Schnelltests sind nicht das Einzige, was deutsche Verbraucher während der Pandemie gekauft haben. Eine neue Studie von Emarsys zum Kaufverhalten zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten Produkte gekauft haben, die sie ohne die Corona-Krise wahrscheinlich nicht gekauft hätten.
(Quelle: Patrick Daxenbichler - Adobe Stock)
Um das Kaufverhalten der Verbraucher in der Pandemie besser zu verstehen, untersuchte Emarsys, Anbieter von Marketing-Analytics-Lösungen, die Kaufmotive. Dabei stellte sich heraus, dass 35 Prozent der Befragten Einkäufe tätigten, weil sie sich beschäftigen wollten. Jeweils 29 Prozent gaben an, dass sie während des Lockdowns einen Stimmungsaufheller benötigten oder etwas kauften, das sie in dieser unsicheren Zeit aufbaut. Ein anderer Grund für Einkäufe war, dass Verbraucher sich während der zusätzlichen Freizeit im Lockdown in neuen Tätigkeiten ausprobieren wollten (11 Prozent).
Kaufverhalten: Deutsche setzen auf Fitness, Komfort und neue Hobbys
Fitnessgeräte gehörten zu den beliebtesten Produkten während der Pandemie, angeführt von Fitness-Bikes (20 Prozent), Yoga-Matten (17 Prozent), Hanteln (15 Prozent) und Laufbändern (13 Prozent). Andere Anschaffungen waren Mal-Equipment (29 Prozent), Jogginghosen (27 Prozent), Puzzle (19 Prozent), Brettspiele (17 Prozent) und Staubsauger-Roboter (15 Prozent). Zu den wohl außergewöhnlicheren Dingen zählen tragbare Decken (18 Prozent), Trampoline (4 Prozent), Whirlpools (4 Prozent), Home-Tattoo-Sets (3 Prozent) und Lama-Patenschaften (1,4 Prozent). Durchschnittlich gaben die Deutschen für tragbare Decken 40 Euro aus, für Jogginghosen 42 Euro, 100 Euro für Trampoline und 162 Euro für Tattoo-Sets. Für Patenschaften investierten sie 230 Euro, für Fitness-Bikes 252 Euro und für einen Whirlpool 297 Euro.
Kaufverhalten – geprägt von Belohnung und Selbstoptimierung
„Unmittelbare Belohnung und der Wunsch nach Selbstoptimierung haben die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher im Jahr 2021 unbestreitbar beeinflusst.“, erklärt Philip Nowak, General Manager Central & Southern Europe bei Emarsys. „Zu Beginn des dritten COVID-19 Jahres ist es für Einzelhändler entscheidend zu verstehen, dass sich das Kaufverhalten und die Erwartungen der Verbraucher verändern, sowohl in Bezug auf die Produkte, die sie kaufen, als auch auf die Erlebnisse, die sie sich online und im Geschäft wünschen." 69 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Lockdown-Anschaffungen ihr Leben langfristig verändert haben. Gemeint sind hiermit Veränderung in Bezug darauf, öfter gemütliche Kleidung zu tragen oder regelmäßiger Sport zu treiben. Nur 13 Prozent der Deutschen nutzen ihre Anschaffungen nicht mehr regelmäßig oder gar nicht mehr.
Was die Ergebnisse für das Jahr 2022 bedeuten
Mit dem Wunsch, ein Gefühl der Normalität wiederherzustellen, wollen fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Verbraucher im Jahr 2022 mehr Geld für soziale Aktivitäten wie Restaurantbesuche und Urlaube ausgeben. Die Jogginghose liegt mit 17 Prozent bei den Deutschen weiterhin recht hoch im Kurs. Außerdem möchten sich zwölf Prozent der Befragten den Haushalt mit einem Staubsauger-Roboter erleichtern. Auch geben sie Geld für neue Haustiere (neun Prozent), Messersets (neun Prozent) sowie Sportgeräte wie Fitness Bikes (7,4 Prozent) oder Laufbänder (7,2 Prozent) aus. Zu den größten geplanten Anschaffungen für 2022 gehört ein neues Zuhause (6,4 Prozent). Wenn es um die Erwartungen der Verbraucher an den Einzelhandel in diesem Jahr geht, hofft fast die Hälfte (46,3 Prozent) der Befragten auf gute Angebote und Schnäppchen, während sich 31 Prozent ein nahtloses Einkaufserlebnis sowohl online als auch im Geschäft wünschen.
Digitale Beziehung zwischen Einzelhändlern und Kunden
Interessant ist, dass nur einer von vier Befragten (26 Prozent) in diesem Jahr wieder mehr in Geschäften einkaufen möchte, was bedeutet, dass alle Augen auf die digitale Beziehung zwischen Einzelhändlern und Kunden gerichtet sind. Die Sicherstellung, dass Online-Interaktionen sinnvoll, personalisiert und kontextbezogen interessant sind, ist entscheidend für ein optimales Kundenerlebnis. Um jedoch auch die Präferenzen der anderen Kunden zu berücksichtigen, sollten Händler im stationären Handel vermehrt auf ansprechendere und unterhaltsamere Erlebnisse setzen, da sich das 24 Prozent der deutschen Verbraucher für 2022 wünschen. Die Umfrage ergab auch, dass 42 Prozent der Befragten die E-Mail als Kontaktmethode bevorzugen, während 22,4 Prozent lieber über Social Media angesprochen werden möchten. Nur 3,6 Prozent wollen noch eine SMS-Nachricht erhalten.
Das Fazit von Philip Nowak: „Das Jahr 2021 war eine Achterbahnfahrt und unsere Einkäufe spiegeln das wider. In Zeiten der Verwirrung und Unruhe suchen wir nicht nur Komfort und Stabilität, sondern auch Sinn und Erfüllung. Wir tauschten unsere Anzüge gegen Jogginghosen, nahmen neue Hobbys auf und investierten unsere Zeit und unser Geld in Dinge, die uns Freude bereiteten und uns ein Stück Normalität brachten. Im Jahr 2022 wollen wir aus dieser Achterbahn aussteigen und materielle Besitztümer gegen Erfahrungen eintauschen sowie mehr Zeit und Sorgfalt bei unseren Kaufentscheidungen walten lassen
Zur Methodik der Studie: Die Studie wurde zusammen mit den „unPredictions: Commerce Marketing Priorities Powering 2022“ von Emarsys veröffentlicht, um Marketer bei der Entwicklung und Skalierung personalisierter Kampagnen zu unterstützen, die die Kundenbindung und das Kundenerlebnis verbessern. Emarsys unterstützt digitale Marketer mit einer Plattform für Omnichannel-Customer-Engagement, die zeitnah die Geschäftsergebnisse verbessert. Durch die Abstimmung von Unternehmenszielen mit bewährten Omnichannel-Engagement-Strategien können Unternehmen die Time-to-Value beschleunigen, erstklassige Customer Experiences bieten und messbare Ergebnisse liefern.
Stand: 16.12.2025
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