Pakete aus Nicht-EU-Ländern Ende der EU-Zollfreigrenze: Verbraucher befürworten die neue Drei-Euro-Regel

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Die EU-Zollfreigrenze für Pakete mit einem Wert von bis zu 150 Euro fällt – und es werden drei Euro fällig. Viele Verbraucher befürwortet die neue Regelung.

(Bild:  © Naim/stock.adobe.com)
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Mitte November hatten die EU-Finanzminister beschlossen, dass 2026 die EU-Zollfreigrenze für Pakete mit einem Wert unter 150 Euro abgeschafft wird. Stattdessen wird ab Juni eine Zoll-Pauschale von drei Euro für E-Commerce-Sendungen aus Nicht-EU-Ländern erhoben.

Die neue Regelung betrifft vor allem Onlinehändler aus Fernost: Nach Angaben des EU-Kommission stammten vergangenes Jahr über 90 Prozent aller E-Commerce-Sendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro aus China. 

Der vorübergehende Zollsatz von drei Euro je Sendung gilt für Pakete, die direkt aus Drittländern an Verbraucher versandt werden. Er soll die Zeit überbrücken, bis der sogenannten EU-Daten-Hub in Betrieb genommen wird – die geplante zentrale Plattform der EU für die Zusammenarbeit mit den Zollbehörden. Das soll im Jahr 2028 der Fall sein.

Auch wenn bislang noch unklar ist, wie Onlinehändler aus Nicht-EU-Ländern auf die neue Drei-Euro-Regel reagieren werden und wer letztendlich zusätzliche Gebühr bezahlen wird – Käufer oder Verkäufer: Verbraucher in Deutschland befürwortet die neue Regelung. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) über die Nutzung und Akzeptanz chinesischer Onlineshops hervor. 

Temu, Shein & Co. immer beliebter

Grundsätzlich erfreuen sich Onlineshops aus Fernost einer großen Beliebtheit: So hat in Deutschland laut der NIM-Befragung bereits jeder Zweite schon einmal etwas bei einer solchen Plattform gekauft, jeder Dritte sogar schon mehrfach.

Dennoch: Mit mehr Kontrollen, aber auch mit zusätzlichen Zöllen oder Abgaben und damit höheren Preisen, können viele Verbraucher in Deutschland (43 Prozent) gut leben.

Und gut 30 Prozent der Befragten befürworten sogar ein Verbot dieser Plattformen, während 40 Prozent einen solchen Eingriff ablehnen. Befürwortet wird ein Verbot vor allem von Personen, die noch nie auf solchen Plattformen gekauft haben, während die Plattform-Kundschaft ein Verbot ablehnt

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