Studie zu TMS Transportmanagement: Wachstum und KI treiben Investitionen voran

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Laut der neunten Benchmark-Studie von Descartes Systems Group werten 81 Prozent der Verlader und Logistikdienstleister das Transportmanagement als Wettbewerbsvorteil. Damit erreicht die strategische Relevanz ein Rekordniveau.

Laut der Benchmark-Umfrage von Descartes wollen Unternehmen Automatisierung und KI stärker in ihre Transportmanagement-Prozesse integrieren. (Bild:  Descartes Systems)
Laut der Benchmark-Umfrage von Descartes wollen Unternehmen Automatisierung und KI stärker in ihre Transportmanagement-Prozesse integrieren.
(Bild: Descartes Systems)

Die Descartes Systems Group, Software-as-a-Service-Anbieter für Logistikunternehmen, hat die Ergebnisse der neunten jährlich durchgeführten Benchmark-Umfrage zum Transportmanagement veröffentlicht. Die Studie zeigt, dass 81 Prozent der über 600 befragten Verlader und Logistikdienstleister Transportmanagement als Differenzierungsmerkmal oder strategischen Wettbewerbsvorteil betrachten. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Studie und zeigt, wie stark Transportmanagement inzwischen zur Unternehmensentwicklung und zur Zufriedenheit der Kunden beiträgt. Gleichzeitig sinkt der Anteil derjenigen, die Transport lediglich als Basisdienstleistung oder als unwichtig einstufen, auf 19 Prozent und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung.

Transportmanagement als strategischer Treiber für Geschäftswachstum

Mike Hane ist Direktor für Produktmarketing im Bereich Transportmanagement bei Descartes.(Bild:  Descartes Systems)
Mike Hane ist Direktor für Produktmarketing im Bereich Transportmanagement bei Descartes.
(Bild: Descartes Systems)

Mike Hane, Direktor für Produktmarketing im Bereich Transportmanagement bei der Descartes Systems Group, kommentiert die Umfrageergebnisse: „Die diesjährige Befragung zeigt deutlich, dass der Transport in den Unternehmen nicht mehr nur als Kostenfaktor gesehen wird, sondern immer stärker als strategischer Treiber für Kundennutzen und Geschäftswachstum. Dieser Wandel wird laut den Studienergebnissen durch verstärkte Investitionen in Transportmanagementsysteme (TMS) unterstützt: Die Unternehmen streben an, Automatisierung und KI noch stärker in ihre Transportmanagement-Prozesse zu integrieren, um die Leistung und Wertschöpfung zu steigern.“

Obwohl die befragten Spediteure und Logistikdienstleister TMS zunehmend als essenzielle Lösung in modernen Technologielandschaften anerkennen, bestehen nach wie vor erhebliche Lücken bei Automatisierung und digitaler Reife. Nur 17 Prozent der Befragten haben ihre Abläufe vollständig automatisiert, während über ein Drittel stark oder überwiegend auf manuelle Prozesse angewiesen ist. Diese digitale Kluft ist besonders ausgeprägt zwischen Unternehmen mit branchenweit führender Finanzleistung (51 Prozent vollständig automatisiert) und solchen mit unterdurchschnittlicher Finanzleistung (fünf Prozent vollständig automatisiert). Letztere liegen in den Bereichen Automatisierung, KI-Nutzung und Wachstumserwartungen deutlich zurück.

Einsatz von KI im Transportmanagement

Beim Einsatz generativer KI zeigt sich ein sehr hohes Aktivitätsniveau: 96 Prozent aller Befragten nutzen diese in ihren Betriebsabläufen. Die drei häufigsten Anwendungsfälle sind Dateneingabe (41 Prozent), Routen- bzw. Ladungsoptimierung (39 Prozent) und KI-gestützte Frachtprognosen sowie die automatisierte Ladungszuordnung beziehungsweise Kapazitätsplanung (jeweils 35 Prozent). Nur vier Prozent der Unternehmen, die generative KI nicht nutzen, ordnen Transportmanagement eher als Pflichtfunktion ein und erwarten in den kommenden zwei Jahren mit höherer Wahrscheinlichkeit geringeres bis kein Wachstum.

Anstieg der TMS-Investitionen und Fokus auf Sicherheit

Weitere zentrale Ergebnisse der Studie umfassen steigende TMS-Investitionen, mehr Fokus auf Sicherheit sowie positive Wachstumsaussichten: 80 Prozent der Befragten planen höhere IT-Ausgaben für TMS mit Schwerpunkten auf Performance-Management, Transparenz und Flottensteuerung. Die Überwachung von Spediteuren und Frachtführern (Versicherung, Sicherheit, Betrugsprävention) zählt zu den wichtigsten TMS-Funktionen, wobei die Befragten aus Nordamerika diese Funktion um sieben Prozent höher gewichten als ihre europäischen Kollegen. Insgesamt erwarten 72 Prozent der Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent.

Für die Studie befragte Sapio Research im Auftrag von Descartes 616 Personen, die zu gleichen Teilen aus Logistikdienstleistern (Makler, Spediteure und 3PL-Anbieter) und Verladern (Herstellern, Händler und Einzelhändler) bestehen und einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen angehören. Ziel der Umfrage war es, die aktuelle Rolle des Transportmanagements einzuschätzen, die wirkungsvollsten Technologien und Wettbewerbsstrategien zu identifizieren und einen Ausblick auf zukünftige Investitionen in Transport-IT zu geben. Die Befragten kamen aus den USA, Kanada und Westeuropa.
Descartes Systems Group ist Anbieter von Software-as-a-Service-Lösungen, die die Produktivität, Sicherheit und Nachhaltigkeit von logistisch anspruchsvollen Unternehmen verbessern. Die modularen SaaS-Lösungen unterstützen Unternehmen dabei, Transportmittel effizient einzusetzen sowie deren Sicherheit, Leistung und Compliance zu verbessern.

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