So können Händler die Inflation sowie höhere Betriebskosten auffangen und sich finanziell absichern.
(Quelle: Rawpixel.com - Adobe Stock)
Der Zahlungsverkehr ist eine der wichtigsten Säulen im E-Commerce - das gilt für Händler weltweit. In Deutschland haben die Unternehmen mittlerweile erkannt, dass Online-Shopper eine breite Auswahl an verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten wollen. So hat sich der Online-Payment-Mix in Deutschland zu einem der vielfältigsten in Europa entwickelt.
Online-Payment: Individuell für jeden Online-Shop
Darüber hinaus haben die Händler generell mit immer mehr Schwierigkeiten zu kämpfen. Probleme in den Lieferketten und die steigende Inflation, die nicht nur die Preise, sondern auch die Kreditkartengebühren, die prozentual berechnet werden, in die Höhe treiben, sind nur zwei Beispiele. Daher sollten Herausforderungen beim Zahlungsvorgang, wie z. B. Zahlungsabbrüche, die zur Ablehnung einer Transaktion führen, ein Ausfall des Zahlungsterminals oder Betrugsformen wie der "Friendly Fraud", bei dem Kunden angeben, die Ware nie erhalten zu haben, auf ein Minimum reduziert werden. Einzelhändler sollten auch genau auf die Quote der erfolgreichen Transaktionen achten. Außerdem stehen uns Ereignisse wie der Prime Day, Black Friday oder das allgemeine Weihnachtsgeschäft, bei denen E-Commerce-Anbieter maximal ausgelastet sind, bevor. Ein Grund mehr, die Zahlungsprozesse so effizient und reibungslos wie möglich zu gestalten.
Bei der Auswahl der Zahlungsoptionen, die ein Händler in seinen Online-Shop integriert, gibt es jedoch keine pauschale Lösung. Eine individuelle Strategie für das Online-Payment sollte von jedem Händler entwickelt werden.
Mehr Profitabilität mit der richtigen Zahlungsstrategie
In Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen in Deutschland haben die Zahlungsexperten von CMSPI Händlern dabei geholfen, ihren Umsatz im siebenstelligen Bereich zu steigern - und das in einer Zeit, in der das Gespenst der Inflation über dem von Erfolg und Wachstum geprägten Land schwebt. Erreicht wurde diese Steigerung durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorgehensweisen:
Korrektur von falsch berechneten Tarifen in Rechnungen
Optimierung einer bestehenden Rechnungslösung
Detaillierte Analyse von Transaktionsdaten und eingehender Vergleich mit Wettbewerbern, die ein ähnliches Zahlungsprofil aufweisen.
Optimierung der Girocard-Transaktionen
Optimierung von APM
Durchführung von Ausschreibungsprozessen
In vielen Fällen sind Händler der Meinung, dass der Schlüssel für Einsparungen bei ihren Payment-Lösungen im Wechsel des bisherigen Anbieters liegt. Das ist aber keineswegs der Fall. Viel wichtiger ist es, Evaluationsprozesse durchzuführen, bei denen Transaktionsraten, Betrugsversuche und generell die Daten, die bei jedem Verkauf im Geschäft anfallen, genauer untersucht werden. Nur dann kann die Strategie für das Online-Payment so effektiv und erfolgreich wie möglich optimiert werden.
Doch welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es und welche Zahlungsarten werden in Zukunft im E-Commerce am erfolgreichsten und effizientesten sein?
Online-Payment: Wallets, BNPL, Apple Pay und Co
Digitale Wallets sind eine der am stärksten wachsenden Zahlungsoptionen im E-Commerce der Zukunft. Aber das ist noch nicht alles. Große Händler planen laut dem EHI Retail Institute innerhalb der nächsten 12 Monate ebenfalls die Einführung von Apple Pay, Google Pay sowie Amazon Pay. Damit konkurrieren die Wallets mit einer Vielzahl von kartenlosen Zahlungsmethoden, darunter auch die Zahlung auf Rechnung, die wiederum von neueren Innovationen wie Buy Now Pay Later Optionen kannibalisiert werden. Welche Zahlungsmethode sich letztendlich durchsetzen wird, ist nicht leicht vorherzusagen. Das Ergebnis hängt von einer Kombination aus Kunden- und Händlerakzeptanz ab. Daher ist es ratsam, dass Händler strategisch entscheiden, welche Zahlungsmethode am besten zu ihrem Kundenstamm, ihrem Risikoprofil und ihrer langfristigen Wettbewerbsstrategie passt.
