Fünf Strategien Retourenbetrug: Achtung, Artikel nicht erhalten

Ein Gastbeitrag von Rob Shaw 4 min Lesedauer

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Retourenbetrug ist eine der größten Herausforderungen für den modernen Einzelhandel, insbesondere im E-Commerce. Fünf bewährte Maßnahmen zur Bekämpfung falscher Reklamationen in der Lieferkette.

(Bild:  K silver / Adobe Stock)
(Bild: K silver / Adobe Stock)

Mit dem kontinuierlichen Wachstum des Online-Shoppings nehmen auch die betrügerischen Rücksendungen zu. Das  führt für Online-Händler zu erheblichen finanziellen Einbußen. Die Auswirkungen von Retourenbetrug belasten nicht nur die direkten Kosten der Rücksendungen, sondern bringt auch zusätzliche logistische Herausforderungen mit sich.

Laut dem European Return-o-Meter (EUROM), einer Studie der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg, liegt die durchschnittliche Rücksendungsquote im deutschen E-Commerce bei etwa 24,2 Prozent. Im Jahr 2021 beliefen sich die Gesamtkosten für Retouren auf etwa 530 Millionen Euro, und dieser Betrag wächst weiter. Wenn man davon ausgeht, dass etwa 5 Prozent aller Retouren betrügerischer Natur sind, entsteht ein jährlicher Schaden von rund 26,5 Millionen Euro allein in Deutschland.

Einzelhändler sollten fortschrittliche Technologien wie KI-gestützte Analysewerkzeuge oder Blockchain nutzen, um den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu überwachen und betrügerische Aktivitäten zu erkennen.

Rob Shaw, Senior Vice President and General Manager EMEA bei Fluent Commerce

Arten von Retourenbetrug

Retourenbetrug kann verschiedene Formen annehmen, die von einfachen bis zu ausgeklügelten Täuschungen reichen. Eine der häufigsten betrügerischen Praktiken ist die „Artikel nicht erhalten“-Methode. In diesem Fall behauptet der Kunde, dass der bestellte Artikel nicht angekommen sei, obwohl die Lieferung tatsächlich erfolgt ist. Daraufhin fordert der Kunde entweder eine Rückerstattung oder einen Ersatzartikel. Eine weitere verbreitete Methode ist das „Tauschspiel“, bei dem der Käufer einen Artikel zurücksendet, der von der ursprünglichen Bestellung abweicht oder minderwertiger ist.

Zudem gibt es Fälle, in denen Kunden absichtlich Produkte beschädigen,  um sie dann als defekt zurückzusenden und eine Rückerstattung zu erhalten. Eine noch trickreichere Methode ist die Mehrfachrückerstattung: Hierbei haben Kunden bereits eine Rückerstattung für einen angeblich nicht erhaltenen Artikel erhalten und wenden sich anschließend an ihr Kreditkartenunternehmen, um eine zweite Rückerstattung zu fordern. Einzelhändler müssen daher dringend effektive Maßnahmen entwickeln, um Retourenbetrug zu erkennen und zu verhindern

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