Freshworks hat jetzt eine Studie veröffentlicht, die die Komplexität und Widersprüchlichkeit von Kundenerwartungen aufzeigt. So erwarten 59 Prozent der deutschen Verbraucher, dass Unternehmen ihre Werte kennen. Allerdings glauben nur 17 Prozent , heute von einer Marke beeindruckt zu werden.
(Quelle: 13_Phunkod/shutterstock)
Eine neue Studie von Freshworks zeigt die Komplexität der Kundenerwartungen weltweit auf.
59 Prozent der deutschen Verbraucher erwarten, dass Unternehmen ihre Werte kennen.
78 Prozent sind bereit, persönliche Daten für einen besseren und schnelleren Kundenservice zur Verfügung zu stellen.
Laut einer neuen Studie von Freshworks erwarten heute 17 Prozent der 1.000 befragten deutschen Verbraucher, von einer Marke beeindruckt zu werden. Die Studie unterstreicht die große Chance für Unternehmen, die Kundenerwartungen zu übertreffen und ihre Kunden zu begeistern. Die Mehrheit (78 Prozent) ist bereit, persönliche Daten für ein personalisiertes, schnelleres und werteorientiertes Kauferlebnis auszutauschen.
„Die Kunden bestimmen die Richtung und viele von ihnen haben sich mitfühlend gezeigt, indem sie ihre Erwartungen an Unternehmen angesichts der Strapazen in der Pandemie angepasst haben“, sagt Stacey Epstein, Chief Marketing Officer bei Freshworks. „Wir sehen heute, dass viele bereit sind, allerlei Daten, von persönlichen Wertvorstellungen bis hin zu Gehaltsinformationen, für einen personalisierten Service auszutauschen, der das Kauferlebnis verbessert. Die Schlussfolgerung für Unternehmen ist, dass sie ihr Produkt nicht mehr vom Kundenerlebnis trennen können. Stattdessen ist es für sie eine geschäftliche Notwendigkeit, die Begeisterung der Kunden so einfach wie möglich durch durchdachte, unkomplizierte und schnelle Interaktionen, die die Kundenwerte widerspiegeln, zu schaffen.“
Niedrige Kundenerwartungen in puncto Begeisterung bieten große Chancen
Deutsche Verbraucher haben überraschend niedrige Erwartungen an die Qualität ihrer Kundenerfahrungen mit Unternehmen. Das bestätigt, dass viele alte Systeme für die Kundenbindung nicht mehr funktionieren und reif für einen neuen Ansatz sind:
Unternehmen haben die Messlatteniedrig gelegt: Nur 17 Prozent der Verbraucher erwarten, von einem Unternehmen beeindruckt zu werden, der weltweite Durchschnitt liegt bei 14 Prozent. Und nur neun Prozent erwarten eine personalisierte Ansprache.
Kein Glaube an den Hype: 52 Prozent der Verbraucher gaben an, dass der Kundenservice einer Marke oft nicht dem Image entspricht, das sie vermittelt.
Verbraucher erwarten von Marken ein Verständnis ihrer persönlichen Werte
38 Prozent der befragten Deutschen geben zu, dass die Pandemie ihre Erwartungen an die Kommunikation von Marken verändert hat. Da wichtige Themen, wie soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, die deutsche Nachrichtenagenda dominieren, identifizieren sich die Menschen zunehmend mit Marken, deren Anliegen sie unterstützen. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) erwartet, dass Marken ihre persönlichen Werte bei der Kommunikation berücksichtigen, und sind bereit, persönliche Informationen für ein besseres Kundenerlebnis auszutauschen.
Get real: 78 Prozent der Befragten in Deutschland glauben, dass der Umgangston wichtiger ist und 74 Prozent wünschen sich schnellere Antworten.
Austausch von Daten für bessere Einkaufserlebnisse: Die deutschen Verbraucher sind etwas aufgeschlossener als ihre internationalen Nachbarn. 78 Prozent (im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 77 Prozent) sind bereit, ihre persönlichen Daten im Austausch für ein besseres Einkaufserlebnis weiterzugeben, darunter Kontaktdaten (39 Prozent), ihre Adresse (34 Prozent), Kleidergröße (27 Prozent), Beziehungsdaten (14 Prozent), Online-/Einkaufsdaten (13 Prozent) und Gehalt (7 Prozent).
Die Einstellung der Verbraucher zur Kommunikation mit Unternehmen ist kompliziert und scheint manchmal geradezu paradox zu sein. Die meisten Befragten suchen den Kontakt zu menschlichen Ansprechpartner, gleichzeitig möchten viele lieber mit automatisierten Technologien arbeiten. Unternehmen müssen eine Reihe von Kommunikationskanälen anbieten, wodurch sie sich auf die ständig ändernden Verbraucherpräferenzen reagieren können.
Nicht alle Verbraucher sind gleich: Während 67 Prozent der deutschen Verbraucher lieber mit einem Menschen sprechen, als Self-Service-Technologien zu nutzen, ziehen es 35 Prozent vor, den Selbstbedienungs-Weg zu gehen, als direkt mit einem Unternehmen zu sprechen.
Rufen Sie mich an: Fast ein Drittel der Befragten (30 Prozent) kommuniziert überhaupt nicht gerne mit Unternehmen via Telefon, während 41 Prozent gern mehr von Unternehmen über diesen Kanal hören möchten.
Der „Untergang der E-Mail“ ist übertrieben: Die E-Mail steht für 38 Prozent der Befragten an erster Stelle, wenn es darum geht, eine Bestellung zu verfolgen, eine Beschwerde einzureichen (35 Prozent), eine Rückerstattung oder einen Umtausch zu erhalten (34 Prozent), Produktinformationen/Support zu erhalten (29 Prozent) und Feedback zu geben (28 Prozent).
Zur Methodik der Studie: Die Studie „Deconstructing Delight: Understanding the Complexity of Consumer Expectations“ wurde im Auftrag von Freshworks von Opinium durchgeführt. Hierbei wurden 11.502 Erwachsene ab 18 Jahren aus Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Indien, den Niederlanden, Singapur, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten befragt. Die Daten wurden vom 1. bis 7. Juni 2021 erhoben. Freshworks ermöglicht es Unternehmen, schnell und einfach ihre Kunden und Mitarbeiter zu begeistern. Hierbei verfolgt das Unternehmen eine Ansatz zur Entwicklung von Software, die erschwinglich, schnell zu implementieren und auf die Endnutzer zugeschnitten ist. (sg)
Stand: 16.12.2025
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