International Communication Circle Marketingkommunikation: Wie KI den Mittelstand stärkt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 7 min Lesedauer

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„Breaking Barriers. Building Global Success“, lautete das Motto des ersten International Communication Circle der VCG. Am 21. Mai 2025 trafen sich über 100 Führungskräfte aus Marketingkommunikation, Vertrieb und Business Development, um Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden.

(Bild:  Christoph Komenda/VCG)
(Bild: Christoph Komenda/VCG)

Der globale Markt bietet deutschen Unternehmen unzählige Möglichkeiten – aber welche Strategie führt wirklich zum Erfolg? Wie müssen sich deutsche Mittelständler aufstellen, um einem wachsenden Wettbewerb aus China Paroli zu bieten? Themen der internationalen Expansion, digitalen Marketingkommunikation und globalen Markenführung, aber auch die Chancen der künstlichen Intelligenz bestimmten die Agenda des ersten International Communication Circle (ICC), der im Vogel Convention Center in Würzburg stattfand. Das Programm bot zudem mit der „Einführung in Exportanalysen und Wachstumsregionen für den Mittelstand“ bis hin zu „Market-Deep-Dives in wachstumsstarke Länder und Regionen“ viele Anhaltspunkte, um die aktuelle, globale Marktlage einschätzen zu können.

Marketingkommunikation: Passende Strategien für den Mittelstand

Von übergeordneten Themen, wie „Corporate Marketing Strategy im Mittelstand – der Connect von globalen KPIs in den lokalen Salesfunnel“, von Dirk Wunder und konkreten Beispielen aus der Praxis („Marketingkommunikation: KI-Projekte bei Clariant – Erfolgsfaktoren und Learnings aus der globalen Praxis", von Kai Rolker), konnten Teilnehmer sich im späteren Verlauf mit Unterstützung durch Vorträge von Experten der DIHK, GTAI und AHK und Marcom-Verantwortliche aus dem Mittelstand über bestimmte Zielmärkte informieren: „Trump 2025: Protektionismus und seine Folgen. Wie der Mittelstand jetzt richtig reagiert“ von Lennart Hesse, 

„Hohe Bedeutung von persönlichen Beziehungen – Tipps und Erfahrungen aus Brasilien und den Mercosur-Staaten“ von Dr. Mark Heinzel, aber auch „Saudi-Arabien – Vision 2030 und Diversifizierung der Wirtschaft – von der Produktion bis zur Kommunikation – erfolgreicher Marktausbau eines Familienunternehmens im Bereich Messtechnik und IIoT“ mit Dr. Dalia Samra-Rothe und Stefan von Westberg lauteten einige Themen der Market-Deep-Dives.

Chancen für den Mittelstand duch lokalisierte Marketingkommunikation

Geografische, wirtschaftspolitische und kulturelle Barrieren wurden auf dem ICC in Vorträgen und kleineren „Speed-Debating“-Sessions diskutiert und Lösungen für den B2B-Mittelstand aufgezeigt. Doch auch technisch gilt es im Jahr 2025 und darüber hinaus, Hindernisse zu überwinden, um global erfolgreich zu sein.

Prof. Dr. Uwe Seebacher erläuterte in seinem Vortrag die prädiktive Intelligenz der KI.(Bild:  Christoph Komenda/VCG)
Prof. Dr. Uwe Seebacher erläuterte in seinem Vortrag die prädiktive Intelligenz der KI.
(Bild: Christoph Komenda/VCG)

„KI und PI revolutioniert die Marketingkommunikation – und gerade der exportorientierte Mittelstand kann jetzt überproportional profitieren“, betonte Prof. Dr. Uwe Seebacher in seinem Vortrag. Er verwies auf die prädiktive Intelligenz der KI, die durch statistische Datenanalysen und maschinelles Lernen, zukünftige Ereignisse vorhersagen kann. Dies deutet der Experte für Data Science als ein wertvolles Werkzeug für KMUs, da die KI durch Vorhersagen auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Unternehmen generiert. Dies werde die Marketingkommunikation erleichtern und zugleich effektiver machen, ganz nach dem Motto des ICC: „Breaking Barriers. Building Global Success“.

Internationaler Erfolg beginnt mit relevanter, lokalisierter Kommunikation.

Nils Horstmann, Geschäftsführer der eviom GmbH

Doch auch die beste KI braucht Zugang zu passenden Daten, um mittels prädiktiver Intelligenz ein Unternehmen wirkungsvoll beraten zu können. „Ich sehe überproportionale Chancen für den Mittelstand“, so Prof. Dr. Uwe Seebacher. „Denn es bedeutet kürzere Entscheidungswege, flexible Strukturen und aktuell zahlreiche KMU-Förderungen der EU.“ 

In Zahlen ausgedrückt ergeben sich nach den bisherigen Erkenntnissen messbare Effizienzsteigerungen von durchschnittlich 40 Prozent bei einer Implementierungsdauer von zwei bis sechs Monaten. Durch den KI-Einsatz könnten 73 Prozent der Unternehmen ein höheres Kundenengagement verzeichnen und eine präzisere Zielgruppenansprache zu einem signifikanterem Umsatzwachstum führen, so Uwe Seebacher.

Ein Chatbot für den Kundenservice

Kai Rolker, Head of Group Communication beim Schweizer Spezialchemieunternehmen Clariant, berichtete von seinen Erfahrungen und Learnings rund um den Einsatz von KI in der Unternehmens- und Marketingkommunikation. Unter anderem berichtete er vom WeChat AI-Chatbot, als Assistent für die Kundenkommunikation. 

Kai Rolker von Clariant berichtete von seinen Erfahrungen beim Einsatz von KI in der Marketingkommunikation. (Bild:  Christoph Komenda/VCG)
Kai Rolker von Clariant berichtete von seinen Erfahrungen beim Einsatz von KI in der Marketingkommunikation.
(Bild: Christoph Komenda/VCG)

Kai Rolker erklärte: „Wir stehen noch am Anfang, aber experimentieren und spielen stetig mit diesen leistungsstarken neuen Tools. Vor allem aber erkennen wir, welche Experimente einen echten Mehrwert für Unternehmen und Kunden bringen. Die Marketingkommunikation steht an der Schwelle zu neuen Möglichkeiten und ist bereit, die digitale Customer Journey in ungeahnte Höhen zu treiben – von der Bilderzeugung für Webinhalte bis zur Erschließung des Cross-Selling-Potenzials.“

Seine Key-Takeaways aus den bisherigen Erfahrungen im Umgang mit bisher rund 20 KI-Projekten: Die Ausrichtung auf die Firmenstrategie ist ganz entscheidend. Zusammenarbeit im Team und den anderen Unternehmensbereichen ist der Schlüssel zum Erfolg. „Streben Sie dabei nach Fortschritt, nicht nach Perfektion, sonst werden Sie scheitern“, so Rolker.

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