Inflation und steigende Preise beunruhigen viele deutsche Händler mit Blick auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft. Eine Studie von Sitecore zeigt, dass die Deutschen weiterhin Weihnachtseinkäufe tätigen – allerdings mit Einschränkungen. Wie stationäre Einzelhändler darauf reagieren sollten.
(Quelle: Smileus - Adobe Stock)
Eine neue Studie von Sitecore zeigt: Um sich das Weihnachtsfest 2022 leisten zu können, ist jeder vierte Deutsche bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen.
Das Auslaufen des 9-Euro-Tickets hat für knapp ein Drittel das Weihnachtsbudget negativ beeinflusst.
Einzelhändler müssen sich im diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf preis- und erlebnisfokussierte Kunden einstellen.
Die Ergebnisse des neuen „Holiday Shopping Trend Report 2022“ im Auftrag von Sitecore zeigen den Einfluss der aktuellen finanziellen Herausforderungen auf die deutschen Verbraucher. Die Festtage 2022 stehen für viele im Schatten der steigenden Preise. Für 32 Prozent der deutschen Verbraucher hat das Ende des 9-Euro-Tickets einen negativen Einfluss auf das Budget für geplante Weihnachtseinkäufe. Daher werden für Händler besonders das richtige Pricing, Marketing und Bereitstellung von Online- sowie Offline-Erlebnissen entscheidend, um in diesem Jahr Gewinne zu erzielen.
Doch gerade vor dem Hintergrund der Inflation scheint die Freude auf die gemeinsame Zeit mit den Liebsten zu den Feiertagen umso größer: Für 61 Prozent der Deutschen stellen die Festtage den Höhepunkt des Jahres dar. 2021 stimmten dem nur 49 Prozent der Befragten zu. Überraschend ist das Ergebnis, dass nur sieben Prozent der Befragten fürchten, sich die Feiertage nicht leisten zu können. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Geldsorgen gibt: Viele haben vor, ihre regelmäßigen Ausgaben vor dem Fest einzuschränken.
Jeder vierte Verbraucher schränkt Weihnachtseinkäufe ein
Jeder vierte Deutsche plant Einschränkungen, um für die Feiertage zu sparen:
24 Prozent schränken ihre persönlichen Ausgaben ein, z. B. beim Essengehen oder beim Ausgehen mit Freunden
21 Prozent nutzen Punkte oder Prämien, die sie im Laufe des Jahres bei Bonusprogrammen von Marken gesammelt haben
17 Prozent verzichten auf Reisen oder Urlaub
16 Prozent verkaufen einige ihrer persönlichen Habseligkeiten auf Online-Marktplätzen
Vor allem jüngere Generationen planen kürzerzutreten, um für die Feiertage zu sparen: 28 Prozent der Millennials und nur 17 Prozent der Baby-Boomer gaben an, weniger ausgehen zu wollen. 30 Prozent der Gen Z haben vor, persönliche Gegenstände auf Marktplätzen wie Ebay zu verkaufen, um sich die Feiertagssaison einfacher leisten zu können. Der Black Friday scheint wieder in der Gunst der Deutschen gestiegen zu sein – besonders durch die günstigen Angebote für den Geschenkekauf: Fast die Hälfte der Verbraucher (48 Prozent) plant dieses Jahr an Black Friday einzukaufen – das sind elf Prozentpunkte mehr als im Jahr 2021. 76 Prozent sind vor allem von den Angeboten und Preisen für den Geschenkekauf überzeugt.
Preis und Nützlichkeit sind entscheidend beim Kauf von Geschenken
Grundsätzlich geht der Trend zu praktischen und günstigeren Geschenken. 22 Prozent der befragten Deutschen planen weniger für Geschenke auszugeben. Außerdem wollen sie das Geld für ihre eigenen Geschenke gut investiert wissen. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass sie lieber Geschenke erhalten, die sie sich ausdrücklich gewünscht haben, als überrascht zu werden. Bei den Schenkenden steht vor allem die Funktionalität im Vordergrund. 58 Prozent haben vor, praktische Geschenke wie Küchenutensilien zu kaufen.
