hälfte der Verbraucher (46 Prozent) gibt Rabatte als wichtigsten Kaufanreiz und Loyalitätsfaktor an, gefolgt von kostenlosem Versand (40 Prozent). Rund ein Viertel (24 Prozent) der Verbraucher sucht gezielt nach Treueprogrammen, und 21 Prozent geben an, dass vor allem ein herausragendes Shoppingerlebnis auf ihre Markenloyalität einzahlt.

 In Zeiten anhaltenden Kostendrucks herrscht seitens der Konsumenten auch weiterhin eine ausgeprägte Preissensibilität: 77 Prozent der Befragten nutzen Preisvergleiche und 61 Prozent warten gezielt auf Sonderangebote.

Junge Kunden sorgen für Umsatz

Besonders junge Verbraucher von 18 bis 24 Jahre scheinen mit Blick auf den Black Friday und yber Monday ein wesentlicher Umsatztreiber zu sein: 35 Prozent von ihnen planen, ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen, im Gegensatz zu nur sechs Prozent der über 65-Jährigen.

Zudem sind jüngere Verbraucher aufgeschlossener gegenüber Neuem: 68 Prozent der 18- bis 34-Jährigen sind laut dem Shopify Handels- und Konsum-Kompass empfänglicher für Markenempfehlungen – deutlich mehr als der Durchschnitt (58 Prozent). Gleichzeitig spielen der Black Friday und der Cyber Monday für viele eine zentrale Rolle: 51 Prozent der Konsumenten planen, den Großteil ihrer Weihnachtseinkäufe während dieser Tage zu erledigen. 

Die Studie zeigt, dass Menschen, die gerne zu Weihnachten einkaufen, im Schnitt 400 Euro an diesen beiden Schnäppchen-Tagen ausgeben, während jene, die dem Weihnachtsshopping weniger Freude abgewinnen können, im Schnitt nur 128 Euro ausgeben.

Stationärer Handel ist trotz Black Friday weiterhin beliebt

Über ein Drittel der Verbraucher in Deutschland (36 Prozent) plant, ihre Weihnachtseinkäufe in einem Mix aus Online- und Offline-Shopping zu tätigen. Weitere 37 Prozent geben an, den Großteil ihrer Einkäufe online zu erledigen. Die bevorzugten Produktkategorien sind Mode (36 Prozent), Elektronik (35 Prozent) und Health & Beauty (24 Prozent). Dabei setzt jeder Fünfte (21 Prozent) auf kleinere, unabhängige Marken. Gleichzeitig geben 27 Prozent an, vor allem spontane Einkäufe in Läden und Geschäften vor Ort zu erledigen. 

Kurzum: Neben dem Online-Handel ist und bleibt auch der stationäre Einzelhandel mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft wichtig und kann mit gezielten In-Store-Angeboten punkten.

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