Schnäppchen-Event Black Friday: Ein Triumph für Amazon, doch es bestehen Chancen für kleine Händler

Ein Gastbeitrag von Danilo Schmidt 4 min Lesedauer

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Während Käufer am Black Friday von Rabatten profitieren, stehen kleinere Händler unter Druck. Wie sich Händler gegen Giganten wie Amazon und Temu behaupten können und welche Alternativen es gibt.

(Bild:   ifeelstock / Adobe Stock)
(Bild: ifeelstock / Adobe Stock)

Der Black Friday hat sich in Deutschland als eines der größten Shopping-Events etabliert. Jedes Jahr strömen Millionen von Kunden in die Läden und Online-Shops auf der Suche nach Schnäppchen. Doch während Amazon als klarer Gewinner hervorgeht, kämpfen viele kleinere Händler darum, überhaupt rentabel zu bleiben. Der aggressive Preiskampf, den Amazon mit seiner Größe und Effizienz führen kann, stellt eine immense Herausforderung für andere Händler dar. Doch es gibt Wege, sich von dieser Dominanz zu lösen und eigene Strategien zu entwickeln, die den Schnäppchen-Freitag für kleinere Shops erfolgreich machen.

Es ist unbestreitbar, dass Amazon den Black Friday dominiert. (...) Doch für kleinere Händler gibt es durchaus Möglichkeiten, sich von dieser Dominanz zu befreien und eigene Erfolge zu erzielen.

Danilo Schmidt, Brandible

1. Langfristige Strategie statt kurzfristiger Black-Friday-Rabattschlachten 

Viele Händler konzentrieren sich ausschließlich auf den Black Friday und verpassen dabei die Chance, ihre Kundenbindung über das ganze Jahr zu stärken. Ein häufiger Fehler ist, dass sie ihre gesamte Marketingkraft auf ein einziges Event fokussieren und langfristige Strategien vernachlässigen. Amazon hingegen verfolgt eine ganzjährige Strategie, bei der der Black Friday nur ein Teil eines großen Plans ist.

Kleinere Händler sollten ebenfalls eine langfristige Marketingstrategie entwickeln, bei der der Black Friday als Höhepunkt dient, aber nicht das alleinige Ziel ist. Beispielsweise könnten im Laufe des Jahres exklusive Vorteile oder Rabatte für treue Kunden angeboten werden. Diese Aktionen können als „Vorlauf“ zum Black Friday dienen, wodurch der Druck, an einem Tag hohe Umsätze zu generieren, gemindert wird. So wird der Black Friday zum natürlichen Höhepunkt der Kundenbindungskampagne.

2. Exklusive Angebote für Bestandskunden

Während Amazon große Rabattschlachten führt und auf Masse setzt, können kleinere Händler mit Exklusivität punkten. Bestandskunden sind oft bereit, auch ohne große Rabatte zu kaufen, wenn sie besondere Vorteile genießen. Hier können Händler ansetzen, indem sie limitierte Angebote nur für ihre treuesten Kunden entwickeln.

Diese exklusiven Angebote sollten nicht nur auf Rabatten basieren, sondern auf limitierten Produkten oder speziellen Bundles, die nur an einem bestimmten Tag erhältlich sind. Solche Maßnahmen schaffen einen „Event-Charakter“ und sorgen dafür, dass Kunden nicht nur nach den billigsten Preisen suchen, sondern nach einzigartigen Einkaufserlebnissen. Gleichzeitig kann der Verlust durch Rabatte minimiert werden, indem die Angebote so gestaltet sind, dass sie den Wert des Einkaufs erhöhen.

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