Must-Have der Weihnachtseinkäufe sind für die Deutschen nicht etwa Geschenke oder die Weihnachtsgans, sondern das gemeinsame Erleben der Feiertage: Die top Must-Haves der Befragten sind das Essen und Backen von Weihnachtsplätzchen (56 Prozent), sowie mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, statt Geschenke zu kaufen (53 Prozent). Geschenke für die Kinder dürfen trotzdem nicht fehlen: Platz 2 und 4 der Weihnachts-Must-Haves Belegen Geschenke für die eigenen Kinder (55 Prozent) und für Kinder von Verwandten und Freunden (44 Prozent). 38 Prozent der befragten Eltern gaben sogar an, sehr wahrscheinlich ausschließlich Geschenke für ihre Kinder kaufen zu wollen.
Weihnachtseinkäufe: Marken müssen sich auf sparsamere Verbraucher einstellen
Der Fokus der Verbraucher auf erschwingliche Produkte sowie nützliche Geschenke und Erlebnisse für Familie und Freunde muss Marken diese Saison bewusst sein. „Wir erleben weiterhin turbulente wirtschaftliche Zeiten. Die Ergebnisse unserer Studie sollten ein Weckruf für Marketers und Marken zugleich sein, die aktuell ihre Festtagskampagnen starten und optimieren“, erklärt Paige O'Neill, Chief Marketing Officer bei Sitecore.
Stand: 16.12.2025
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„Wenn Marken Kunden werben und ein erfolgreiches Quartal sicherstellen wollen, müssen sie unbedingt auf die Sorgen ihrer Zielgruppen in Sachen Kosten reagieren. Laut unserer Studie müssen Händler Maßnahmen ergreifen, um den Druck auf die Kunden zu verringern, damit dieses Weihnachten wirklich die schönste Zeit des Jahres sein kann. Unternehmen können unsere Daten sowie ihre eigenen Insights nutzen, um personalisierte Inhalte, Angebote und Erlebnisse zu schaffen, die die Verbraucher beeindrucken, ihr Vertrauen gewinnen und dafür sorgen, dass sie ihnen auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten treu bleiben“, so Paige O’Neill.
(Paige O’Neill ist Chief Marketing Officer bei Sitecore. (Bild: Sitecore))
Auf das aktuelle Klima mit Preissenkungen zu reagieren ist für viele Unternehmen nicht möglich. Doch es gibt Alternativen für Einzelhändler, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und ihren Absatz diese Feiertagssaison zu sichern. Ein solcher Ansatz wäre der Fokus auf Komfort: 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie verlängerte Öffnungszeiten begrüßen würden, um dem Gedränge zu entgehen, oder die Möglichkeit Artikel via WhatsApp oder Webseite hinterlegen zu lassen.
Zur Methodik der Studie
Sitecore beauftragte Advanis mit der Durchführung einer Umfrage unter Verbrauchern, die die Einstellungen und Prioritäten für die diesjährige Weihnachtssaison und Weihnachtseinkäufe widerspiegeln, insbesondere im Hinblick auf die steigenden Lebenshaltungskosten. Für die Studie wurden im August 2022 1.034 deutsche Verbraucher befragt. Der Bericht hat auch untersucht, was Marketer und Marken tun können, um Kunden zu unterstützen, damit sie die möglicherweise schwierigen Festtage genießen können.
Sitecore ist Anbieter von End-to-End-Software für digitale Erlebnisse. Die SaaS-fähige, kompatible Plattform vereint Daten, Inhalte, Handel und Erlebnisse und ermöglicht es Marken, unvergessliche Erfahrungen an jedem Touchpoint zu schaffen. Die Lösung ermöglicht es Marken, engere Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen und gleichzeitig Inhalte effizienter zu gestalten. (sg)