Emotionen als Effizienz-Booster Contextual Targeting 2.0: Wenn KI Emotionen erkennt und Werbung wirkt

Ein Gastbeitrag von Johannes Paysen 4 min Lesedauer

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Contextual Targeting kennt das Thema, aber nicht die Emotion dahinter. Künstliche Intelligenz ändert das: Neuro-Contextual Advertising erkennt Stimmungen und steigert so Engagement und Conversion messbar.

(Bild:  © MstRabeka/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

Neuro-Contextual Advertising: KI-gestützte Weiterentwicklung des klassischen Contextual Targeting, die auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Statt nur zu erfassen, welche Inhalte Konsumenten sehen, analysiert sie auch das Warum.

Moments of Receptivity: Momente erhöhter Aufnahmebereitschaft bei Konsumenten. Studien zeigen, dass Neuro-Contextual Targeting in solchen Momenten die Werbeerinnerung und Botschaftszuordnung jeweils um 19 Prozent gegenüber rein kategoriebasiertem Targeting steigern kann.

Emotionale Tonalität statt reiner Keywords: Neue Planungslogik für Marketer: Kampagnen sollen nicht mehr nur nach Themenumfeldern (Keywords), sondern zusätzlich nach emotionaler Tonalität und Kaufabsicht ausgerichtet werden.

Wenn es um die passgenaue und datenschutzsichere Zielgruppenansprache geht, ist Contextual Targeting für Werbetreibende ein zentraler Bestandteil des Marketing-Werkzeugkoffers. Beim Contextual Advertising werden Anzeigen neben ähnlichen Themen und Kontexten platziert, zum Beispiel Handschuhe bei Artikeln zu beliebten Skigebieten. Doch klassisches Contextual Targeting arbeitet in der Regel Keyword-basiert und fußt auf der Annahme, dass vor allem thematische Relevanz zu mehr Aufmerksamkeit führt.

Dieser Ansatz lässt einen wichtigen Faktor jedoch außer Acht: In welchem emotionalen Zustand klickt sich ein Interessent gerade durch die Inhalte auf seinem Screen und welche Emotionen kann ein Inhalt auslösen?

Künstkuche Intelligenz bringt auch Veränderungen für das Contextual Advertising mit und ermöglicht eine Effizienzsteigerung: Sogenanntes Neuro-Contextual Advertising, das auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, erweitert die Frage, was Konsumenten auf dem Screen sehen, um das warum. Die KI interpretiert: Ist die Person gerade eher positiv oder negativ gestimmt? Neigt sie zu riskanteren Unternehmungen oder lässt es eher ruhiger angehen? Aus einer bloßen Impression, die keine weiteren Handlungen nach sich zieht, kann so eine Conversion werden.

Deutliche Effizienzsteigerung gegenüber klassischem, kontextuellen Targeting

Eine neurowissenschaftliche EEG-Studie hat diesen Ansatz untersucht und belegt: Neuro-Contextual Advertising kann das Engagement deutlich steigern. Dieses fiel gegenüber nicht-kontextuellen Anzeigen 3,5-mal höher aus, gegenüber klassisch kontextuellen Platzierungen lag der Zugewinn bei rund 30 Prozent. Studien zu sogenannten Moments of Receptivity, also Momenten der erhöhten Aufnahmebereitschaft, zeigen, dass Neuro-Contextual Targeting die Werbeerinnerung und die Botschaftszuordnung um jeweils 19 Prozent gegenüber einem rein kategoriebasierten Targeting steigern kann.

In mehreren Testkampagnen wurde in unterschiedlichen Branchen ein Neuro-Contextual-Ansatz mit herkömmlichen Contextual Targeting verglichen. Ein Beispiel eines Herstellers von Reinigungsmitteln zeigt, dass die Erinnerungsquote um 14 Prozentpunkte, die Markenpräferenz um 9 Prozentpunkte und die Kaufabsicht um 7 Prozentpunkte höher lag als bei klassischem kontextuellen Targeting.

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