Künstliche Intelligenz Warehouse Management: Top-Speed im Fashionlager

Ein Gastbeitrag von Jerzy Danisz 4 min Lesedauer

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Viele Anwendungen für Künstliche Intelligenz decken oftmals nur kleinere Funktionen im Warehouse Management ab. Im Lager eines Modekonzerns verbessert KI viele Logistikprozesse ganzheitlich.

(Bild:  FATNA / Adobe Stock)
(Bild: FATNA / Adobe Stock)

In der dynamischen Welt der Logistik und des Warehouse Management ist Geschwindigkeit seit jeher ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig muss die Qualität der Prozesse sichergestellt werden, um zeitraubende sowie teure Fehler zu vermeiden. Daher finden in der Logistik immer neue Technologietrends Anwendung, die eine höhere Effizienz und Leistungsfähigkeit ermöglichen sollen.

 Seit einigen Jahren steht dabei der Megatrend künstliche Intelligenz im Blickpunkt. Die potenziellen Einsatzgebiete von  KI in der Logistik sind vielfältig. So können KI-basierte Algorithmen durch eine Analyse von Nachfragehistorie und Markttrends dabei helfen, optimale Lagerbestände zu gewährleisten. Außerdem lassen sich Prozessabläufe durch den Einsatz von KI-gestützten Systemen dynamisch und effizient planen.

Neben vielen weiteren Verbesserungen wurde insbesondere eine neue Visualisierungsfunktion für die Simulation der Kommissionierwege entwickelt. Insgesamt ist die grafische Darstellung eine zentrale Funktion der Plattform, um interpretierbare, verständliche und zuverlässige Vorschläge zu generieren.

Jerzy Danisz ist Product Owner PSIwms

All diese Optionen haben zwei Gemeinsamkeiten: Sie basieren auf der Analyse riesiger Datenmengen und sind – zum überwiegenden Teil – noch Zukunftsmusik. Bislang kommen in der Logistik nur vereinzelt kleinere KI-Funktionalitäten wie Chatbots zum Einsatz. Eine Ausnahme ist im Bereich Warehouse Management zu finden. Im Einsatz bei einem Modekonzern ermöglicht die neue Lösung schon jetzt eine direkte und maßgebliche Optimierung von Intralogistikprozessen.

Weniger Strecke für mehr Tempo

Ein Vorreiter bei der Nutzung von KI in der Logistik ist der polnische Bekleidungshersteller LPP, Eigentümer der fünf Fashion-Brands Reserved, Cropp, House, Mohito und Sinsay. Mit mehr als 2.000 Geschäften und einem umfangreichen Online-Angebot ist LPP eines der am schnellsten wachsenden Bekleidungsunternehmen in Mitteleuropa. Vor allem die Zahl der Online-Bestellungen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen und liegt nunmehr bei fast 30 Prozent des gesamten Omnichannel-Umsatzes von LPP.

Dieses Wachstum stellte die Logistik des Unternehmens vor große Herausforderungen. Um mit dem vorhandenen Personal und ohne eine zusätzliche Automatisierung die ständig wachsende Nachfrage der Kunden zu befriedigen, Qualität hoch und Lieferzeiten kurz zu halten, suchte LPP nach einer Prozessoptimierung mit Fokus auf IT- und Logistiklösungen. 

Fündig wurde das Unternehmen bei seinem Software-Partner PSI, Anbieter des seit langem genutzten Warehouse-Management-Systems PSIwms. Das Softwareunternehmen bot LPP die Möglichkeit, die erste direkt in ein WMS integrierte KI-Plattform – PSIwms AI – als Pilotkunde einzusetzen. Welche Vorteile diese Lösung LPP bietet, lässt sich am Beispiel der Kommissionierung verdeutlichen. PSIwms AI optimiert die Verteilung der Artikel im Lager sowie die Anordnung der Picklisten. 

Das Resultat: Die Kommissionierwege wurden um über 30 Prozent reduziert und die Effizienz des Pick-Prozesses um 23 Prozent gesteigert. Inzwischen setzt LPP die KI-Lösung an vier Standorten ein und plant mit PSI den weiteren Ausbau des PSIwms.

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