Lieferketten-Management Zehn wichtige Trends im Supply Chain Management 2025

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 6 min Lesedauer

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Beim Supply Chain Management rücken Themen wie Cybersicherheit, Resilienz und Transparenz weit nach oben auf die Agenda. Zehn wichtige Trends im Lieferketten-Management.

(Bild:  Thanawat_Suesoypan / Adobe Stock)
(Bild: Thanawat_Suesoypan / Adobe Stock)

Beim Supply Chain Management verschieben sich die Schwerpunkte: Politische Krisen und Extremwetterereignisse rücken Themen wie  Cybersicherheit, Resilienz und Transparenz weit nach oben auf die Agenda der Manager. Hinzu kommt die ökonomische Stagnation in Deutschland, die dafür sorgt, dass das Thema Kostensenkung immer wichtiger wird. Ralf Düster, Geschäftsführer von Setlog, fasst zehn Trends für das Supply Chain Management zusammen, die 2025 von Bedeutung sind.

1. Cybersecurity wird überlebenswichtig

Lieferketten werden immer weiter digitalisiert und vernetzt. Deshalb sind Kriminelle für Unternehmen ein zunehmendes Problem. Datenschutzverletzungen, Angriffe mit Ransomware und Sicherheitslücken in der Lieferkette bewegen Unternehmen dazu, ihre Vorkehrungen in puncto Cybersicherheit zu verbessern. Dazu gehören eine stärkere Verschlüsselung, Investitionen in die KI-gestützte Erkennung von Bedrohungen und neue Strategien, um zu prüfen, wie es um die Cybersicherheits-Maßnahmen von Zulieferern und Partnern steht.

2. Resilienz-Aufbau und Risikomanagement rücken stärker in den Fokus

Politische Krisen, neue Regierungen, Extremwetterereignisse, Pandemien: Weil sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in den vergangenen Jahren veränderten und aktuell wieder neue Herausforderungen zu erwarten sind, haben sich auch die Prioritäten bei Supply Chain-Managern verschoben. Spätestens seit der COVID-19-Pandemie, als selbst in Industrieländern gewisse Produkte zeitweise nicht in den Regalen zu finden waren, gewannen die Themen Warenverfügbarkeit und Resilienz immer mehr an Bedeutung.

Grundsätzlich gilt: Ein resilientes Lieferkettenmanagement ermöglicht es den Verantwortlichen, die Supply Chain nach negativen Ereignissen, neuen Richtlinien und Vorgaben am Laufen zu halten. Tools aus den Bereichen Echtzeit-Monitoring, Risikomanagement und Szenario-Planung erleichtern dabei die Arbeit.

Allgemein gilt: Eine Diversifikation innerhalb der Lieferkette führt zu einer besseren Resilienz. Für ein robustes Supply Chain Management bauen führende Unternehmen daher für sensible Materialien, Produkte und Komponenten ein breites Portfolio an Zulieferern sowie verschiedene Transportwege auf. Die Krux: Sie dürfen dabei das Thema Kostensenkung nicht aus den Augen verlieren. Gerade in einer Zeit, in der die Wirtschaft stagniert und hohe Energiekosten sowie Steuern die globale Wettbewerbsfähigkeit der Firmen schwächen, schauen Manager genau auf das Thema Kosten.

3. Transparenz und Kollaborationen im Supply Chain Management werden Chefsache

Transparenz ist die Voraussetzung für resiliente und diversifizierte Supply Chains. Wenn sie erfüllt ist, können die Verantwortlichen schneller erkennen, welcher Bereich in der Kette durch ein externes Ereignis betroffen ist. Wegen der starken Volatilität in der Wirtschaft stellen viele Firmen existierende Kontrakte auf den Prüfstand. Flexibilität spielt bei der Neuausrichtung der Verträge eine zentrale Rolle. Um besser planen zu können, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen Partnern entlang der Lieferkette nötig. Das erfordert oftmals neue Kommunikationsplattformen. Über moderne IT-Tools können Daten geteilt, Kräfte gebündelt und schnelle Entscheidungen bei dynamischen Nachfrageschwankungen getroffen werden. Firmen, die geeignete Algorithmen und IT-Tools einsetzen, um Nachfrage und Angebot global zu steuern, werden gegenüber dem Wettbewerb, der noch mit E-Mails oder Tabellenkalkulationen in diesem Bereich agiert, einen entscheidenden Schritt voraus sein.

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