Persönliche Kommunikation statt Massenwerbung, Digital Cocooning statt Kaufhaus-Trubel. Diese Trends werden auch das Weihnachtsgeschäft 2020 im Corona-Krisenjahr dominieren. Wie Einzelhändler und Marken WhatsApp & Co. für erfolgreiche Weihnachtskampagnen nutzen können.
(Quelle: MessengerPeople)
In Folge von Lockdowns, Kontaktverboten und Ausgangsbeschränkungen sind Messenger-Apps zum beliebtesten Kommunikationsmedium der Deutschen avanciert. Das bedeutet für Weihnachtskampagnen im Corona-Jahr 2020 vor allem, die Kommunikationsbedürfnisse der Kunden erfüllen. „Schauen Sie sich die Stimmung der Nation an, bevor Sie Ihre Weihnachtskampagne umsetzen“, rät die internationale MarketingWeek für Kampagnen in diesem Jahr. Denn die Covid-19-Krise hat nicht nur den seit Jahren wachsenden Onlinehandel beflügelt, sondern auch das Verhalten der Konsumenten grundlegend verändert.
Weihnachtskampagnen: Direkter Kontakt zum Kunden ist entscheidend
Digital Cocooning – der Rückzug aus der Massenbeschallung in das vertraute, „abgeschottete“ Umfeld sowie der persönliche, direkte Austausch mit Familie, Freunde oder Bekannten – entspricht dem Zeitgeist der durch die Krise verunsicherten Konsumenten: Als Folge der Corona-Pandemie sind Messenger-Apps wie WhatsApp, iMessage oder Telegram bei 80 Prozent der Deutschen zum Kommunikationskanal Nummer Eins avanciert – über alle Altersgruppen hinweg.
„Die Anforderungen an erfolgreiche Weihnachtskampagnen sind im Krisenjahr 2020 nochmals deutlich gestiegen“, erklärt Matthias Mehner, Chief Marketing Officer (CMO) bei MessengerPeople, einem international tätigen Messenger-Service-Dienstleister. „Der Handel braucht das Geschäft und die Standardwege die Kunden zum Kauf zu bewegen, funktionieren in diesem Jahr nicht. Es gilt, einerseits die Bedürfnisse des Kunden zu ermitteln und ihn andererseits in seiner Zurückgezogenheit zu erreichen. Messenger-Apps bieten dabei eine digitale Plattform, um mit Kunden in einem intimen, direkten Dialog zu treten.“
Lego und die Warenhauskette Makro haben es bereits vorgemacht
(Für die Weihnachtskampagne 2017 setzte Lego den Geschenke-Bot Ralph ein. (Bild: MessengerPeople))
Eines der ersten Unternehmen, das gezielt auf Messenger-Apps für Weihnachtskampagnen setzte, war Lego. Für das Weihnachtsgeschäft 2017 setzte Lego mit „Ralph – dem LEGO Geschenke-Bot“ einen Facebook-Messenger-Chatbot ein, um bei der Geschenkewahl zu beraten. „Diese Veränderung des Einkaufserlebnisses ist ausgezeichnet“, urteilte das Fachmagazin Chatbots Life die Lego-Kampagne. Im Rahmen der Messenger-Kampagne erzielte der Spielwaren-Hersteller einen 3,4-fach höheren Return-on Advertising-Spend für Click-to-Messenger-Anzeigen im Vergleich zu Anzeigen, die mit der Lego-Website verlinkt waren. Dabei war der durchschnittliche Einkaufswert, der durch eine Click-to-Messenger-Ad erzielt wurde, um knapp das Doppelte (1,9-fach) höher als bei „normalen“ Käufen.
Auch die internationale Warenhauskette Makro setzte für das Weihnachtsgeschäft 2019 auf einen Chatbot, um ihre Umsätze zu steigern und Neukunden zu binden: Via WhatsApp konnten Kunden ihren Wunschzettel direkt an Makros „Santa Claus“ schicken – und dabei auf unterhaltsame Art wertvolle Preise gewinnen.
Fünf kreative Ideen für erfolgreiche Weihnachtskampagnen
„Im Gegensatz zu klassischen, Awareness-getriebenen Weihnachtskampagnen, die auf möglichst viel Reichweite zielen, ermöglichen Messenger-Kampagnen eine personalisierte und dadurch sehr nachhaltige Interaktion mit der Zielgruppe. Mittlerweile gibt es intuitive Softwarelösungen und Chatbot-Builder, mit denen sich Messenger-Kampagnen ohne großen Zeitaufwand einfach und relativ kostengünstig realisieren lassen“, berichtet Matthias Mehner aus der Erfahrung mit über 2.000 internationalen Messenger- und Chatbot-Kampagnen.
