Handelskraft Trendbuch „High Noon“ – Teil 3 Digitale Souveränität: Unabhängigkeit wird mit Sicherheit belohnt

Ein Gastbeitrag von Christian Otto Grötsch 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wenn politische Entwicklungen und wachsende Cyberrisiken Unternehmen unter Druck setzen, ist es an der Zeit, die eigene IT-Infrastruktur selbstbestimmt zu steuern. Digitale Souveränität bedeutet genau das: die Kontrolle über Technologien, Prozesse und Daten zu behalten.

(Bild:  dotSource)
(Bild: dotSource)

Handelskraft Trendbuch „High Noon“

Überblick: Umbrüche und KI prägen neue CX‑Standards im E‑Commerce

Trend 1: Sichtbarkeit neu denken für Menschen und KI-Outputs

Trend 2: Agentic Commerce: Heute handeln, morgen profitieren

Trend 3: Digitale Souveränität: Unabhängigkeit wird mit Sicherheit belohnt

Trend 4: Branding im B2B

Trend 5: AI-Security

Trend 6: KI-gestützte Werbeanzeigen

Trend 7: PXM

Trend 8: Sales Exzellenz

US-amerikanische Anbieter für Cloud-Dienste, Software und Sicherheitsanwendungen dominieren weite Teile der globalen IT-Infrastruktur. Diese Abhängigkeit bringt europäische Unternehmen zunehmend in eine strategisch kritische Lage. Politische Zugriffe auf Daten, Exportbeschränkungen für Schlüsseltechnologien sowie abweichende rechtliche Rahmenbedingungen für den Datenaustausch stellen erhebliche Risiken dar. 

Im schlimmsten Fall können Änderungen in der US-Handels- oder Sicherheitspolitik Zugriffe auf essenzielle Software, Dienste und Daten blockieren und somit die Kontrolle über eigene Geschäftsprozesse gefährden

Was aber tun, wenn die eigene IT überwiegend in den USA betrieben wird? 

Digitale Klarheit schaffen und Alternativen evaluieren

Der erste Schritt ist Transparenz. Unternehmen sollten ihre Abhängigkeiten analysieren und kritische Systeme identifizieren. Darauf aufbauend lassen sich gezielt Alternativen prüfen. Viele Businesslösungen können Unternehmen bereits On-Premises oder in europäischen Cloud-Umgebungen hosten. Etwa die E-Commerce-Systeme Commercetools, Shopware und Magento sowie die CMS-Anbieter Magnolia und Storyblok.  

Aufgrund laufender Verträge, hoher Migrationsaufwände und fehlendem Know-how ist ein sofortiger Wechsel aber meist nicht realisierbar. In diesem Fall ist es sinnvoll, eine Multicloud-Strategie anzustreben und den Übergang schrittweise vorzunehmen. Die Verwendung verschiedener Anbieter reduziert die Abhängigkeit und ermöglicht gleichzeitig, den jeweils besten Service für die jeweiligen Anforderungen zu wählen. 

Schrittweise Migration planen

Zuerst sollten Verantwortliche geschäftskritische Daten und Workflows in europäische Cloud-Umgebungen wie die von OVH, Scaleway und Stack It migrieren. Für einen sicheren Betrieb ohne Ausfallzeiten empfiehlt sich auch hier ein schrittweises Vorgehen. Dabei werden zunächst klar abgegrenzte Module oder einzelne Fachbereiche übertragen. Zusätzlich sind Backup-Lösungen erforderlich, die den Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn einzelne Schnittstellen vorübergehend nicht verfügbar sind.  

Nach ersten Erfahrungen mit den Anbietern und dem Migrationsprozess können weniger kritische Anwendungen überführt werden. So lässt sich die neue Umgebung stabil etablieren, ohne unnötige Risiken einzugehen. 

Trotz der Bestrebungen nach digitaler Souveränität erfordert jeder Anwendungsfall eine bewusste Entscheidung, in welchen Bereichen ein Wechsel auf eine europäische Software-Alternative sinnvoll ist. Es sollte keine Abstriche bei Funktionalität oder Leistungsfähigkeit geben. Tatsächlich haben europäische Cloudlösungen aber in puncto Skalierbarkeit deutlich aufgeholt und nähern sich allmählich dem Niveau der amerikanischen Pendants. 

Das Handelskraft Trendbuch 2026 „High Noon“ liefert hilfreiche Tipps für wichtige Businessentscheidungen. Zudem erklärt es wirksame Sicherheitsmaßnahmen und zukunftsfähige IT-Strategien. Es steht hier kostenfrei zum Download bereit

Handelskraft Trendbuch „High Noon“ Christian Otto Grötsch
ist Gründer und Managing Director von dotSource.

Bildquelle: dotSource

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung