Seit Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wirken sich Störungen der Lieferkette negativ auf die Wirtschaft aus. Ein Trend für 2024 wird die Umgestaltung der Lieferkette sein. Außerdem werden an der Lieferkette beteiligte Unternehmen verstärkt mobile Kommunikations- und Kollaborationstools einführen.
(Quelle: somchaisom - Adobe Stock)
1. Umgestaltung der Lieferkette
Da die Abwicklung des Onlinehandels von stationären Geschäften, Lagerhäusern und bei einigen Direct-to-Consumer-Modellen sogar von Produktionsstätten aus erfolgt, werden die Abwicklung und der Versand für alle Beteiligten der Lieferkette immer komplexer. Der Online-Kauf/Abholung im Geschäft (BOPIS) und Online-Kauf/Rückgabe im Geschäft (BORIS) sowie die direkte Abwicklung und Rückgabe müssen dabei besser unterstützt werden. Dabei werden auch Investitionen in physische Automatisierungslösungen und neue Produktprofile, Verpackungsebenen und Vermarktungswege steigen. Drei Faktoren werden sich auf die Neugestaltung der Lieferkette auswirken: Kundenerwartungen, Kosten und die Bestände in stationären Geschäften.
Die Kundenerwartungen werden den Service in Bezug auf das Sortiment und die Durchlaufzeit bestimmen. Zusätzlich wird die Kostenentwicklung die Prioritäten bestimmen. So führen beispielsweise höhere Kraftstoffkosten zu einem Anstieg der Transportkosten auf der Straße. Höhere Kapitalkosten führen zu einer zurückhaltenden Bevorratung von mehr als einem Mindest-Sicherheitsbestand. Und schließlich wird die Frage, wie der Bestand in den Ladengeschäften genutzt werden kann, Teil der Lieferkettenlösung für den Einzelhandel sein. Die Ungewissheit ist ein wichtiger Faktor und wird mehr Unternehmen dazu veranlassen, gegebenenfalls Partnerschaften mit Drittanbietern einzugehen.
2. Fragmentierung der Lieferkette nimmt zu
Mit komplexeren und stärker fragmentierten Lieferketten wird die Zahl der Lieferkettenknoten zunehmen. Jeder Knotenpunkt verfügt über seine eigenen Daten in bestehenden Systemen. Die Entschlüsselung dieser lokalen Daten und der Zugriff darauf für eine End-to-End-Ansicht wird sich auf die Transparenz der Warenströme von der Herstellung bis zum Endverbraucher auswirken. Die Schließung von Transparenzlücken wird in Zukunft immer wichtiger, wenn nicht gar unumgänglich. Sich ändernde Beschaffungs- und Einkaufsmuster werden 2024 neue Inbound-Netzwerke und -Routen erfordern. Das Nearshoring der Produktion wird sich auf die Warenströme auswirken.
3. Einführung mobiler Kommunikations- und Kollaborations-Tools
Unternehmen der Lieferkette werden Kommunikations- und Kollaborations-Tools einführen, um es den Mitarbeitern zu ermöglichen, sich besser mit anderen Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden sowie Logistik- und Versandpartnern abzustimmen. Viele Entscheidungsträger glauben, dass solche Tools auch die Gesamtproduktivität und die Konformität der Arbeitsabläufe steigern. Aber das allein genügt nicht. Es fehlen zu viele Teile des Puzzles, und die Reaktionen auf Störfälle sind viel zu langsam. Schnelleres Arbeiten geht Hand in Hand mit präziserem Arbeiten.
Fehler, nicht verfügbare oder überbeanspruchte Anlagen und vor allem Arbeitsprobleme sind in einer Zeit, in der die Kunden Schnelligkeit verlangen, ein großes Problem. Technologie und Sensoren, sowohl in den Händen der Mitarbeiter als auch in der Infrastruktur der Distributionszentren, sind entscheidend. In Umgebungen mit begrenzter Personalverfügbarkeit werden Sensoren und feste Infrastrukturen eine entscheidende Rolle bei der Datenerfassung spielen. Fest installierte industrielle Scanner, intelligente Kameras und Bildverarbeitung sowie RFID werden dann ihren Weg in integrierte Lieferketten finden. Im Jahr 2024 werden von Regulierungsbehörden, Einzelhändlern, Verbrauchern oder Herstellern neue Anforderungen an die Transparenz gestellt werden.
Zebra Technologies unterstützt Unternehmen bei der Überwachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen und gestaltet diese voraussehbar, indem sie die Mitarbeiter durch Visibilität, Vernetzung und Optimierungsprozesse unterstützt. Das Unternehmen bietet über 50 Jahre Erfahrung in den Bereichen Scannen, Track-and-Trace und mobile Computerlösungen.
Stand: 16.12.2025
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