Fünf Strategien

Retourenbetrug: Achtung, Artikel nicht erhalten

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Fünf Strategien zur Bekämpfung von Retourenbetrug

1. Echtzeit-Bestandsmanagement

Retourenbetrug hat direkte Auswirkungen auf die Genauigkeit des Bestandsmanagements. Wenn Artikel in schlechtem Zustand oder gar nicht zurückgegeben werden, führt dies zu Bestandsabweichungen. Diese können entweder zu Fehlbeständen oder zu überhöhten Beständen führen, was beide mit hohen Kosten verbunden ist.

Ein Echtzeit-Bestandsmanagement ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der Rücksendungen. Händler können dadurch sicherstellen, dass nur verkaufsfähige Artikel wieder in den Bestand aufgenommen werden. Durch die präzise Verfolgung der Rücksendungen  und eine transparente Dokumentation des gesamten Rücklogistikprozesses können betrügerische Rücksendungen frühzeitig erkannt und verhindert werden. Die Implementierung eines solchen Systems ermöglicht es den Händlern, Rücksendungen effizient zu verarbeiten und zugleich die finanziellen Verluste durch Retourenbetrug erheblich zu reduzieren.

2. Rückgabegebühren einführen

Eine zunehmend beliebte Maßnahme zur Bekämpfung von Retourenbetrug sind Rückgabegebühren. Insbesondere im Mode-E-Commerce, wo Rücksendungen in hohem Maße vorkommen, haben immer mehr Einzelhändler damit begonnen, Gebühren für Rücksendungen zu erheben. Laut aktuellen Studien haben weniger als  20 Prozent der Online-Händler noch eine Rückgabepolitik ohne Gebühr. Dieser Trend nimmt weiter zu.

Rückgabegebühren wirken als Abschreckung für Kunden, die Retouren missbrauchen, und helfen, die Rücksendungsquote zu senken. Ein gezieltes Konzept könnte darin bestehen, verschiedene Kundengruppen zu differenzieren: Langjährige und treue Kunden, die eine niedrige Rücksendequote haben, könnten von kostenlosen Rücksendungen profitieren, während Neukunden oder Kunden mit höherer Rücksendungsfrequenz eine Gebühr zahlen müssten. 

3. Rücknahmelogistik stärken

Die Rücknahme von Waren direkt im Geschäft kann ebenfalls dazu beitragen, Retourenbetrug zu vermeiden. Im stationären Handel können Mitarbeiter die Artikel sofort prüfen und wieder in den Bestand aufnehmen. Viele Kunden, die einen Artikel im Laden zurückgeben, tauschen diesen gegen ein anderes Produkt aus, was den Rücknahmeprozess für betrügerische Rücksendungen deutlich erschwert. Darüber hinaus entsteht eine höhere Hürde für betrügerische Kunden, die Artikel im Geschäft zurückgeben wollen. Die direkte Kontrolle und Prüfung durch das Verkaufspersonal erschwert es, nicht ordnungsgemäß zurückgesendete Produkte wieder in den Bestand aufzunehmen. Im Vergleich dazu ist es deutlich einfacher, Artikel per Post zurückzusenden, ohne dass der Händler die Möglichkeit hat, den Zustand der Ware sofort zu überprüfen.

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