Folgende fünf Ansätze für Weihnachtskampagnen haben sich als besonders erfolgreich im Weihnachtsgeschäft erwiesen:
Wunschzettel via WhatsApp: Ein Unternehmen kommuniziert seine WhatsApp Business Nummer und ruft Kunden dazu auf, ihre Wünsche an die “WhatsApp Nummer vom Weihnachtsmann” zu schicken. Als Anreiz zur Interaktion dienen Preise oder Rabatte (automatisierter Versand via Chatbot). Erfolgseinschätzung: „Wunschzettel-Aktionen via Messenger bieten eine Möglichkeit, Neukunden zu gewinnen, wertvolle Kundendaten (Produktpräferenzen etc.) zu sammeln und steigern in Kombination mit Rabatten die Kaufwahrscheinlichkeit.“
Weihnachtslotterie: Bestandskunden schicken ein Bild ihres letzten Einkaufs (Kassenzettel oder „Produkt im Einsatz“-Foto) an das jeweilige Unternehmen. Alle Einsendungen nehmen automatisch an einer Weihnachtslotterie teil. Erfolgseinschätzung: „Messenger-Aktionen mit Bestandskunden erhöhen die Kundenbindung und schaffen User Generated Content für andere Marketingkanäle. Zugleich erleichtern sie Up- und Cross-Selling sowie ein gezieltes Remarketing.“
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Messenger-Adventskalender: Einfache Variante: Interessenten senden ein zuvor festgelegtes Keyword (zum Beispiel „Tür1“) an die WhatsApp-Nummer des Unternehmens. Ein Chatbot erkennt das Keyword und versendet automatisch den Inhalt des Adventskalender-Türchens (exklusive Xmas-Deals, Content wie Videos, GIFs oder Sprachnachrichten, Gewinnspiele etc.). Fortgeschrittene Variante: Interessenten erhalten per WhatsApp-Nachricht lediglich das Bild eines verpackten Produktes. Kunden raten, worum es sich dabei handeln könnte. Nur „richtige“ Antworten erhalten Zugriff auf den Inhalt des Türchens. Erfolgseinschätzung: „Adventskalender-Aktionen triggern Kunden nach wie vor, aber sie müssen kreativer werden, um erfolgreich zu sein. Per WhatsApp & Co. ist noch recht neu und trägt nochmal extra zur Markenbindung bei: weil die Aktion über mehrere Tage geht und im persönlichen 1:1-Chat stattfindet. Gamification-Elemente wie Rätsel, kleine Aufgaben oder Quizes steigern das Engagement der Kunden.“
Geschenke-Randomizer: Kunden senden einfach ein #Hallo (oder anderes Keyword) an den Messenger-Kanal des Unternehmens und bekommen per Zufallsfunktion einen „Geschenkevorschlag“ aus dem Produktportfolio eines Unternehmens geschickt. Gefällt das Geschenk, kann der Kunde das Produkt (etwa per WhatsApp-Button) direkt im Shop kaufen. Bei Nichtgefallen werden auf Kundenwunsch weitere Vorschläge angezeigt. Erfolgseinschätzung: „Der Vorteil liegt in der direkten Verzahnung mit direktem Verkauf. Der Geschenke-Randomizer bietet personalisierte Beratung ohne viel Aufwand, womit der Warenkorbwert durch gezieltes Cross-Selling gesteigert wird.“
Geschenke-Beratung per Chatbot: Der Geschenke-Bot startet auf Anfrage und erfragt automatisiert ca. fünf bis acht zentrale Merkmale des Kunden (Alter, Geschlecht, Präferenzen, Preisrahmen u.a.). Auf dieser Basis schlägt er dem Kunden das passende Produkt vor. Erfolgseinschätzung: „Etwas aufwändiger in der Umsetzung– dafür aber einer der erfolgversprechendsten Ansätze für Messenger-Weihnachtskampagnen. Die Personalisierung und Individualisierung der Produktempfehlungen ermöglicht deutliche Umsatzsteigerungen und kann zur Senkung von Reklamationen und/ oder Retouren beitragen.“
Weihnachtskampagnen via Messenger ermöglichen direkte Interaktion
„Weihnachtskampagnen via Messenger haben alle eines gemeinsam: Sie sind vor allem Conversation-getrieben und fokussieren sich auf die direkte Interaktion mit der Zielgruppe“, fasst MessengerPeople-CMO Matthias Mehner zusammen. „Für das Weihnachtsgeschäft im Krisenjahr 2020 gilt es für Unternehmen verstärkt, seine Kunden dort zu erreichen, wo sich sie ohnehin und gerne aufhalten. Und das ist heute: in Messenger-Apps.“
MessengerPeople ist Software-as-a-Service-Anbieter für Kommunikation über Messenger-Apps. Die innovative Messenger Communication Platform ermöglicht Unternehmen professionelle Kundenkommunikation über WhatsApp – mit Anbindung an die WhatsApp Business API, Apple Business Chat, Facebook Messenger, Telegram, Viber und Notify. MessengerPeople arbeitet mit den größten Messenger-Anbietern offiziell zusammen. (sg)