Vom Start-up zum Unternehmen Wachstumsstrategien: Booster für Start-ups

Von Konstantin Pfliegl 5 min Lesedauer

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Vom kleinen Start-up zum Marktführer – mit der richtigen Wachstumsstrategie pusht man sein Unternehmen von einer Stufe auf die nächste. Doch es gibt keine Blaupause für Start-ups.

(Bild:  Nalinthip / Adobe Stock)
(Bild: Nalinthip / Adobe Stock)

Eines haben wohl alle Start-ups gemeinsam: Der Wunsch nach Wachstum. Er ist ein fester Bestandteil der DNA, die Unternehmer aus der Start-up-Szene mitbringen sollten. Ein schnelles Wachstum gehört dazu und unterscheidet Start-ups von klassischen Klein- oder Einzelunternehmen.

„Gegenüber etablierten Unternehmen haben Start-ups viele Nachteile, aber vor allem den großen Vorteil, dass sie innovativ und agil sind“, erklärt Christofer Bingener, Referent Start-ups beim Digitalverband Bitkom. Um diesen Vorteil auch ausspielen zu können, müssten sie ihren Zielmarkt schnell erobern und den sogenannten First Mover Advantage sichern, also den Vorteil des frühen Markteintritts. Dafür benötigen Start-ups ausreichend Kapital – und um das zu erhalten, sei schnelles Wachstum für Start-ups wichtig, um ihre Marke sowie die Verhandlungsposition in Gesprächen mit potenziellen Investoren zu stärken. „Denn Investoren möchten in der Regel lieber in ein schnell wachsendes Unternehmen investieren“, betont Christofer Bingener.

Um schnell Marktanteile zu sichern, sollte man sich nicht zu viel Zeit lassen.

Christoph J. Stresing, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutsche Start-ups

Auch für Christoph J. Stresing, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutsche Start-ups, sei ein schnelles Wachstum für Start-ups unerlässlich und dabei die Geschwindigkeit entscheidend. „Um schnell Marktanteile zu sichern, sollte man sich nicht zu viel Zeit lassen. Hinzu kommt, dass die Eigenkapitalfinanzierung durch Business Angels oder Venture-Capital-Geber dazu führt, dass Start-ups exit-orientiert agieren.“ Das führe grundsätzlich zu weiterer Beschleunigung. Natürlich sei laut Stresing grundsätzlich auch ein langsameres Wachstum denkbar, doch „das beschreibt dann aber eher Phänomene, wie wir sie von dem etablierten Mittelstand kennen.“

Start-ups: Die passende Strategie zählt

Wachstum bedeutet immer auch einen Umbruch und die Skalierungsphasen sind komplex – „sie unterscheiden sich stark, je nach Ausgangslage“, so Christofer Bingener. Dabei stellen sich Fragen wie: In welchem Markt bin ich tätig? Wie groß ist mein Start-up bereits? Welche Erwartungen haben meine Kunden? Eine entsprechende Wachstumsstrategie gibt Jungunternehmern einen langfristigen Plan an die Hand, wie sie größer und erfolgreicher werden können.

Ein Patentrezept gibt es hier nach der Erfahrung von Christofer Bingener nicht. Der Übergang von flexiblen zu strukturierten Prozessen und das Change-Management während dieser Umwälzungen sei aber mit Sicherheit anspruchsvoll für Gründer und stelle sie noch einmal vor völlig neue Herausforderungen, verglichen mit der ersten Gründungsphase.

Hier sind Start-ups im Vorteil, die auf digitale Geschäftsmodelle und Software setzen – sie versprechen eine hohe Skalierbarkeit. Man schreibt einen Code einmal und, vereinfacht gesagt, ist es danach fast egal, ob man dann das Tool für zwei oder 5000 Menschen bereitstellt. Deswegen, so Bingener, sei im digitalen Bereich auch die globale Distribution relativ unkompliziert möglich. Zudem könnten viele Prozesse automatisiert stattfinden und durch Updates könne man das Produkt verbessern oder reparieren ohne physische Retouren-Prozesse durchlaufen zu müssen. „Daher sind Software- im Gegensatz zu Hardware-Lösungen für viele Investoren auch besonders spannend“, resümiert Christofer Bingener vom Bitkom.

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