Die neue Studie „Consumer Evolution Detector“ von GroupM Science zeigt: Fast die Hälfte der deutschen Verbraucher hat bereits eine KI-Anwendung ausprobiert. ChatGPT, DeepL und Google Gemini sind die in Deutschland meistgenutzten KI-Services. Zudem zeigt die Studie, dass die Konsumstimmung konstant auf Vorjahresniveau bleibt.
(Bild: Family Stock/Adobe Stock)
Gekommen, um zu bleiben: 69 Prozent der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten sehen in künstlicher Intelligenz einen langfristigen Trend. Vor allem der Nutzen von KI-Anwendungen (53 Prozent) – von der Themenrecherche über die Text- und Bildgenerierung bis zu Übersetzungen – überzeugt sie zunehmend, diese in ihrem Alltag einzusetzen. Das zeigt die neue Studie „Consumer Evolution Detector“ von GroupM Science für das erste Quartal 2024 mit der aktuellen KI-Sonderauswertung zur NextM, der Innovations- und Technologiekonferenz von GroupM.
Laut der Umfrage haben 43 Prozent der befragten Deutschen schon einmal KI-Anwendungen ausprobiert. Für das Marketing von Unternehmen ergeben sich daraus völlig neue Möglichkeiten, die von Entscheiderinnen und Entscheidern am 18. April 2024 im Rahmen der NextM intensiv diskutiert werden. Was die Konsumstimmung in Deutschland angeht, zeigt die Studie insgesamt konstante Werte: Über ein Viertel der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten würden ihre Breitschaft, Geld auszugeben, im ersten Quartal 2024 als groß bzw. sehr groß beschreiben.
ChatGPT führt die KI-Charts mit großem Vorsprung an
Der sprach- und textbasierte Chatbot ChatGPT ist mit 28 Prozent der mit Abstand meistgenutzte KI-Service in Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen der Online-Übersetzer DeepL (11 Prozent), der KI-Assistent Google Gemini (ehemals Google Bard, 8 Prozent) und der KI-gestützte Bildgenerator Dall-E 2 (4 Prozent). Mit smarten Anwendungen wie diesen nutzen die deutschen Konsumentinnen und Konsumenten KI insbesondere zur Generierung von Texten (26 Prozent), zur Themen-Recherche (23 Prozent), zur Übersetzung in eine andere Sprache (16 Prozent) und zur Generierung von Bildern (13 Prozent). 54 Prozent haben Bedenken und sind der Meinung, dass KI stärker reguliert werden sollte.
Konsumstimmung: Großteil der Deutschen zeigt sich preisbewusst
Neben aktuellen Themen wie der KI-Nutzung untersucht die Consumer Evolution Detector-Studie fortlaufend die allgemeine Grund- und Konsumstimmung in Deutschland. Grundsätzlich zeigt sich hier ein ambivalentes Bild: Die Bereitschaft, Geld auszugeben, hat sich in Bereichen wie Reisen/Urlaub um elf Prozent, Lebensmittel/Genussmittel um neun Prozent und Sport/Fitness um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr sichtbar erhöht. Und jeder vierte Verbraucher kauft sich wieder Dinge, ohne vorher lange darüber nachzudenken (23 Prozent in Q1 2024 versus 19 Prozent in Q1 2023). Gleichzeitig zeigen zwei Drittel (66 Prozent) der Menschen weiterhin ein starkes Preisbewusstsein und vergleichen sogar bei kleineren Anschaffungen die Preise.
Generell ist jeder zweite Befragte der Meinung, dass die aktuell steigenden Preise den Konsum deutlich beeinflussen (54 Prozent in Q1 2024 vs. 52 Prozent in Q1 2023). Was den Einfluss auf die generelle Stimmung angeht, bleiben die Inflation (70 Prozent) und steigende Strom- und Heizkosten (64 Prozent) die relevantesten Faktoren. Der Ukraine-Krieg (43 Prozent) und der Klimawandel (42 Prozent) verlieren hingegen an Bedeutung für die Stimmung.
KI-Tools wie ChatGPT sind bei Verbrauchern angekommen
„Als verlässlicher Trendradar zeigt unsere aktuelle Studie vor allem eines: Künstliche Intelligenz ist keine Science-Fiction mehr, sondern längst bei den Konsumentinnen und Konsumenten angekommen. Den Marken bieten sich damit völlig neue Möglichkeiten, um mit ihren Kunden zu kommunizieren. Wie das in Zukunft aussehen kann, werden wir auf der diesjährigen NextM als eines der zentralen Themen beleuchten“, erläutert Tatjana Damgaard, Managing Director von GroupM Science. „Was die Konsumstimmung in Deutschland angeht, beobachten wir weiterhin eine sichtbare Zurückhaltung in der Ausgabebereitschaft. Wann hier eine Trendwende eintritt, bleibt abzuwarten. Die Marketing-Budgets zu kürzen, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Geld einzusparen, wäre jedoch zu kurz gedacht.“
Zur Methodik der Studie: Die repräsentative Studie „Consumer Evolution Detector“ wird zu Beginn eines jeden Quartals durch die GroupM-Forschungsunit durchgeführt. Ziel der Studie ist es, aktuelle Veränderungen im Konsumentenverhalten fortlaufend aufzudecken und im Zeitverlauf zu beleuchten. Die Ergebnisse der regelmäßig erscheinenden Studie liefert den Agenturen der GroupM-Gruppe, Mindshare, Wavemaker und EssenceMediaco, Einblicke, um die Werbemaßnahmen ihrer Kunden im Sinne der Mission „We make advertising work better for people by shaping the next era of media” erfolgreich zu optimieren. Für die aktuelle Erhebung im ersten Quartal 2024 wurden deutschlandweit im Rahmen einer Online-Befragung 1.000 Konsumentinnen und Konsumenten zwischen 18 und 69 Jahren im Zeitraum vom 24. Januar bis 07. Februar 2024 befragt.
Stand: 16.12.2025
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