EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

E-Commerce-Trend: Mehrwegverpackungen reduzieren Müll und Kosten

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Mehrwegverpackungen sparen bis zu 94 Prozent Verpackungsabfall

Vergleichsweise unabhängig von solchen Materialverfügbarkeiten sind wiederverwendbare Verpackungen. Sie zirkulieren zwischen Onlineshop-Anbieter und dessen Kunden und bleiben während des gesamten Kreislaufs Eigentum des Anbieters. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ohnehin häufig Retouren anfallen, etwa durch Auswahlbestellungen oder passformabhängige Ware. 

Anbieter können in ihrem Shopsystem voreinstellen, für welche Sendungen dem Besteller diese Verpackungsalternative vorgeschlagen werden soll – übrigens unabhängig vom Paketdienst, denn alle Dienstleister befördern heute Mehrwegverpackungen. Befindet sich also zum Beispiel ein Kleidungsstück in mehreren Größen im Warenkorb, erwartet das System automatisch eine Retourensendung und bietet im Checkout-Prozess Mehrwegverpackung an. Die Akzeptanz bei den Konsumenten ist entsprechend hoch.

Knackpunkt: die Kosten

Entscheidend für die Offenheit gegenüber solchen Verpackungsalternativen ist natürlich auch der Preis: Eine preiswerte Wellpapp-Versandbox kostet etwas mehr als einen Euro – und landet oft schon nach einer einzigen Verwendung in der blauen Tonne.

Mehrweglösungen sind dagegen so robust, dass sie 50 Umläufe und mehr problemlos mitmachen. Sie kosten in vergleichbarer Größe aber nicht etwa das 50-fache, sondern nur rund halb so viel. Wir sehen also, dass der Mehrweg im E-Commerce nicht nur nachhaltiger, sondern auch kosteneffizienter sein kann. Ein Plus nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Kostenkalkulation.

Auch Klebeband kann durch den Einsatz von Mehrwegverpackungen gespart und Füllmaterial reduziert werden: Mehrwegverpackungen lassen sich etwa per Reißverschluss öffnen und auch wieder verschließen. Dabei schützt eine Verplombung gegen Diebstahl. Im Inneren fixieren elastische Halteriemen die Ware in Position und verhindern, dass Teile auf dem Transportweg umherrutschen oder gar beschädigt werden. 

Vor allem aber wird Verpackungsabfall eingespart: Wenn eine Mehrwegverpackung 50-mal eingesetzt werden kann, spart das also 50 Versandkartons aus herkömmlicher Wellpappe ein – und damit 94 Prozent Verpackungsabfall. Aber nicht nur das: Mit 76 Prozent weniger CO₂-Emissionen bei der Herstellung sorgt Mehrweglösungen für weitere signifikante Umweltentlastung.

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