Wie Unternehmen ihr ERP-System als Herzstück eines modernen Omnichannel-Konzeptes einsetzen können, erklärt Tobias Langmeyer, CEO der dc AG, im folgenden Beitrag.
(Quelle: NaMaKuKi - Adobe Stoc)
E-Commerce – eine Branche am Limit: Das Tempo, der Wettbewerb und die Komplexität bei Onlinehändlern haben in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Auch, und gerade, weil sich die Nachfrage nach der Pandemie wieder sensibilisiert hat, gilt es die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen und zu halten. Für ein optimales Omnichannel-Erlebnis müssen Inhalte und Service über alle Kanäle hinweg verfügbar sein und begeistern. Funktionen, UX und Prozesse der E-Commerce-Plattformen müssen ständig optimiert und weiterentwickelt werden.
Die meisten Marken fühlen sich jedoch nicht ausreichend auf die technischen Herausforderungen vorbereitet, so eine aktuelle Umfrage aus den USA. Weniger als die Hälfte der Händler dort glaubt noch, dass sie alle Aspekte ihrer digitalen Prozesse in den nächsten zwölf Monaten effektiv verwalten können. Denn um fit für die Zukunft zu sein, müssen sie ihre Omnichannel-Fähigkeiten verbessern – vor allem bei einer optimalen Verknüpfung der verschiedenen Plattformen und Systeme fühlen sich die Händler überfordert.
Effiziente Nutzung von Omnichannel-Funktionen
Den meisten Unternehmen fehlt schlichtweg die Zeit, sich eine ordentliche Systemlandschaft aufzubauen. Viele Onlinehändler waren während der Pandemie gezwungen, Kapazitäten und Prozesse für Logistik, Kundenservice, Content- und Kampagenen-Management kurzfristig und Volllast zu erweitern. Doch um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es nun diese neuen Prozesse und Softwarelösungen optimal zu vernetzen. Wie also können sich Unternehmen, vor allem Mittelständler, dieser Herausforderung stellen? Wie können Shop-Betreiber Omnichannel-Funktionen effizient nutzen?
Nur zwei Zahlen der Studie zeigen, warum Händler Probleme sehen: Die Arbeit wächst ihnen schlicht über den Kopf, zumindest befürchten sie dies. 81 Prozent der Befragten erwarten, dass ihre Produktretouren steigen werden, 65 Prozent der Händler gehen davon aus, dass die Anzahl der digitalen Bestellungen steigen wird. Der Kernergebnisse der Untersuchung – welcher auch in der Praxis oftmals zu beobachten sind – schreien geradezu nach neuen Ansätzen. Schließlich reden wir hier von einer der großen Boom-Branchen. Alle Marketingverantwortlichen und dazugehörige IT-Mitarbeiter brauchen daher frische Tools und Vorgehensweisen, die diese Realität unterstützen. Damit sind natürlich Investitionen verbunden – die sich aber lohnen. Denn als Ergebnis winken ordentliche Umsätze.
Das ERP-System als Herzstück eines E-Commerce-Modells
Für eine optimale Vorbereitung im E-Commerce gilt: ERP ist das Herz jeglicher Omnichannel-Tätigkeiten, alle Omnichannel-Funktionen sind davon abhängig. Mit einer Software für Enterprise Resource Planning lassen sich alle zentralen Bereiche und Prozesse eines Unternehmens führen und automatisieren. Für E-Commerce sind dabei besonders Finanzen, Einkauf, Verkauf und Logistik von großer Bedeutung. ERP-Systeme gibt es heute als Software as a Service, die in der Cloud betrieben werden und immer auf dem neuesten Stand bleiben, sich trotzdem an die individuellen Anforderungen eines Unternehmens anpassen lassen. Für mittelständische Unternehmen ist beispielsweise die ERP-Lösung Microsoft Dynamics 365 Business Central weit verbreitet. Genau solch eine SaaS-Lösung sollten sich Unternehmen suchen, und als Single Source of Truth für Artikeldaten, Kundendaten und Bestelldaten positionieren
Dann gilt es, eine ebenso SaaS-fähige E-Commerce-Plattform anzubinden. So lassen sich verschiedene Kanäle wie B2C-Webshop, B2B-Portale, Markplätze, Datenfeeds, Social Channels und Filialen integrieren. Lösungen wie dynamic commerce und Shopify bieten hierbei bereits eine direkte Integration in die Prozesse des ERP-Systems. Diese müssen daher nicht erst durch Schnittstellen angebunden werden. Ein solches Setup verbindet die E-Commerce- und Business-Prozesse auf optimale Weise und bietet dem Händler die Möglichkeit, Artikeldaten und Marketingkampagnen auf Kanälen mit geringem Zeitaufwand auszuspielen. Auch Preis und Verfügbarkeiten werden so immer zentral auf dem ERP-System bereitgestellt.
Omnichannel ist „State of the Art“
Diese Annahme führt aber dazu, dass sich Händler oft mit fünf oder sechs Systemen verzetteln, die zudem nicht miteinander funktionieren. Wer also zukunftsfähig sein will, muss auf ERP als Herzstück des Geschäfts setzen und die Omni-Channel-Kanäle optimal integrieren. Wer hier auf passende und modulare SaaS-Lösungen setzt, hat zudem eine zukunftsfähige und immer aktuelle Systemlandschaft und kann sich im Tagesgeschäft verstärkt auf kundenorientierte Kampagnen konzentrieren.
(Tobias Langmeyer ist CEO der dc AG. (Bild: dc AG))
Über den Autor: Tobias Langmeyer ist Vorstandsvorsitzender und Co-Gründer der Digitalagentur dc AG. Seit mehr als 13 Jahren ist er im Unternehmen bereits tätig, seit Juli 2021 wirkt er zudem als Aufsichtsratsmitglied bei Jako mit. Die dc AG aus Kulmbach entwickelt die E-Commerce-Plattform dynamic commerce und das Content-Management-System dynamic content.
Stand: 16.12.2025
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