Verpackungslösungen Mehrwegverpackung: Vier Gründe für den Einsatz im E-Commerce

Ein Gastbeitrag von Jakub Frelik 3 min Lesedauer

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Auf Verpackungen liegt im E-Commerce ein besonderer Fokus, nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes. Welche Rolle spielt die Mehrwegverpackung im E-Commerce – aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht?

Mit hey circle bietet Brangs + Heinrich eine langlebige Verpackungslösung, die sich bis zu 50-Mal einsetzen lässt.(Bild:  Brangs + Heinrich)
Mit hey circle bietet Brangs + Heinrich eine langlebige Verpackungslösung, die sich bis zu 50-Mal einsetzen lässt.
(Bild: Brangs + Heinrich)

Nicht erst, seitdem die EU-Kommission 2019 den Green Deal beschlossen hat, denkt man im E-Commerce über Verpackungsmüll nach. Jeder Onlineshopper kennt das ungute Gefühl, wenn nach dem Auspacken einer Bestellung wieder eine Menge Kartonage in der blauen Tonne landet. Es gibt vier wichtige Gründe, warum sich die Mehrwegverpackung als Lösung im E-Commerce lohnt.

1. Nachhaltiger Umweltschutz durch die Mehrwegverpackung

Die Mehrwegverpackung im E-Commerce sparen, je nach Einsatzhäufigkeit, bis zu 94 Prozent Verpackungsmüll ein. Auch bis zu 76 Prozent CO2-Emissionen können reduziert werden, was ein klares Argument für die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens ist. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Mehrwegverpackungen konsequent zurückgeführt werden. Hierzu gibt es heute smarte Systeme. Diese sorgen mit einem Tracking dafür, dass der Onlineshop-Betreiber jederzeit weiß, wo sich seine Verpackung befindet.

Mit automatisch gesteuerter Berechnung nach einem bestimmten Zeitfenster wirkt er auf die Rückführung gezielt hin. Aber nicht nur der Verpackungskreislauf wird gefördert. Viele Mehrwegverpackungen wie die He-Circle-Boxen und -Taschen werden beispielsweise zu 30 Prozent aus Recycling-PET gefertigt. Nach Ablauf ihrer Lebensdauer kann das Material wieder in den Wertstoffkreislauf einfließen und somit zusätzlich Ressourcen schonen. 

2. Kosteneffiziente Verpackungslösung

Wenn man bedenkt, dass eine Mehrwegverpackung mehr als 50 mal verlässlich im Umlauf sein kann, dann ist klar: Mindestens 49 Einwegkartons werden eingespart. Ein Wellpappkarton kostet etwas mehr als einen Euro. Wir vergleichen hier also einen Verpackungswert von über 50 Euro. Eine Mehrwegverpackung kostet deutlich weniger. Mit der Mehrweglösung können Versandhändler sogar rund die Hälfte ihrer Verpackungskosten einsparen. Und da ist das Klebeband, was außerdem eingespart wird, noch nicht mit eingerechnet.

Mitgedacht werden muss im Fulfillment aber auch der Zeitaufwand der Aufbereitung. Mehrwegverpackungen machen schnelle Prozesse möglich: Zum Beispiel sind die Boxen ruckzuck wieder flach zusammengelegt – wenn sie nicht ohnehin bereits leer und platzsparend wieder zurückgekommen sind. Versandaufkleber lassen sich mühelos abziehen. Weiterer Aufwand entsteht nicht – und eben auch keine Entsorgungskosten im Wareneingang: Bei einer jährlichen Retouren-Anzahl im dreistelligen Millionenbereich allein in Deutschland* schlagen auch die zu Buche und können im Mehrweg eingespart werden. Gerade Fashion-Versender mit hoher Retourenquote können signifikant profitieren.

3. Positive Imagewirkung durch Mehrwegverpackung

Nachhaltigkeit ist heute ein starkes Verkaufsargument. Die Mehrwegverpackung zahlt in ein verantwortungsvolles Image ein, denn sie stellen deutlich sichtbar eine umweltfreundlichere Alternative dar. Eine gute Möglichkeit, sich gegenüber dem Wettbewerb vorteilhaft zu positionieren. Hier trägt der Postbote die Werbung quasi auf Händen durch die Straße, denn der Unterschied ist bereits von weitem erkennbar. Und bei 50 Umläufen lohnt sich ein individueller Logoaufdruck und auch ein umweltbezogener Motivations-Slogan.

4. Zukunftsfähig im Sinne der EU-Verpackungsverordnung

Denkt man im E-Commerce an Nachhaltigkeit, ist die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) eine maßgebende Norm. Weil erste wichtige Pflichten in Bezug auf die Mehrwegverpackung bereits ab August 2026 gelten, spielen rechtliche Aspekte ebenso eine wichtige Rolle. Die EU-Kommission sieht vor, dass wiederverwendbare Verpackungen in einem Mehrwegsystem geführt werden. Es sind zudem bestimmte Kriterien zu erfüllen, darunter zum Beispiel die Kennzeichnung als wiederverwendbar, die Fähigkeit zur Rekonditionierung und die Recycelbarkeit nach Ende der Lebensdauer.

Ab 2030 sollen Mehrwegquoten, die sich stufenweise erhöhen, den Einsatz wiederverwendbarer Verpackungen weiter ankurbeln, wobei es in nachgelagerten Rechtsakten noch zu Anpassungen der Verordnung kommen kann.  Welche Quoten auch immer final beschlossen werden: Es ist klar, dass die EU-Kommission mit der PPWR auf mehr Umweltschutz in den Mitgliedsstaaten hinwirkt, was das Thema Mehrwegverpackung im E-Commerce weiter beflügeln dürfte.

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Mehrfachverpackung Jakub Frelik Brangs + HeinrichJakub Frelik
ist Produktmanager für Versandverpackungen bei Brangs + Heinrich, einem Verpackungsgroßhändler und Anbieter von Verpackungslösungen.

Bildquelle: Brangs + Heinrich