Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 4

ROAS vs. POAS: Die Profit-Logik hinter jeder Bestellung

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Die größte Schwachstelle vieler Shops: unvollständige Daten

In der Praxis scheitert Profitsteuerung selten an Google Ads selbst. Die eigentliche Herausforderung liegt fast immer in der Datenqualität. Viele Shops arbeiten mit:

  • unvollständigen Margendaten,
  • statischen Durchschnittswerten,
  • veralteten Einkaufspreisen,
  • oder nicht integrierten Retourenkosten.

Das Problem: Der Algorithmus trifft seine Entscheidungen ausschließlich auf Basis der übergebenen Informationen. Werden unvollständige oder fehlerhafte Profitdaten verwendet, entsteht zwangsläufig eine fehlerhafte Optimierung.

So gelangt Profit in den Google-Algorithmus: Aus einer Bestellung wird ein Profitwert. Aus einem Profitwert werden bessere Budgetentscheidungen.(Bild:  Pro Ads Marketing)
So gelangt Profit in den Google-Algorithmus: Aus einer Bestellung wird ein Profitwert. Aus einem Profitwert werden bessere Budgetentscheidungen.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Deshalb ist POAS nicht einfach nur eine neue Gebotsstrategie.Es ist in erster Linie ein datengetriebenes Steuerungsmodell. Je sauberer die Datenbasis aufgebaut ist, desto präziser kann der Algorithmus wirtschaftlich relevante Entscheidungen treffen.

Profitsteuerung verändert nicht nur Kampagnen – sondern die gesamte Skalierung

Sobald Profitdaten sauber im Account ankommen, verändert sich häufig die gesamte Dynamik eines Google-Ads-Accounts. Budgets verschieben sich. Produktprioritäten verändern sich. Margenstarke Kategorien gewinnen an Sichtbarkeit. Unprofitable Umsatztreiber verlieren automatisch Budgetanteile.

Das Entscheidende dabei: Die Optimierung erfolgt nicht mehr auf Basis von Umsatzvolumen, sondern auf Basis realer Wirtschaftlichkeit. Dadurch entstehen häufig deutlich stabilere Skalierungseffekte als in rein ROAS-getriebenen Accounts.

Vor allem größere D2C-Brands mit komplexen Sortimenten profitieren davon, weil Profitsteuerung erstmals Transparenz in die tatsächliche wirtschaftliche Qualität einzelner Verkäufe bringt.

Die größte Hürde liegt oft nicht im Tracking

Viele Händler gehen davon aus, dass die technische Anbindung die größte Herausforderung einer POAS-Implementierung ist. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild. Die eigentliche Herausforderung liegt meist in den Margendaten selbst.

Während Umsatzdaten in nahezu jedem Shop sauber erfasst werden, fehlt häufig die Transparenz über die tatsächliche Profitabilität einzelner Produkte. Einkaufspreise wurden über Jahre nicht aktualisiert, Versand- und Fulfillmentkosten werden pauschal betrachtet und Retouren bleiben in vielen Berechnungen vollständig unberücksichtigt.

Das Problem: Ein POAS-System ist nur so gut wie die Daten, die es erhält.Wer Google einen zu hohen Profit meldet, riskiert, dass Budgets in Produkte fließen, die tatsächlich deutlich weniger Gewinn erwirtschaften als angenommen. Werden Margen hingegen zu niedrig angesetzt, können profitable Produkte unnötig ausgebremst werden. Deshalb beginnt eine erfolgreiche Profitsteuerung nicht im Werbekonto, sondern bei der Qualität der zugrunde liegenden Margendaten.

Im nächsten Teil der Serie geht es darum, wie Shops ihre Google-Ads-Accounts innerhalb von 90 Tagen schrittweise auf profitbasierte Steuerung umstellen können - von der technischen Grundlage über die Kampagnenstruktur bis hin zur Skalierung auf POAS-Basis.

POAS – Profit On Ad Spent – ROAS – Google AdsRahil Yaqub
ist Gründer und Geschäftsführer der Google-Ads-Agentur Pro Ads Marketing GmbH.

Bildquelle: Pro Ads Marketing

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