Bessere Entscheidungen, profitablere Lieferketten

Steuern statt Improvisieren: So wird das Transportnetzwerk zur Gewinnmaschine

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Transparenz: Die Grundlage für bessere Transportentscheidungen

Gute Transportentscheidungen beginnen mit einem umfassenden Überblick über das gesamte Transportnetzwerk. Transparenz bedeutet, jederzeit zu wissen, wo sich Waren befinden, welche Transportkapazitäten verfügbar sind und wo Lieferengpässe entstehen könnten. Auf dieser Grundlage können Unternehmen fundierte Entscheidungen auf Basis aktueller Daten treffen, statt erst zu reagieren, wenn Probleme bereits eingetreten sind.

Viele Unternehmen verfügen heute bereits über große Datenmengen aus ERP-Systemen, Transportmanagement-Systemen, Lagern und den Netzwerken ihrer Logistikpartner. Die Herausforderung besteht deshalb nicht im Mangel an Informationen, sondern darin, diese Datenquellen miteinander zu verknüpfen und sinnvoll zu nutzen. Laut der Benchmark-Studie sehen sich lediglich 27 Prozent der Versender mit ihren externen Partnern gut oder sehr gut integriert. Bei Frachtführern und Logistikdienstleistern liegt dieser Wert hingegen bei 65 Prozent.

Gerade im E-Commerce ist das entscheidend, denn Entscheidungen über Lagerbestände, Nachschub oder Retouren müssen häufig innerhalb kürzester Zeit getroffen werden. Eine vernetzte Datenbasis wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Künstliche Intelligenz kann Transportprozesse effizienter machen, indem sie große Datenmengen analysiert, Muster und Risiken erkennt, Entscheidungsempfehlungen liefert und wiederkehrende Aufgaben automatisiert. So lassen sich Ressourcen besser nutzen und operative Abläufe verbessern.

Der Nutzen von KI hängt jedoch unmittelbar von der Qualität und Verfügbarkeit der zugrunde liegenden Daten ab. Ohne vollständige, aktuelle und vernetzte Informationen kann selbst die leistungsfähigste KI keine verlässlichen Empfehlungen liefern. Entsprechend bewerteten in der Benchmark-Studie nur 29 Prozent der Versender und 35 Prozent der Frachtführer beziehungsweise Logistikdienstleister den effektiven Einsatz von KI als eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen. Das unterstreicht: KI ist weniger der eigentliche Wettbewerbsvorteil als vielmehr ein Werkzeug, dessen Erfolg von einer soliden Datenbasis abhängt.

Der eigentliche Wettbewerbsvorteil entsteht deshalb nicht durch den Einsatz von KI allein, sondern durch die Fähigkeit eines Unternehmens, Daten aus unterschiedlichen Quellen intelligent zu verknüpfen und daraus bessere Transportentscheidungen abzuleiten.

Von der einzelnen Sendung zum Management des gesamten Netzwerks

Die profitabelsten Transportstrategien betrachten einzelne Lieferungen nicht isoliert. Denn jede Transportentscheidung wirkt sich auf andere Bereiche des Unternehmens aus.

Die kurzfristige Entscheidung, eine zusätzliche Sendung zu beauftragen, kann beispielsweise die Transportkosten erhöhen, Lagerbestände beeinflussen, Auswirkungen auf andere Lieferungen haben oder das Kundenerlebnis verbessern – oder verschlechtern.

Ein ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt deshalb mehrere Faktoren gleichzeitig:

  • Verfügbare Transportkapazitäten
  • Lagerbestände
  • Fulfillment-Standorte
  • Zugesagte Liefertermine

Dafür ist ein grundlegender Perspektivwechsel erforderlich: weg von der Frage „Wie lösen wir dieses Problem?“ hin zu „Wie können wir verhindern, dass dieses Problem überhaupt entsteht?“

Wer vom reaktiven Problemlösen zu einem proaktiven Management des gesamten Transportnetzwerks übergeht, steigert die Effizienz, schützt seine Margen und macht seine Logistik widerstandsfähiger. Die Studie zeigt zudem, dass 68 Prozent der Versender enge und vertrauensvolle Beziehungen zu Frachtführern und Logistikpartnern in den kommenden drei bis fünf Jahren als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal erfolgreicher Unternehmen ansehen – noch vor einer stärkeren Vernetzung der Netzwerke (66 Prozent).

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