Von Excel zur KI-Echtzeitsteuerung

Pricing: Wie KI-gestützte Engines die Margen im E-Commerce absichern

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Mit Pricing Engines Gewinne steigern

24/7-Kanalüberwachungen mittels KI zeigen jederzeit an, welche Produkte in welchem Kanal zu welchem Preis verkauft werden. Händler haben die Möglichkeit, sofort auf Preisänderungen der Wettbewerber zu reagieren und Marketingbudgets anzupassen. Historische Vergleiche dokumentieren Preisentwicklungen und unterscheiden zwischen temporären und dauerhaften Preissenkungen. Regelbasierte Kampagnensteuerungen steigern die Effizienz zusätzlich. 

Zentral bleibt dabei der Schutz des stationären Geschäfts. Ein abgestimmter Kampagnenkalender verbindet Online- und Offline-Aktivitäten, gewährleistet kanalübergreifende Wirksamkeit und verhindert, dass sich Maßnahmen gegenseitig torpedieren oder es zu Kannibalisierung zwischen den Channels kommt. So steigt die Profitabilität einzelner Geschäftsfelder und gleichzeitig die des Unternehmens. 

Ist das System einmal implementiert und läuft stabil, entsteht eine nahtlose Verknüpfung von Onlineshops, Marktplätzen und dem Point of Sale, auch über Länder- und Regionsgrenzen hinweg. Ein zentrales KPI-Dashboard sorgt für Transparenz. Ergänzende Dashboards adressieren die Bedürfnisse verschiedener Personengruppen: E-Commerce-Director benötigen andere Informationen als Marketing- oder Produktmanager oder Kampagnenplaner.

In der Praxis erlaubt diese Steuerung die Aufwertung des gesamten Produktkatalogs, was einen spürbaren Uplift bedeutet: Schaltet ein Onlineshop Werbung ab, sobald der eigene Preis im direkten Wettbewerbsvergleich zu hoch liegt, spart dieser bis zu 10 % des Budgets ein. Diese Mittel kommen anderen Kanälen zugute oder kompensieren steigende Klickpreise. In einem konkreten Case steigerte die vollständig automatisierte, margenoptimierte Aussteuerung von Produkten den absoluten Gewinn um 10 %.

Human-in-the-Loop 

KI-Engines fußen auf umfangreichen Daten und Prompts, bleiben jedoch auf menschliche Expertise angewiesen. Fachleute prüfen Ergebnisse und liefern Eingaben und Begründungen, die KI speichert und weiterverarbeitet. Entscheidungen sind dadurch nachvollziehbar, die Engine lernt und verbessert stetig ihre Vorschläge. 

Besonders in der Anfangsphase empfiehlt es sich, Ergebnisse der KI mit Bedacht zu prüfen. Sind Datenbasis und Resultate über einen längeren Zeitraum belastbar, ersetzen klar definierte Regeln die menschliche Kontrollebene. Sie geben vor, in welchem Rahmen KI selbstständig agiert. Am Ende geht es nicht darum, Mitarbeitende zu ersetzen, sondern ihnen mehr Raum für Strategie, Kreativität und Urteilsfindung zu schenken. KI übernimmt Routine- und Fleißaufgaben, während Menschen Fortschritt gestalten, Arbeitseffizienz steigern und darüber die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen stärken. 

Sebastian Rahmel encurio PricingSebastian Rahmel
ist Geschäftsführer der E-Commerce-Beratung encurio GmbH.

Bildquelle: encurio

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