Newsletter-Marketing Hyperpersonalisierung: Wie ein Fachportal den Posteingang erobert

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 5 min Lesedauer

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Zwischen SEO, Design und Events ist es nicht leicht, im Marketing den Überblick zu behalten. Seit mehr als 20 Jahren ist die marketing-Börse eine wichtige Informationsquelle. Für die Hyperpersonalisierung der Newsletter nutzt das Fachportal den E-Marketing Manager von Agnitas.

Der E-Marketing Manager (EMM) von Agnitas ermöglicht auch die Hyperpersonalisierung von Newslettern.(Bild:)
Der E-Marketing Manager (EMM) von Agnitas ermöglicht auch die Hyperpersonalisierung von Newslettern.
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Darum Geht'S

Fachportal treibt den Wandel zur Hyperpersonalisierung voran:
Statt eines einheitlichen Morning-Briefings entwickelt das Team der markting-Börse einen individuellen, wöchentlichen Newsletter.

Pilotphase zeigt Akzeptanz und Wirksamkeit: Seit Frühjahr 2026 wird die Lösung mit Agnitas EMM getestet – zunächst mit 200, dann 2.000 Empfängern. Das Leserfeedback war früh deutlich positiv.

Metriken Frequency, Recency und Popularity liefern Mehrwert: Die Kombination aus persönlichen Interessen und Community-Trends verbessert das Leseerlebnis, erhöht die Klickrate und schafft neue Potenziale für zielgerichtete Werbung.

Kaum eine Branche ist so vielfältig wie die Welt des Marketings. Von der Einführung neuer Produkte über Performance, Kundenbindung und Design bis hin zu Events ist die Bandbreite an Themen enorm. Ebenso vielfältig sind deshalb auch die Themen des Fachportals marketing-BÖRSE. Doch diese Vielfalt bringt für die Betreiber auch Herausforderungen mit sich: Welche Themen interessieren die Leser und Leserinnen? Was klicken sie an, was ist irrelevant? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Unternehmen jetzt eine neue Software für die Hyperpersonalisierung der Newsletter eingeführt.

Waghäusel, knapp 30 km entfernt von Heidelberg, ist vielleicht nicht der erste Ort, an den man bei globalen Digital-Trends denkt. Doch tatsächlich sitzt hier einer der wichtigen Player des deutschen Online-Marketings. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 fungiert die marketing-Börse als Wegweiser für Anbieter der Digitalwirtschaft – hier erscheinen täglich Newsletter über alles, was in der Welt des Marketings wichtig ist. Das Fachportal vernetzt Unternehmen, die Unterstützung suchen, mit Agenturen und Dienstleistern. Das Spektrum reicht von klassischer Werbung über SEO bis hin zu Eventmanagement. Über 46.000 Dienstleister aus Marketing, Vertrieb und IT sind vertreten.

Mit Hyperpersonalisierung zu zukunftssicheren Briefings

In einer Branche, die sich fast stündlich neu erfindet, ist Stillstand keine Option. Das gilt auch für das Team um Gründer und Geschäftsführer Dr. Torsten Schwarz, das trotz einer überschaubaren Zahl von weniger als zehn Köpfen einen beachtlichen Output vorweisen kann: Mit sieben verschiedenen Newslettern erreicht die marketing-Börse rund 85.000 Marketer im DACH-Raum. Täglich lesen 20.000 das Morning-Briefing.

Das werktägliche Morning-Briefing ist dabei ein verlässlicher und stetiger Begleiter. Jeder Empfänger erhält dieselben redaktionellen Nachrichten – vom SEO-Spezialisten bis zum Social-Media-Manager. Doch in einer Welt, in der die Aufmerksamkeitsspanne sinkt und die Informationsflut steigt, werden solche Mailings zum Auslaufmodell. Das merkten auch die Mitarbeiter des Portals, und deshalb begaben sie sich auf die Suche nach einer Lösung, um diesen wichtigen Kanal zukunftssicher zu machen. Das Ziel: Ein wöchentlicher, individueller Newsletter für die Abonnenten.

Nachholbedarf bei der Hyperpersonalisierung

Dr. Torsten Schwarz ist Gründer und Geschäftsführer der marketing-Börse GmbH.(Bild:  marketing-Börse GmbH)
Dr. Torsten Schwarz ist Gründer und Geschäftsführer der marketing-Börse GmbH.
(Bild: marketing-Börse GmbH)

Torsten Schwarz berichtet über die Ausgangslage: „Es gab an verschiedenen Ecken Nachholbedarf, es ging um Inhalte, Relevanz, Interaktionen, und letztendlich auch darum, unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Grunde lässt sich unser Plan auf den Begriff Hyperpersonalisierung herunterbrechen.“ Für den Übergang war es aber wichtig, dass es nicht zu einer Unterbrechung des Newsletters kommt, sondern die Leser wie gewohnt mit Informationen versorgt werden. Zudem wollten die Mitarbeiter sich so wenig wie möglich um die Technik im Hintergrund kümmern müssen. Das Team um Torsten Schwarz nutzt bereits seit vielen Jahren den E-Marketing Manager (EMM) von Agnitas in der Public-Cloud-Version.

Indem wir Installation, Wartung und Updates an Agnitas outsourcen, können wir uns komplett auf die redaktionelle Arbeit konzentrieren. Und wenn wir doch mal Fragen haben, ist der Support jederzeit zur Stelle.

Dr. Torsten Schwarz

Personalisierungsverfahren zwischen Frequency, Recency und Popularity

Darauf aufbauend hat im Frühjahr 2026 die Testphase für die Hyperpersonalisierung begonnen. „Und das Feedback der Leserinnen und Leser war schnell sehr positiv“, so der Geschäftsführer. Für die erste Erprobung entschied sich das Team der marketing-Börse dafür, das neue Personalisierungsverfahren zunächst mit einem begrenzten Personenkreis von rund 200 Empfängern zu testen, der aufgrund des positiven Feedbacks im zweiten Schritt auf rund 2.000 ausgeweitet wurde. Der EMM ist dabei das intelligente Analyse-Zentrum, das im Hintergrund die riesigen Datenmengen auswertet, die durch die Interaktionen der Leser entstehen.

Torsten Schwarz und seine Mitarbeiter setzen auf drei zentrale Metriken – Frequency, Recency und Popularity: „Mit der Frequency wollen wir herausfinden, auf welche Themen ein Empfänger am häufigsten klickt. Die Recency zeigt uns, welche Themen er zuletzt angeklickt hat. Und mit der Popularity können wir sehen, was die Leser, also die Empfänger insgesamt, am meisten interessiert hat.“

Das Ergebnis dieser Daten ist ein Digest-Newsletter, durch den die Leser einmal pro Woche ihre persönlichen Topthemen bekommen, der aber auch die meistgeklickten Links der Community enthält. Das Team möchte damit bewusst die besonders aktiven Nutzer weiter ansprechen: Nur die Empfänger, die regelmäßig News-Meldungen anklicken, bekommen derzeit den personalisierten Wochen-Newsletter.

Aufgabenstellung und Lösung

Anwender: marketing-Börse GmbH
Geschäftstätigkeit: Bundesweiter Betrieb von Marketingportalen
Mitarbeiter: < 10
Aufgabe: Schaffung eines hyperpersonalisierten wöchentlichen Newsletters auf Basis von individuellen Nutzerinteressen und Verhaltensdaten
Lösung: Agnitas E-Marketing Manager (Public-Cloud-Version) zur automatisierten Erstellung von verhaltensbasierten Digest-Mailings.

Mit der Hyperpersonalisierung flexibel in die Zukunft

Die marketing-Börse bietet ihren Lesern jetzt einen personalisierten Weekend-Digest an.(Bild:  marketing-Börse GmbH)
Die marketing-Börse bietet ihren Lesern jetzt einen personalisierten Weekend-Digest an.
(Bild: marketing-Börse GmbH)

In den kommenden Wochen und Monaten möchten Torsten Schwarz und seine Kollegen die Hyperpersonalisierung auf Basis der Daten der besonders aktiven Empfänger auf alle Abonnenten ausweiten „Das Zusammenspiel zwischen Interessen-Ermittlung und Zusammenbau unseres Digest-Newsletters ist im EMM extrem flexibel gestaltet“, erklärt Schwarz. „Das erlaubt uns, intensiv mit verschiedenen Parametern zu experimentieren, um die Klickquoten und die Zufriedenheit unserer Leser immer weiter zu optimieren. Rückmeldungen aus unserer Pilotphase haben gezeigt, dass dieser Weg der persönlichen Ansprache genau den Nerv unserer Abonnenten trifft.“

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Darüber freut sich das Team, denn die Hyperpersonalisierung verbessert nicht nur das Leseerlebnis, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten zur für zielgerichtete Werbeausspielung. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Reise weg vom Standard-Newsletter hin zum kuratierten Einzelstück der richtige Weg ist. Die marketing-Börse erwartet durch diese Strategie nicht nur eine signifikante Steigerung der Klickraten, sondern vor allem eine nachhaltige Stärkung der Leserbindung. 

Wer seinen Abonnenten beweist, dass er ihre Zeit respektiert und nur Relevantes liefert, reduziert die Abmeldungen vom Newsletter und macht aus Lesern eine echte Community. Dies ist einmal mehr der Beweis, dass es keine riesige Maschinerie braucht, um technologische Maßstäbe zu setzen – man braucht nur die passgenauen Werkzeuge.