Studie Nachhaltige Zustellung: Gerne, aber nur ohne Zusatzkosten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Verbraucher interessieren sich zwar für eine nachhaltige Zustellung – doch einen höheren Preis wollen dafür nur wenige Kunden bezahlen.

(Bild:  scharfsinn86 / Adobe Stock)
(Bild: scharfsinn86 / Adobe Stock)

Mit der Nachhaltigkeit ist es nicht immer so einfach: Es interessieren sich zwar viele für das Thema – doch wenn es an den Geldbeutel geht, dann schwindet das Interesse oft. Das unterstreicht auch die aktuelle Studie „Nachhaltigkeit bei der Zustellung 2024: Umweltbewusste Verbraucher unter Druck“, für die Descartes Systems Verbraucher aus Europa und Nordamerika zum Thema nachhaltige Zustellung befragte.

Nachhaltige Zustellung: Das Zusammenfassen mehrere Bestellungen zu einer einzigen Lieferung ist am beliebtesten.(Bild:  Descartes Systems)
Nachhaltige Zustellung: Das Zusammenfassen mehrere Bestellungen zu einer einzigen Lieferung ist am beliebtesten.
(Bild: Descartes Systems)

Fast alle Befragten (99 Prozent) gaben an, dass sie gerne mehr für dafür tun würden, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Bereits jetzt treffen 38 Prozent der befragten Verbraucher ihre Kaufentscheidungen basierend auf den potenziellen Umweltauswirkungen des Produkts oder Herstellers.

Nachhaltige Lieferung: Darüber entscheidet häufig die wirtschaftliche Lage

Mehr als die Hälfte der Verbraucher, die an nachhaltigen Liefermöglichkeiten interessiert sind, bevorzugt es, wenn Lieferdienste mehrere ihrer Bestellungen bündeln und zu einem späteren Zeitpunkt zustellen – entweder am Ende der Woche (57 Prozent) oder bis in ihrer näheren Umgebung mehrere Lieferungen anstehen (53 Prozent). Ebenso beliebt ist die Nutzung eines vollständig CO2-neutralen Lieferdienstes (56 Prozent). Statt sich die Produkte nach Hause liefern zu lassen, ziehen 51 Prozent der Befragten es vor, ihre Bestellung in Geschäften abzuholen, während 47 Prozent eine zentrale Abgabestelle nutzen.

Die Verbraucher stehen vor einem Dilemma: Sie möchten sich stärker für den Umweltschutz einsetzen, doch die aktuelle wirtschaftliche Lage verringert ihre Möglichkeit und Bereitschaft, nachhaltigere Optionen zu wählen.

Johannes Panzer, Descartes Systems Group

Auch den Einzelhändlern schreiben die Befragten einen Einfluss bei der Wahl der Liefermethode zu – entweder, indem die Verkäufer die Umweltbelastung aller zur Auswahl stehenden Lieferoptionen bewerten und die Entscheidung so erleichtern (46 Prozent), oder indem sie die umweltfreundlichste Option empfehlen (53 Prozent). 45 Prozent nehmen längere Lieferzeiten in Kauf, um die Zustellung umweltfreundlicher zu halten.

Doch nur knapp ein Viertel der Befragten ist jedoch bereit, auch einen höheren Preis für das Produkt oder für eine nachhaltigere Lieferung zu zahlen (26 Prozent). Dabei sind 89 Prozent der Ansicht, dass ihre Bereitschaft, für nachhaltige Zustellungen mehr zu bezahlen, durch die aktuelle wirtschaftliche Lage beeinflusst wird. Zudem gaben 34 Prozent an, dass der wirtschaftliche Druck diese Bereitschaft bereits erheblich bis drastisch gemindert hat.

 „Die Verbraucher stehen vor einem Dilemma: Sie möchten sich stärker für den Umweltschutz einsetzen, doch die aktuelle wirtschaftliche Lage verringert ihre Möglichkeit und Bereitschaft, nachhaltigere Optionen zu wählen“, fasst Johannes Panzer zusammen, Head of Industry Solutions E-Commerce bei der Descartes Systems Group.

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