Das von OpenAI kürzlich vorgestellte ChatGPT-Ökosystem bietet großes Potenzial für die Marketing-Branche. Warum Unternehmen den Aufsprung auf den KI-Zug nicht verpassen sollten, erklärt Gastautor Maximilian Modl von Brevo.
(Quelle: Family Stock - Adobe Stock)
Erst wurde Sam Altman von dem alten Verwaltungsrat des ChatGPT-Entwicklers OpenAI herausgedrängt, dann wurde angekündigt, er wechsle zu Microsoft. Und wenige Tage später kehrte Altman doch in seine Führungsposition bei OpenAI zurück. Bei diesen Personalthemen darf jedoch nicht das Wesentliche aus den Augen verloren werden: OpenAI hat mit der Veröffentlichung von ChatGPT vor gut einem Jahr einen KI-Hype ausgelöst. Aber erst kürzlich hat das Unternehmen bei seiner ersten Entwicklerkonferenz das wahre Potenzial dieser Technologie aufgezeigt: Ein ChatGPT-Ökosystem, dessen Anwendungen miteinander verknüpft sind und aufeinander aufbauen. Künstliche Intelligenz wird unser Leben mindestens so stark verändern wie das Internet. Unternehmen sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich bleiben.
Beeindruckende Fähigkeiten von ChatGPT
Jedes Jahr tauchen neue Technologien auf, die urplötzlich in aller Munde sind und vermeintlich das Potenzial haben, die Welt grundlegend zu verändern. Krypto, Blockchains oder das Metaverse sind nur einige Beispiele der jüngsten Vergangenheit. Aber konkrete Ergebnisse lassen weiter auf sich warten. Und auch mit Blick auf KI gibt es einige Kritiker, die den aktuellen Buzz übertrieben finden. Aber – bei allen Fehlern und Halluzinationen, die natürlich nicht wegzudiskutieren sind – beeindrucken die Fähigkeiten von ChatGPT und anderen KI-Tools doch. Und das, obwohl wir noch ganz am Anfang dieser KI-Revolution stehen. Wir können uns wahrscheinlich noch nicht einmal vorstellen, in welchem Maße wir uns in fünf oder zehn Jahren auf KI verlassen werden. Und zwar in (nahezu) allen Lebens- und natürlich auch Arbeitsbereichen.
Es ist kein Wunder, dass Unternehmen wie Microsoft und Google KI-Funktionen sehr schnell in ihre Arbeitssoftware integriert haben. Nicht nur profitieren potenziell Milliarden Nutzern weltweit davon, es gibt auch bei der Arbeit viele Aufgaben und Abläufe, die sich dank KI deutlich effizienter und effektiver erledigen lassen. Im Marketing ist beispielsweise Hyperpersonalisierung schon lange ein Buzzword. Und jedes Jahr sagen Experten aufs Neue den endgültigen Durchbruch vorher, der dann aber immer und immer wieder ausbleibt. Das Problem ist ein ganz einfaches: Hyperpersonalisierung ist mit extrem hohem manuellem Aufwand verbunden, der im Grunde von Marketing-Abteilungen ressourcentechnisch gar nicht zu leisten ist.
Sich auf die neue Datenwelt einlassen
Natürlich verfügen Unternehmen in der Regel schon über die Daten, mit denen sie ihre Kunden theoretisch auf persönlicher Ebene basierend auf ihren Interessen, Bedürfnissen, besonderen Vorkommnissen wie Geburtstagen und getätigten – oder auch nicht getätigten – Käufe ansprechen können. Aber das wird zu komplex. Man müsste unendlich viele Kampagnenszenarien und Workflows definieren, um jede Kundin, jeden Kunden individuell abzudecken. Diese Ressourcen haben Marketing-Abteilungen nicht und irgendwann verliert man auch einfach den Überblick.
An dieser Stelle kann aber KI ansetzen – vorausgesetzt die Unternehmen sind bereit sich auf die Datenwelt einzulassen. KI funktioniert am besten, wenn sie mit scharfen und konsolidierten Daten arbeitet. Dann kann sie vorhandene Datenmengen analysieren, Mustern und Zielgruppen auf granularer Ebene erkennen und entsprechende Szenarien für die Kundenansprache definieren. Der Mensch muss das Ganze dann nur noch auf der Metaebene überblicken und steuern. Allerdings kämpfen derzeit viele Unternehmen damit, solche Daten effektiv zu sammeln und zu organisieren. KI hat zwar das Potenzial, die Branche zu revolutionieren, setzt aber voraus, dass Unternehmen sich die Mühe machen und in die effektive Verwaltung ihrer Daten investieren. Ohne eine solide Datengrundlage bleibt die KI eher ein Wunschtraum als eine praktische Realität.
Evaluierung von KI-Tools wie ChatGPT
Die Chancen, die sich Unternehmen allein in diesem Beispiel bieten, sind riesig. Was nicht heißt, dass sie jetzt auf Biegen und Brechen KI-Tools in alle Unternehmensabteilungen integrieren müssen. Aber so langsam sind eine Annäherung und ein kritischer Blick auf die eigene Organisation notwendig. Dadurch lassen sich die Bereiche identifizieren, in denen KI-Funktionen tatsächlich Sinn ergeben und einen Mehrwert bringen. Denn sie können davon ausgehen, dass ihre Wettbewerber derzeit genau das tun. Dabei geht es nicht darum, als erster irgendwelche KI-Tools wie ChatGPT zu implementieren. Sondern darum, zeitnah zu evaluieren, wie die betriebliche Effizienz und Umsätze gesteigert und Kosten gesenkt werden können.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Integration von KI in die Newsletter-Erstellung
Dabei helfen schon kleine Schritte: Bei Brevo gibt es beispielsweise einen KI-Assistenten, mit dem man prägnante, spannende Betreffzeilen generieren kann oder auch das Tool „Versandzeitoptimierung“, womit die beste Versandzeit für jeden Empfänger individuell berechnet und für die beste Öffnungsrate optimiert wird. Für uns ist das erst der Anfang dessen, was wir mit KI in unseren Produkten planen – hilft aber Mitarbeitern, sich langsam an den Umgang damit zu gewöhnen und den praktischen Nutzen zu erfahren. Umso leichter wird es dann, wenn sie größere Aufgaben mithilfe von KI bewältigen wollen oder sollen. Wir planen schon bald, KI auch in der kompletten Newsletter-Erstellung oder in Workflows zu integrieren. Wer sich da schon ein bisschen auskennt, ist natürlich im Vorteil. Daher dürfen Unternehmen sich dem KI-Wettbewerb nicht verschließen. Tun sie es doch, werden sie eher früher als später den Anschluss an ihre Konkurrenz verlieren.
(Maximilian Modl ist CEO von Brevo Deutschland. (Bild: Brevo))
Über den Autor: Maximilian Modl ist CEO von Brevo Deutschland. Brevo ist die Anbieter einer CRM-Suite, die es Unternehmen ermöglicht, effektive Kundenbeziehungen aufzubauen und zu skalieren. Intuitive Marketing- und Vertriebstools zur Automatisierung von Sales- und Marketing-Aktivitäten sowie zur Erstellung von Marketing-Kampagnen via E-Mail, SMS, WhatsApp und Chat unterstützen Unternehmen dabei, ihr Geschäft zu erweitern. (sg)