Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 3 ROAS vs. POAS: Für welche Shops ist POAS sinnvoll?

Ein Gastbeitrag von Rahil Yaqub 5 min Lesedauer

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Hoher ROAS – und trotzdem bleibt kaum Gewinn übrig? Die wichtigste Kennzahl im Performance Marketing kann zur gefährlichen Falle werden. Im dritten Teil unserer POAS-Serie zeigen wir, für welche Shops POAS sinnvoll ist.

(Bild:  © DSimage/stock.adobe.com)
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POAS – Profit on Ad Spend

Teil 1: Das ROAS-Problem im E-Commerce: Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Teil 2: ROAS vs. POAS – der Unterschied, der über Gewinn oder Verlust entscheidet

Teil 3: Für welche Shops ist POAS sinnvoll?

Teil 4: Die Profit-Logik hinter jeder Bestellung

Teil 5: Schritt-für-Schritt-Umsetzung zur profitbasierten Google-Ads-Steuerung

Teil 6: Die häufigsten Fehler bei der Umstellung auf Profitoptimierung

Teil 7: Der realistische 90-Tage-Fahrplan zur POAS-Implementierung

Teil 8: So verändern POAS Kampagnenstrukturen und Budgetentscheidungen

Teil 9: Profitsteuerung wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Teil 10: Von Umsatzdenken zu nachhaltigem Wachstum

Der Perspektivenwechsel: Von Umsatz zu Gewinn. Genau dieser Perspektivenwechsel steht im Mittelpunkt dieser Serie des e-commerce magazins. Wir zeigen, wie Onlineshops ihre Google-Ads-Konten von einer umsatzgetriebenen Optimierung auf eine profitbasierte Steuerung umstellen können. Dabei geht es unter anderem um:

  • wann POAS im E-Commerce wirklich sinnvoll ist,
  • welche Daten und Kostenstrukturen dafür benötigt werden,
  • wie Profit-Tracking technisch umgesetzt wird,
  • und wie Händler ihre Accounts innerhalb von 90 Tagen auf Profit ausrichten können.

Das Ziel ist ein klarer Leitfaden für Händler, die ihr Marketing nicht nur auf Wachstum, sondern auf nachhaltige Profitabilität ausrichten wollen.

Im dritten Teil der Artikelreihe gehen wir der Frage nach: Für welche Shops POAS sinnvoll ist – und für welche nicht?

POAS ist nicht für jeden Shop der richtige nächste Schritt. Wer das weiß, spart sich eine Menge Reibung – und manchmal ein Jahr falsch investierter Optimierungsarbeit. Wer es nicht weiß, dreht an der falschen Stellschraube und wundert sich, warum der Gewinn trotz wachsender Umsätze nicht mitzieht.

Ab wann lohnt sich POAS? Die Entscheidung hängt vom monatlichen Google-Ads-Budget ab.(Bild:  Pro Ads Marketing)
Ab wann lohnt sich POAS? Die Entscheidung hängt vom monatlichen Google-Ads-Budget ab.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Phase 1: ROAS hat seinen Platz – und der ist berechtigt

Es gibt eine Situation, in der ROAS die richtige Wahl ist. Nicht als Kompromiss, sondern als strategisch sinnvolle Entscheidung.

Solange ein Account noch Volumen aufbaut, wenig Conversion-Daten hat und sich in der Lernphase befindet, braucht der Algorithmus vor allem eines: stabile, ausreichende Signale. Profit ist in dieser Phase keine stabile Größe. Er schwankt mit Einkaufspreisen, Rücksendungen, Kategorienmix. Wer zu früh auf POAS umstellt, gibt dem System eine Zielvariable, die es nicht sauber verarbeiten kann.

Faustregel: Unter 10.000 Euro monatlichem Google-Ads-Budget zuerst auf Umsatz und Conversion-Volumen setzen. Der Algorithmus braucht diese Grundlage, bevor Profitsteuerung stabil funktioniert.

Das bedeutet nicht, Profit zu ignorieren. Es bedeutet, die Reihenfolge zu kennen. Erst Volumen. Dann Steuerungsqualität.

Praxisbeispiel: Mode-Shop, 4.800 Euro Budget. Ein Mode-Shop möchte direkt auf POAS Steuerung wechseln. Budget: 4.800 Euro/Monat, rund 35 Transaktionen. Nach drei Wochen bricht die Performance ein. Das System hat zu wenig Daten, um Profitsignale sinnvoll zu verarbeiten. Zurück zu ROAS, Budget auf 13.000 Euro skaliert – dann erneut umgestellt. Zwei Monate später läuft die POAS-Steuerung stabil und die ersten Budgetverschiebungen in Richtung margenstarker Kategorien werden sichtbar.

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