Die Initiative OneUkraine, gegründet von Tech-Unternehmern und -Investoren aus ganz Europa, will schnell und effizient humanitäre Hilfe für die ukrainische Bevölkerung leisten. Zudem will sie lokale Infrastruktur durch Hilfe ukrainischer KMUs und Tech-Unternehmer erhalten oder wiederaufbauen.
(Quelle: klenger - Adobe Stock)
OneUkraine, eine gemeinnützige Organisation, die humanitäre Hilfe für die ukrainische Bevölkerung leisten will, hat Ende Mai ihre Plattform gestartet. OneUkraine wurde von einer Gruppe etablierter europäischer Unternehmer und Investoren gegründet und bündelt deren Kompetenzen, Ressourcen und Erfahrungen bei der Gründung, Führung und Skalierung von großen Technologieunternehmen, um die ukrainische Bevölkerung in dieser Zeit dringender Not zu unterstützen.
Die unmittelbaren Prioritäten von OneUkraine sind die Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung im In- und Ausland, die Bereitstellung humanitärer Hilfe und der Wiederaufbau der Infrastruktur in der Ukraine durch die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und Tech-Unternehmer vor Ort. Da viele der Gründungsmitglieder von OneUkraine selbst aus der Ukraine stammen oder familiäre Bindungen dorthin haben, hat die Initiative direkten Zugang zu lokalen Netzwerken und aktuellen Informationen darüber, was wo am dringendsten benötigt wird.
OneUkraine liefert Hilfsgüter im Wert von über Millionen Euro
Seit Beginn des Krieges hat das Team von OneUkraine bereits mehr als 5.500 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, in Sicherheit gebracht und Hilfsgüter im Wert von mehr als vier Millionen Euro in die Ukraine geliefert. In Litauen hat OneUkraine außerdem die erste voll anerkannte ukrainische Schule für 175 ukrainische Schüler und 25 Lehrer gebaut, um den Flüchtlingen eine lückenlose Weiterführung ihrer Schulbildung zu ermöglichen. Das Hauptziel von OneUkraine besteht darin, die Menschen in der Ukraine so schnell, effizient und flexibel wie möglich zu unterstützen, indem die Hilfsmaßnahmen gebündelt, Menschen und Initiativen miteinander verbunden und aktuelle Informationen über die Aktivitäten auf der vollständig digitalen Plattform bereitgestellt werden.
„Da viele unserer Gründer in der Ukraine geboren und aufgewachsen sind, fühlten wir uns verpflichtet, unseren Freunden, Verwandten und Kollegen zu helfen. Alle unsere Gründer haben eine ausgewiesene Expertise im Führen oder Gründen von Tech-Unternehmen, und gemeinsam machen wir nun genau das, was wir am besten können: schnell und effizient skalieren, um sofortige und dringend benötigte humanitäre Hilfe für die Menschen in der Ukraine zu leisten“, erklärt Martin Reiter, CEO und Mitgründer von OneUkraine, zum Start der Plattform.
„Wir glauben, dass wir am besten helfen können, indem wir humanitäre Hilfe auf konsequent unternehmerische, datengesteuerte und nachhaltige Art leisten und so andere Initiativen ergänzen. Wir haben bereits am ersten Tag des Krieges vor drei Monaten mit der Evakuierung von Flüchtlingen und der Bereitstellung von Hilfsgütern begonnen - und wir werden dies tun, solange es benötigt wird. Daher sind wir davon überzeugt, dass wir viel bewegen können, und wir freuen uns über weitere Investoren und andere Partner, die uns bei dieser wichtigen, lebensrettenden Mission unterstützen."
Das europäische Gründungsteam von OneUkraine
Das Gründungsteam der Initiative besteht aus Tech-Unternehmern und -Investoren, die aus ganz Europa kommen:
Martin Reiter leitete Groupon Ukraine im Jahr 2011 und verfügt auch heute noch über ein großes persönliches Netzwerk in der Ukraine. Martin war zuvor in führenden Positionen bei Airbnb und Wayfair Europe tätig und ist Mitgründer von mademoisellemartina.org, die sich um die Evakuierung ukrainischer Frauen und Kinder kümmert.
Martina Kojic wuchs im Nachkriegskroatien auf, geprägt von den Auswirkungen und dem Trauma der Nachkriegszeit. Martina ist Mitgründerin von mademoisellemartina.org, die sich um die Evakuierung ukrainischer Frauen und Kinder kümmert.
