In eigener Sache Die PM ist tot. Es lebe AEO.

Von Heiner Sieger 4 min Lesedauer

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Klassische Pressemitteilungen verfehlen die Logik von Suchmaschinen und KI-Systemen. Wer heute sichtbar sein will, muss Antworten liefern statt Absenderprosa.

(Bild:  © tostphoto/stock.adobe.com)
(Bild: © tostphoto/stock.adobe.com)

DARUM GEHT'S

Warum die klassische Pressemitteilung aus der Gatekeeper-Ära stammt und für AEO nur noch begrenzt taugt.

Welche Inhalte Redaktionen, Suchmaschinen und KI-Systeme heute tatsächlich verwerten können.

Was Unternehmen, Agenturen und Mediakunden ab sofort anders machen sollten.

Warum reicht die klassische Pressemitteilung nicht mehr aus?

Jeden Tag erreichen uns weit über 100 Pressemitteilungen, pro Magazin.

Nahezu all folgen noch immer derselben Logik: ein paar Zitate, viel Selbstlob, wenig Substanz, kaum klarer Nutzwert. Geschrieben für eine Medienwelt, in der Redaktionen Pressematerial sichten, verdichten und für ihre Leser neu aufbereiten.

Diese Welt verschwindet gerade.

Nicht schlagartig. Aber gefühlt mit Überschallgeschwindigkeit.

Denn Sichtbarkeit entsteht heute nicht mehr nur dort, wo ein Redakteur einen Text auswählt. Sichtbarkeit entsteht zunehmend dort, wo Antworten gefunden werden: in Suchmaschinen, in KI-Systemen, in Antwortmaschinen, in digitalen Assistenten.

Wer dafür schreibt, muss anders schreiben.

Die klassische Pressemitteilung reicht dafür nicht mehr aus.

Woran scheitert die herkömmliche PM?

Die klassische Pressemitteilung folgt der alten Gatekeeper-Logik:

  • Unternehmen sendet.
  • Redaktion filtert.
  • Medium verarbeitet.
  • Leser konsumiert.

Im Zeitalter von AEO, also Answer Engine Optimization, funktioniert dieses Modell nur noch eingeschränkt.

Denn KI-Systeme suchen nicht nach wohlklingenden PR-Floskeln. Sie suchen nach belastbaren Antworten.

  • Sie zerlegen komplexe Anfragen in Teilfragen.
  • Sie bevorzugen klare Aussagen.
  • Sie erkennen Struktur.
  • Sie nutzen Inhalte, die Begriffe erklären, Vergleiche liefern, Einordnungen leisten und Nutzerfragen direkt beantworten.

Genau darauf sind klassische PMs nur selten ausgelegt.

  • Zu oft beginnen sie mit Eigenwerbung statt mit Relevanz.
  • Zu oft verstecken sie die eigentliche Nachricht hinter Einleitungen und Managementzitaten
  • Zu oft lassen sie offen, was Leser, Suchmaschinen oder KI-Systeme aus dem Text konkret mitnehmen sollen.

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