Verkauf über soziale Plattformen Social Commerce: Von Likes zu Einkäufen

Von Konstantin Pfliegl 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Social Commerce hat sich als eine der einflussreichsten Entwicklungen im digitalen Handel etabliert. Es integriert die Interaktionen und das Engagement von sozialen Medien nahtlos in den Verkaufsprozess.

(Bild:  © Studio Romantic/stock.adobe.com)
(Bild: © Studio Romantic/stock.adobe.com)

DARUM GEHT's

Integration und Strategie: Social Commerce ist Teil einer Omnichannel-Strategie und verwandelt soziale Plattformen in Verkaufsstätte.

Customer Journey: Sie umfasst Touchpoints von Entdeckung bis Kauf, und ihr Verständnis ist entscheidend für die Maximierung der Conversion-Raten.

Nutzung und Einschätzung: Viele Händler nutzen bereits soziale Medien für Marketing und Verkauf und sehen sie als die künftig bedeutendsten Werbeplattformen.

Influencer-Merketing: Influencer spielen eine entscheidende Rolle im Social Commerce. Deutsche Händler sind jedoch zwiegespalten.

Social Commerce bezeichnet den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über soziale Plattformen. Anstatt soziale Netzwerke nur als Marketingwerkzeuge zu nutzen, verwandelt Social Commerce diese Plattformen in direkte Verkaufsstätten. Dies ermöglicht es den Nutzern, Produkte zu entdecken, zu bewerten und Käufe abzuschließen, ohne die jeweilige Plattform wie Instagram, Facebook und Tiktok zu verlassen.

Social Commerce bringt den E-Commerce in die Welt der sozialen Medien und schafft so eine neue Art des Einkaufens, die sowohl bequem als auch unterhaltsam ist.

Konstantin Pfliegl

Der Social Commerce sollte aber nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil einer umfassenden Omnichannel-Strategie. Die Verknüpfung von Onlineshops, sozialen Medien und physischen Ladenlokalen sorgt für ein einheitliches und nahtloses Kundenerlebnis, unabhängig davon, wo der Verbraucher mit der Marke interagiert.

Die Customer Journey im Social Commerce umfasst mehrere Touchpoints – von der Entdeckung eines Produkts über Interaktionen und Bewertungen bis hin zum endgültigen Kauf. Das Verständnis und die Optimierung dieser Journey sind entscheidend, um die Conversion-Raten zu maximieren und die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.

Die Vorteile von Social Commerce

Social Commerce bringt also den E-Commerce in die Welt der sozialen Medien und schafft so eine neue Art des Einkaufens, die sowohl bequem als auch unterhaltsam ist. Viele Experten halten Social Commerce sogar für die nächste Evolutionsstufe des Onlinehandels, denn diese Art des Verkaufens bringt Händlern eine Menge Vorteile:

  • Erhöhte Reichweite und Engagement: Durch die Nutzung etablierter sozialer Plattformen können Unternehmen ihre Reichweite erhöhen und eine jüngere, digital-affine Zielgruppe ansprechen. Die Interaktion mit Nutzern und Influencern ermöglicht es, die Markenbekanntheit organisch zu steigern.
  • Schnellere Kaufentscheidungen: Social Commerce reduziert die Reibung im Kaufprozess. Verbraucher können Produkte in Echtzeit entdecken, Feedback von Gleichaltrigen sehen und den Kauf ohne Umwege abschließen.
  • Personalisierte Kauferlebnisse: Mit Hilfe von Algorithmen, die Nutzerverhalten und Vorlieben analysieren, machen Unternehmen personalisierte Produktvorschläge. Diese Personalisierung erhöht die Wahrscheinlichkeit von Käufe
  • Authentische Kundenbindung: Social Media lebt von authentischen Interaktionen. Diese Plattformen bieten Unternehmen die Gelegenheit, eine emotionale Bindung zu ihren Kunden auf einer persönlicheren Ebene aufzubauen.

Social Commerce in Deutschland

Viele Händler haben bereits das Potenzial von Instagram, Facebook und Tiktok erkannt: 59 Prozent verfügen über ein eigenes Profil in den sozialen Netzwerken, um ihr Angebot zu bewerben. Ein knappes Drittel schaltet darüber hinaus bezahlte Werbung auf entsprechenden Plattformen. Und bereits 27 Prozent der Händler bieten ihren Kunden an, Bestellungen über Social-Media-Plattformen zu tätigen. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Onlinehändlern in Deutschland.

Vier von zehn Händlern gehen sogar davon aus, dass soziale Medien bis zum Jahr 2030 die bedeutendsten Werbeplattformen für den Handel sein werden. „Handel findet zunehmend in sozialen Netzwerken statt – auch in Deutschland“, resümiert Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. Soziale Medien verändern ihm zufolge den Kaufprozess grundlegend – „zwischen der Anzeige eines Produkts und dem Klick auf ‚Kaufen‘ liegen nun häufig nur noch Sekunden“.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung