KI-Agenten im Handel Agentic Commerce: Wie versteckte Agenten zu Gatekeepern werden

Von Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie von Riverty zu Agentic Commerce zeigt, wie sich KI‑Agenten von Assistenzsystemen zu autonomen Akteuren entwickeln. Künftig können sie Produkte im Namen von Verbrauchern auswählen und kaufen – und damit die Zukunft von E‑Commerce und Payments verändern.

Die neue Studie aus der Reihe Fintech 2040 untersucht die Auswirkungen von KI-Agenten auf den Onlinehandel.(Bild:   Riverty)
Die neue Studie aus der Reihe Fintech 2040 untersucht die Auswirkungen von KI-Agenten auf den Onlinehandel.
(Bild: Riverty)

Die von Professor Roland Frank herausgegebene Studie „Agentic Commerce: China’s Lead, Europe’s Choice“ aus der Reihe Fintech 2040 von Riverty belegt: Die nächste große Herausforderung im digitalen Handel ist nicht mehr nur die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Entscheidend wird vielmehr die versteckte „Trust‑ und Protokollschicht“ hinter KI‑gesteuerten Transaktionen.

Während Unternehmen früher vor allem um Klicks, Rankings und Conversions konkurrierten, verlagert Agentic Commerce den Wettbewerbsvorteil. Künftig zählen vor allem Maschinenlesbarkeit, Zahlungsautorisierung, vertrauenswürdige Ausführung und die Interoperabilität zwischen KI‑Systemen. China bietet bereits einen ersten Ausblick auf diese Entwicklung. Ökosysteme wie Qwen von Alibaba und Douyin von ByteDance zeigen, wie KI‑Agenten Commerce, Payments, Empfehlungslogiken und digitale Services nahtlos verbinden können – in hoch integrierten Verbraucherumgebungen.

Agentic Commerce zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Gleichzeitig sind Konsumenten noch nicht bereit, die Kontrolle vollständig abzugeben. Eine aktuelle, repräsentative Consumer‑Umfrage von Riverty und Adyen zeigt: Viele stehen KI‑unterstütztem Shopping offen gegenüber. 93 Prozent möchten jedoch jederzeit die Möglichkeit haben, Kaufentscheidungen der KI zu prüfen oder zu stoppen. Die meisten Befragten würden KI‑Agenten nur eine begrenzte Ausgabenbefugnis einräumen. Zudem erwarten sie volle Transparenz darüber, wie Entscheidungen zustande kommen.

Diese Ergebnisse stützen eine zentrale Schlussfolgerung des Reports: Die Zukunft von KI-Agenten im E-Commerce wird ebenso sehr durch Vertrauen bestimmt wie durch Technologie. Für Europa ergibt sich daraus eine strategische Wahl. Statt hoch integrierte Plattformmodelle aus China oder den USA zu kopieren, könnte Europa – so das Paper – ein eigenes Modell für Agentic Commerce entwickeln. Eines, das auf Interoperabilität, transparenten Berechtigungen, vertrauenswürdigen Zahlungsprozessen und klarer Verbraucher‑Verantwortlichkeit basiert.

Der Report „Agentic Commerce: China’s Lead, Europe’s Choice“ ist Teil der Fintech 2040‑Reihe von Riverty. Sie untersucht die Veränderungen in Finanzdienstleistungen, im digitalen Handel und im Konsumverhalten.  Riverty als die Fintech-Sparte von Bertelsmann unterstützt Tausende von Händlern und über 28 Millionen Verbraucher, indem monatlich mehr als 80 Millionen Transaktionen verarbeitet werden.

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