Die Umstellung auf Elektrofahrzeugen im Flottenmanagement ist zwar bereits im Gange – der Verbrenner wird auf absehbare Zeit aber erst einmal nicht abgelöst.
(Bild: Sanchai / Adobe Stock)
Im Flottenmanagement im gewerblichen Bereich wird eine gemischte Energieversorgung weiter zunehmen. So beabsichtigen 80 Prozent der Flottenbetreiber, bis 2030 mindestens ein Viertel ihrer Flotte mit Elektrofahrzeugen zu bestücken. 42 Prozent gaben an, dass die Hälfte oder mehr ihrer Flotte bis 2030 aus Elektrofahrzeugen bestehen wird. Das geht aus der aktuellen internationalen Studie „Der Übergang zu kommerziellen Elektrofahrzeugen: Globale Einblicke in die Zukunft einer Mischenergieflotte“ der Marktforscher von Frost & Sullivan im Auftrag von WEX hervor.
Der Umstieg auf eine Flotte mit gemischter Energieversorgung – die sowohl E-Fahrzeuge als auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE) umfasst – ist keine einmalige Umstellung, sondern ein schrittweiser Prozess. Der Umstieg auf E-Fahrzeuge hängt stark von Faktoren wie der Region, der Branche und der Größe eines Unternehmens ab.
Flottenmanagement: Langfristiger Umstieg auf E-Mobilität
„Unternehmen sind sich darüber im Klaren, dass Elektrofahrzeuge für kommerzielle Flotten Vorteile bringen können. Die Elektrifizierung ist jedoch ein schrittweiser Prozess, der mehr umfasst als nur den Austausch von Fahrzeugen“, erklärt Carlos Carriedo, Chief Operating Officer, Americas Payments & Mobility bei WEX. Die Ergebnisse dieses Berichts würden zeigen, dass sich Fuhrparkmanager weniger mit dem „ob“ oder „wann“ der Umstellung befassen, sondern mit dem „wie am besten“. Entscheidend sei, den Wert von Flotten mit gemischter Energieversorgung für einen reibungslosen und effektiven Übergang zur Elektrifizierung zu erkennen, so Carriedo.
„Auf absehbare Zeit werden Flottenbetreiber eine Kombination aus traditionellen und elektrischen Fahrzeugen beibehalten, was den Betrieb, die Infrastruktur, die Energiebeschaffung und die Zahlungen komplexer macht“, so Carriedo weiter.
Das sind die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:
Die Reduktion von Kohlendioxid ist der wichtigste Faktor für den Wandel: 70 Prozent geben an, dass sie eine „wichtige“ oder „grundlegende“ Komponente ihrer Geschäftsstrategie darstellt. Nur 3 Prozent ziehen die Kohlendioxidreduktion überhaupt nicht in Betracht.
Während des Umstiegs ist die betriebliche Effizienz von entscheidender Bedeutung: Trotz der Herausforderungen der Elektrifizierung, wie hohe Investitionskosten (64 Prozent), hat die Hälfte der befragten Unternehmen bereits in die Ladeinfrastruktur investiert.
Die Vereinfachung vom Aufladen und von Zahlungen ist von entscheidender Bedeutung: Ein großer Teil (78 Prozent) der Unternehmen lädt vor Ort, aber auch das Laden unterwegs und zu Hause ist weit verbreitet. Neunzig Prozent der Flotten haben die gleichen Zahlungsoptionen für Verbrennungsmotoren (ICE) und Elektrofahrzeuge. Bei der Wahl einer Zahlungskarte ist die Verfügbarkeit einer kombinierten ICE/EV-Zahlungskarte der wichtigste Faktor.
Smarte digitale Lösungen könnten dabei helfen, Flotten zukunftssicher zu machen: Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) hat Probleme mit der Routenplanung, während 49 Prozent Schwierigkeiten bei der Datenerfassung haben. 40 Prozent stehen vor Herausforderungen bei der Integration von Flottenmanagement-Software für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeuge.
Die Elektrifizierung ist ein schrittweiser Prozess, der mehr umfasst als nur den Austausch von Fahrzeugen.
Carlos Carriedo, WEX
Herausforderungen bei der Umstellung
Der Bericht hebt die Auswirkungen auf die gesamte Branche hervor und weist darauf hin, dass die drei größten Herausforderungen für Flottenbetreibenden die Kraftstoffkosten (67 Prozent), die Betriebskosten (66 Prozent) und die Gewinnspannen (59 Prozent) sind. Diese Herausforderungen spiegeln den Druck wider, unter dem Flottenmanager stehen, wenn sie beim Übergang zu neuen Technologien und nachhaltigen Verfahren gleichzeitig die Kosten im Griff behalten und die Rentabilität gewährleisten müssen.
Stand: 16.12.2025
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