Es gibt jedoch Hinweise auf ein Wettrennen zwischen PayPal und Apple Pay, wenn es um Wallet-Lösungen geht. Zwar dominiert Paypal aktuell den Markt, doch auch Apple Pay wächst weiter. Vor allem Top-Einzelhändler erkennen die Vorteile digitaler Wallets. Starke Kundenauthentifizierung (SCA) - ein Verfahren zur Reduzierung von Betrug und zur Erhöhung der Sicherheit von Zahlungen - ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt für Einzelhändler bei der Implementierung digitaler Wallets, da die SCA-Anforderungen häufig bereits von Wallet-Lösungen erfüllt werden. Sie bieten zudem gleichzeitig eine verbesserte Customer Experience. Die Möglichkeit, über Apple Pay online auf die Girocard zuzugreifen, ist ebenfalls einer der Vorteile digitaler Wallets. Im Bankensektor wird jedoch befürchtet, dass die Popularität von Wallets mit dem Erfolg der erneuerten digitalen Girocard in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 kollidieren könnte. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Wallets oft noch durch physische Karten unterstützt werden. Es stellt sich also die Frage nach dem Wettbewerbsdruck.
Stand: 16.12.2025
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Ein analytischer Blick auf die Zahlungsoptionen im Online-Payment ist zwar eine wirksame Methode, um die erfolgreichen Kaufvorgänge und damit den Umsatz zu steigern, doch stellt sich auch die Frage, wie sich Händler in diesen turbulenten Zeiten und im Hinblick auf den ständig wachsenden Wettbewerb innerhalb der E-Commerce-Landschaft finanziell absichern können.
Optimieren Sie Front-End und Back-End
Es ist wichtig, das Front-End und das Back-End eines Online-Shops sorgfältig zu überprüfen. Beim Front-End ist es von großer Bedeutung, den Zahlungsvorgang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Nach Schätzungen von CMSPI kommen weniger als fünf Prozent der Verbraucher, die eine Website besuchen, zu einem Abschluss und kaufen tatsächlich ein Produkt. Daher ist es überaus sinnvoll, die Check-out-Seite des Shops zu verbessern. Dazu gehören Elemente wie CVV-Felder und AVS-Autofill. Doch damit nicht genug. Um mehr Conversions zu generieren, sollten Händler auch die Customer Journey betrachten und sie gegebenenfalls optimieren. Die Arbeit an der Kundenbeziehung und Kundenbindung ist ein immens wichtiger Punkt für Händler, der nicht vernachlässigt werden sollte.
Das Backend ist der Bereich, in dem aus einer Conversion ein Verkauf wird. CMSPI schätzt, dass Einzelhändler durch fehlerhaft abgelehnte Zahlungstransaktionen rund 25 Milliarden Euro pro Jahr an Einnahmen verlieren. In diesen Zahlen ist die Problematik der Kundenbindung infolge einer Ablehnung noch nicht enthalten. Für Händler ist es nicht einfach, die Gründe für eine fehlgeschlagene Transaktion zu ermitteln, denn dazu muss der gesamte Zahlungsfluss Schritt für Schritt analysiert werden, einschließlich der - manchmal überhöhten - Gebühren, die Händler an Zahlungsanbieter zahlen.
Setzen Einzelhändler dies jedoch um, sind sie auf einem guten Weg, sich finanziell zu schützen. Und gleichzeitig achten sie auch darauf, dass sie treue Kunden nicht vergraulen.
(Bild: CMSPI)
Der Autor Maximilian Fuchs ist bei CMSPI, der weltweit führenden, unabhängigen Payment-Beratung, als Business Development Consultant für die DACH-Region zuständig. Hier unterstützt er Händler mit Insights und Expertise dabei, den Wert ihrer Zahlungskette zu steigern und Risiken zu minimieren.