Markus Fuhrmann, dessen Frau und deren Familie aus Mariupol in der Ukraine stammt, ist CEO und Mitgründer von Gropyus und war zuvor Mitgründer von Lieferheld.de und Delivery Hero.
Wolfgang Heigl lebt in Litauen und ist Mitgründer & CSO von HomeToGo und Gründer von NFQ Technologies UAB.
Viktoriya Tigipko, geboren und aufgewachsen in Kiew, Ukraine, ist die Gründungspartnerin von TA Ventures und Gründerin von ICLUB Global, dem Netzwerk von Angel-Investoren. Sie ist Gründerin von WTECH, einem Netzwerk von über 5.000 Frauen in der Technologiebranche, CEO des Ukrainian Startup Funds, und Gründerin und Präsidentin des Odesa International Film Festivals.
Weitere Gründer der Initiative
Johannes Reck, dessen Großvater in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, das heute Teil der Westukraine ist, ist Mitgründer und CEO von GetYourGuide.
Dmitry Gorilovskiy, dessen Mutter aus Rovno in der Ukraine stammt, organisiert seit 2014, als die russische Regierung die Adoption durch Ausländer verbot, Adoptionen von russischen Waisenkindern mit Behinderungen. Er hat mehrere Unternehmen in den Bereichen Produktdesign, IoT und maschinelles Lernen gegründet, darunter Woodenshark und Moeco.
Stand: 16.12.2025
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Klaus Hommels ist Gründer und Vorsitzender von Lakestar und einer der führenden europäischen Risikokapitalgeber. Klaus ist eine prominente Stimme für das europäische Tech-Ökosystem mit dem Ziel, Europas Position in Zeiten der digitalen Transformation zu stärken.
Jens Hilgers, dessen Frau Ukrainerin ist, hat als Unternehmer internationale Spiele- und Technologieunternehmen in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien aufgebaut und geleitet. Er ist unter anderem Gründer und Geschäftsführer von Bitkraft Ventures und Mitgründer und Vorsitzender von G2 Esports.
Alexa Sinyachova, die in Odessa, Ukraine, geboren und aufgewachsen ist, ist Mitgründerin und CEO der IoT-Plattform Moeco.
Skalierbare und datengesteuerte Plattform
Das einzigartige Konzept von OneUkraine bildet den gesamten Zyklus der humanitären Hilfe ab. Die hochgradig skalierbare, datengesteuerte Plattform der Organisation, die ukrainische Experten betreiben, verbindet ukrainische Nachfrage auf Basis direkter Informationen von Regierungsstellen mit ukrainischer Produktion. So hilft sie ukrainischen Unternehmen nicht nur zu überleben, sondern auch neue Nachfragepotenziale zu erschließen - so können Spender dringend benötigte Hilfe leisten und gleichzeitig ukrainische Lieferketten und Unternehmen langfristig stärken.
Die Organisation evakuiert Flüchtlinge aus verschiedenen Städten der Ukraine. Sie nutzt dabei ukrainische Busfahrer und ukrainische Unterkünfte, in denen sie in der Ukraine bezogene Lebensmittel bereitstellt. Die Nachbetreuung der ukrainischen Flüchtlinge in den Zielländern und Städten in ganz Europa wird häufig von anderen ukrainischen Expats und ehemaligen Flüchtlingen übernommen. OneUkraine hilft bei der Unterbringung, Registrierung und Integration, um einen schnellen Übergang zu einer Beschäftigung und nahtlos weiterführenden Ausbildung im Aufnahmeland zu ermöglichen. Die gleiche Idee steckt hinter dem Aufbau von Schulen: Die ukrainischen Flüchtlingskinder unterrichten ukrainische Lehrer, die ihr Land ebenfalls verlassen mussten.
OneUkraine wurde als langfristige Initiative ins Leben gerufen und wird erhebliche Spendensummen benötigen, um eine nachhaltige Perspektive für die Ukraine und ihre Bevölkerung schaffen zu können. Die Gründer haben ein Vollzeitteam aufgebaut, um das wachsende Angebot an Hilfsmaßnahmen, Partnerschaften und die Umsetzung des Programms operativ zu steuern. Während die Kosten für das operative Team vollständig durch eigene Mittel der Gründer getragen werden, lädt OneUkraine Investoren und andere Partner dazu ein, die Projekte mitzufinanzieren und die Ukraine effizient zu unterstützen. Die Plattform ist in Deutschland als gGmbH eingetragen und ist von Ecovis, einem Wohltätigkeitsorganisationen spezialisierten Wirtschaftsprüfer, geprüft. (sg)