Recht So gestaltet man DSGVO-konforme Loyalty-Programme für personalisierte Angebote

Ein Gastbeitrag von Melanie Ludolph 2 min Lesedauer

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Stellen Sie sich vor, beim Besuch eines Cafés erscheint auf dem Smartphone: „Gratis Croissant beim dritten Kaffee.“ Solche Loyalty-Programme basieren auf Kundenprofile und Algorithmen – und stellen den Datenschutz auf die Probe. 

(Bild:  © Siberian Art/stock.adobe.com)
(Bild: © Siberian Art/stock.adobe.com)

Längst haben Stempel- und Kundenkarten das Nachsehen: Online-Programme und Apps bestimmen das Bild der Loyalty-Programme. Push-Nachrichten mit individualisierten Angeboten, Gamification-Elemente und Bonus-Level motivieren zur wiederkehrenden Nutzung und mehr Konsum.

Standortbasierte Coupons wecken kurzfristige Impulse, Treuepunkte können in Echtzeit eingelöst werden. Dank Echtzeitanalysen und API-Schnittstellen zu E-Commerce- und Social-Media-Plattformen lassen sich Kampagnen flexibel steuern und nahtlos in den Alltag integrieren. KI-basierte Empfehlungssysteme heben die Personalisierung auf ein neues Level – zu einem gläsernen Kunde mag man sagen. Für Unternehmen eröffnen sich so enorm höhere Interaktionsraten und wertvolle Insights, die weit über reine Bonuspunkte hinausreichen.

Typische Risiken und Fallstricke

Auch Loyalty-Programme unterliegen den Vorgaben der DSGVO. Sie verlangt, dass persönliche Daten nur für klar definierte Zwecke erhoben („Zweckbindung“), auf das Nötigste beschränkt und auf einer gültigen Rechtsgrundlage (meist Einwilligung oder Vertrag) verarbeitet werden. 

In der Praxis werden Einwilligungen jedoch oft in langen AGB versteckt statt in klaren Dialogen eingeholt, und Transparenz über Art, Umfang, Profiling-Logiken und Speicherdauer bleibt unzureichend. Fehlen klare Hinweise auf Lösch- und Widerspruchsrechte (insbesondere gegen automatisierte Profilbildung), können Betroffene ihre Ansprüche kaum durchsetzen.

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