Zahlungsverhalten Unified Commerce: Wie digitale Wallets das Zahlungsverhalten revolutionieren

Ein Gastbeitrag von Felix Huhn 3 min Lesedauer

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In Zeiten rascher Digitalisierung und steigender Kundenerwartungen wandelt sich die Art und Weise, wie wir einkaufen und bezahlen. Online- und offline-Welten verschmelzen zunehmend zu einem ganzheitlichen Kauferlebnis, auch als „Unified Commerce“ bezeichnet. Digital Wallets sind wichtige Treiber dieses Wandels.

(Bild: ARAMYAN – stock.adobe.com)
(Bild: ARAMYAN – stock.adobe.com)

Wer heutzutage ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft, macht das über viele verschiedene Wege – online, mobil, oder vor Ort. Kunden bestellen zuhause vom Sofa aus und holen die Ware im Geschäft ab. Sie informieren sich persönlich, buchen aber später im Netz. Oder sie bezahlen vor Ort, wollen die Ware aber nach Hause liefern lassen. Händler sind daher gezwungen, ihre online- und offline-Vertriebswege miteinander zu vernetzen. „Unified Commerce“ ist das Gebot der Stunde.

Unified Commerce: Digitale Wallets werden beliebter

Mit den veränderten Kaufgewohnheiten gehen neue Bezahlmethoden einher. Insbesondere jüngere Generationen zeigen eine Vorliebe für das Bezahlen mit digitalen Geldbörsen, auch Digital Wallets oder E-Wallets genannt. Das sind Dienste, die elektronische Transaktionen ermöglichen, ohne physisches Bargeld oder eine physische Karte zu verwenden. Technisch gesehen handelt es sich bei Wallets primär um einen Ort, um Karteninformationen sicher zu hinterlegen. Nutzer können ihre Debit- oder Kreditkarte verknüpfen und Zahlungen sowohl online als auch offline am Point-of-Sale (POS) bequem und reibungslos über ihr Smartphone abwickeln. 

Trotz der fortschrittlichen digitalen Technologie im Unified Commerce bleibt die herkömm­liche Debit- oder Kreditkarte in der Regel die Basis für diese Zahlungsvorgänge. Zu den bekanntesten digitalen Wallets gehören Apple Pay, Google Pay, Amazon Pay und PayPal. Wie hoch das Potenzial ist, geht aus einer im Mai 2023 veröffentlichten Studie des Handelsforschungsinstituts EHI in Köln hervor. Demnach hat Paypal schon 2022 den Kauf auf Rechnung als beliebtestes Zahlungsmittel der Deutschen im E-Commerce abgelöst.

Wallets sind gekommen, um zu bleiben

Das Vertrauen in digitale Wallets ist hoch, und dies aus mehreren Gründen. Wallets sind einfach zu bedienen und bieten oft einen zusätzlichen Käuferschutz. Sie speichern Kundendaten und beschleunigen daher dadurch den Checkout-Prozess im E-Commerce. Wer möchte, kann seine Transaktionen zentral einsehen, und muss keine E-Mails mühsam durch­suchen, falls er oder sie etwas zurücksenden will. Zudem sind Wallets vielseitig und bündeln oft mehrere Zahlungsmethoden, von der Lastschrift über Ratenzahlung bis hin zur Möglichkeit, mehrere Kreditkarten zu hinterlegen. Jedoch gibt es auch Bedenken, vor allem in puncto Datenschutz und Kosten. 

Aus Händlersicht wird häufig aufgeführt, dass digitale Wallets teurer sind, vor allem aufgrund von Mischkalkulationen, da Wallets verschiedene Zahlmethoden zu einem Preis bündeln. Zudem bevorzugen manche, besonders ältere Kunden, traditionellere Zahlungsweisen – digitale Wallets ersetzen also den Kauf auf Rechnung nicht, sondern er­gänzen ihn. Dennoch sind digitale Wallets dabei, das traditionelle Zahlungsverhalten rasant zu verändern. Unternehmen, die in der heutigen wettbewerbsintensiven Handelslandschaft erfolgreich sein wollen, sollten diesen Trend berücksichtigen und Zahlungen mit digitalen Wallets akzeptieren.

Unified Commerce: Worauf bei der Integration digitaler Wallets zu achten ist

Die einfachste Methode zum Akzeptieren von digitalen Wallet-Zahlungen ist die Auswahl eines Zahlungspartners, der die Integration von digitalen Wallets im Unified Commerce  unterstützt. Gerade für kleine und mittlere Betriebe ist es oft sinnvoller, auf einen Zahlungsdienstleister zu setzen, anstatt sich alleine durch den Zahlungsdschungel zu kämpfen. Das hat den Vorteil, dass sich Händler nicht für jeden Dienst separat anmelden und ihn integrieren müssen. Empfehlenswert sind Zahlungsanbieter die auch White-Label-Produkte anbieten. Auf diese Weise verbleibt die Kundenbeziehung klar beim Händler. 

Felix Huhn
ist Senior Product Manager bei Unzer.

Bildquelle: Felix Huhn

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