Marketing Orchestration Benchmark 2026 Marketing: Warum Volumen-Strategien bei E-Mails scheitern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von Brevo zeigt: E-Mail-Abonnenten bleiben, aber die Aufmerksamkeit schwindet. Die Lösung liegt in der Channel-Orchestrierung beim Marketing – und deutsche Marketer sind bei der Performance weltweit Vorreiter. Die DSGVO legte dafür die Basis.

(Bild:  © BritCats Studio/stock.adobe.com)
(Bild: © BritCats Studio/stock.adobe.com)

Darum Geht's

Silent Disengagement: Die Klickrate (CTR) bricht bei High-Volume-Sendern auf 1,54 Prozent ein. Die Top 10 der Omnichannel-Sender erzielen 8,75 Prozent CTR durch Intent-Driven Marketing.

Deutsche Unternehmen führen weltweit bei der CTR mit 5,42 Prozent. Hier zeigt sich die DSGVO als strategischer Reifevorteil.

Mobile Wallet wächst jährlich um 43 Prozent. Die Retention-Rate von 95 Prozent wird in Deutschland noch stark unterschätzt.

Mehr senden, weniger erreichen: Das ist die zentrale Botschaft des neuen „Marketing Orchestration Benchmarks 2026“ von Brevo. Für den Report hat Brevo die Versanddaten von 175.000 Unternehmen weltweit ausgewertet, darunter 15.000 Unternehmen aus Deutschland. Dabei wurden Milliarden von Nachrichten über E-Mail, SMS, WhatsApp, Push und Mobile Wallet analysiert. Die Datenbasis umfasst den Zeitraum Januar bis Dezember 2025 und macht den Report zur bislang umfangreichsten Auswertung von Omnichannel-Engagement-Daten, die Brevo veröffentlicht hat. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Wer seinen Kanal-Mix intelligent orchestriert und auf Relevanz statt Volumen setzt, erzielt messbar bessere Ergebnisse. Europäische und insbesondere deutsche Unternehmen haben dabei einen strategischen Reifevorteil, der sich massiv auf den ROI auswirkt.

Silent Disengagement: Der unsichtbare Performance-Killer

Das gefährlichste Signal im Marketing ist heute das leiseste. Brevo identifiziert im neuen Report ein Phänomen namens „Silent Disengagement": Die Empfängerlisten wachsen, die Abmelderaten bleiben mit global unter einem Prozent verschwindend gering, aber die Zielgruppe hört auf zu interagieren. Die Inbox ist voll und die Botschaft geht unter, obwohl die Datenbank oberflächlich gesund aussieht.

Bei High-Volume-Sendern (mehr als eine Million E-Mails pro Jahr) bricht die Click-Through-Rate (CTR) auf 1,54 Prozent ein. Im Gegensatz dazu erzielen die Top 10 Prozent der Omnichannel-Sender eine CTR von 8,75 Prozent – ein gewaltiger Unterschied, der zeigt, wie weit Masse und Relevanz in der Praxis auseinanderliegen.

Maximilian Modl CEO Brevo Marketing
Maximilian Modl ist CEO Brevo Deutschland.
(Bild: Brevo)

Maximilian Modl, CEO von Brevo Deutschland, kommentiert die Ergebnisse des Reports: „Wer heute noch E-Mail-Performance an reinem Versandvolumen misst, optimiert am falschen Hebel. Die Antwort auf Silent Disengagement lautet nicht, noch lauter zu rufen. Es geht um Orchestrierung: Den richtigen Kanal zur richtigen Zeit für die richtige Botschaft zu nutzen. Unsere Daten zeigen klar, dass weniger, aber gezielt orchestrierte Nachrichten die reinen Volumen-Strategien konsistent schlagen.“

Marketing: Warum Deutschland bei der Performance führt

Deutsche Unternehmen erzielen mit einer CTR von 5,42 Prozent mehr als doppelt so hohe Werte wie der globale Durchschnitt (2,27 Prozent) und dreimal so hohe wie Nordamerika (1,78 Prozent). Auch auf europäischer Ebene bestätigt sich das Bild: Europa erreicht eine Open Rate von 22,8 Prozent, verglichen mit 17,3 Prozent in Nordamerika. Der Grund dafür ist längst nicht mehr nur die strenge DSGVO-Compliance, sondern ein strategischer Reifevorteil: Deutsche Marketer haben den Wechsel zum Intent-Driven-Marketing vollzogen. Sie nutzen saubere Listen und strikte Opt-ins nicht als rechtliche Hürde, sondern als Performance-Strategie. Das Resultat ist ein Publikum, das die Kommunikation tatsächlich erwartet und mit ihr interagiert.

Der orchestrierte Channel-Mix: SMS, WhatsApp und Mobile Wallet

Die Benchmark-Daten belegen, dass Top-Performer Channels nicht mehr isoliert betrachten, sondern die Customer Journey orchestrieren. E-Mail bleibt das Herzstück der Kundenbeziehung, wird aber gezielt entlastet, um den Marketing-Druck zu senken:

  • SMS übernimmt mit weltweit durchschnittlich 25 Millionen Sends pro Monat die extrem zeitkritische Kommunikation.
  • WhatsApp skaliert als Dialogkanal (durchschnittlich 30 Millionen Marketing-Nachrichten pro Monat), um Conversions durch direkte Interaktion zu treiben.
  • Mobile Wallet ist der stille Champion für die langfristige Kundenbindung.

Besonders bei Unternehmen in der DACH-Region zeigen die Wallet-Zahlen eine enorme Dynamik: Hier wurden bereits 31 Millionen Wallet-Pässe erstellt und über 470 Millionen Push-Benachrichtigungen über diesen Kanal versendet. Mobile Wallet operiert vollständig außerhalb des überfüllten E-Mail-Posteingangs, lässt sich dynamisch aktualisieren und erzielt eine durchschnittliche Retention-Rate von 95 Prozent – gepaart mit 52 Prozent höheren Umsätzen pro Kunde.

Orchestrierung als Antwort auf fragmentierte Aufmerksamkeit

Der neue „Marketing Orchestration Benchmark 2020“ wurde zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem Marketer in wachsenden und mittelständischen Unternehmen unter enormem Effizienzdruck stehen. Während die Konkurrenz in der Inbox zunimmt, belegen die Brevo-Daten: Nachhaltiges Engagement entsteht durch smarte Channel-Koordination und Personalisierung – nicht durch mehr Volumen.

Mit der Omnichannel Customer Platform von Brevo können mittelständische Unternehmen effektive Kundenbeziehungen aufbauen und skalieren. Mit der benutzerfreundlichen Plattform können sie die gesamte Customer Journey orchestrieren. Intuitive Tools zur Automatisierung von Sales- und Marketing-Aktivitäten sowie zur Erstellung von Kampagnen via E-Mail, SMS, WhatsApp, Push und Mobile Wallet unterstützen sie dabei, profitabel zu wachsen.

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