Logistics Hall of Fame Logistik-Herausforderungen 2025: Cyberkriminalität und Fachkräftemangel dominieren

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die größten Herausforderungen für die Logistik sind auch 2025 die Cyberkriminalität und der Fachkräftemangel. Als mittlerweile weniger risikoreich sieht die Branche Lieferkettenunterbrechungen. 

(Bild:  © hit1912/Stock.adobe.com)
(Bild: © hit1912/Stock.adobe.com)

Welche Themen bewegen aktuell die Logistikbranche? Das ermittelt mehrmals jährlich die Trend Survey der Logistics Hall of Fame. Sie spiegelt die aktuelle Einschätzungen eines ausgewählten C-Level-Panels aus dem Netzwerk der Logistics Hall of Fame und der Schunck Group wider. Im April dieses Jahres wurden die Cyberkriminalität und der Fachkräftemangel von jeweils 75 Prozent der Befragten als die aktuell gravierendsten Gefahren für die weltweite Logistik identifiziert .

Ein Aufatmen gibt es in der Branche hingegen bezüglich möglicher Lieferkettenunterbrechungen: Während dieses Risiko im November 2022 noch den dritten Platz im globalen Ranking belegte (48,7 Prozent), wurde es 2025 nur noch von 12,5 Prozent der Befragten als eines der Top-Drei-Risiken genannt.

Politische Risiken rücken in den Fokus der Logistik

Neu ist hingegen die Sorge um politische Risiken, die aktuell mit 43,75 Prozent auf Rang drei des globalen Risiko-Rankings stehen. Weitere Nennungen galten unter anderem Marktveränderungen (25 Prozent) sowie Naturkatastrophen, rechtlichen Veränderungen und technologischen Entwicklungen (jeweils 12,5 Prozent). Der Klimawandel wurde 2025 von keinem Teilnehmenden mehr unter die drei größten globalen Risiken eingeordnet – 2022 waren es hingegen noch 18 Prozent.

„Die Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass die Bedrohung durch Cyberangriffe weiter zunimmt“, betont Thomas Wicke, Geschäftsführer der Schunck Group, mit der die regelmäßigen Befragungen durchgeführt werden. „Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel trotz aller politischen Debatten und Maßnahmen einer der zentralen Engpässe für die Branche – und auch politische Entwicklungen werden verstärkt zu beobachten sein.“ Unternehmen sollten ihm zufolge jetzt gezielt in IT-Sicherheitslösungen und Mitarbeiterschulungen investieren und zugleich strategische Partnerschaften eingehen, um ihre Resilienz gegenüber diesen Risiken nachhaltig zu stärken.

Von der neuen Bundesregierung wünschen sich die befragten Logistikentscheider in erster Linie eine Beschleunigung von Genehmigungsprozessen (68,8 Prozent) sowie Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, etwa durch Zuwanderung oder Bildungsprogramme (43,8 Prozent). 

Investitionen und Diversifizierung zur Risikopräventation

Zur Risikoprävention setzen Unternehmen laut der Umfrage weiterhin auf einen Mix aus Maßnahmen: Neben Investitionen in IT-Sicherheit und Cyberversicherungen sind das vor allem Mitarbeiterschulungen, Recruiting-Initiativen – auch im Ausland – sowie die Diversifizierung von Geschäftsbereichen, mit denen Unternehmen ihre Resilienz stärken. 

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