E-Commerce-Schule: Shopify

Onlineshop mit Shopify: Von Multichannel bis Unified Commerce – Teil 6

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Wie ihr neue Kanäle einfach erschließt und integriert

Die wichtigsten Verkaufskanäle werden Euch bekannt sein. Es ist jedoch sinnvoll, sich darüber zu informieren, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt und damit die richtigen Zielgruppen angesprochen werden. Sobald die Entscheidung fällt, einen neuen Kanal zu erschließen, stellt sich oft die Frage, wie man diesen im Alltag effizient verwaltet. Wir geben Euch die passenden Tools an die Hand:

  • Social Commerce auf Instagram, TikTok oder Pinterest: Soziale Medien sind heute der Ort, an dem Produktinspiration und Kaufentscheidungen zusammenkommen. Welcher Kanal für Euer Business der richtige ist, hängt von Eurer Zielgruppe und euren Produkten ab. Während Instagram ideal für das visuelle Storytelling eurer Marke ist, erreicht Ihr auf TikTok eine Community, die von Trends getrieben ist. Pinterest wiederum eignet sich perfekt für die visuelle Produktsuche in Bereichen wie Wohnen, Mode oder Beauty. Nutzer suchen hier gezielt nach Inspiration vor dem Kauf. Über den Shopify App Store könnt ihr Euren Shop unkompliziert mit den offiziellen Vertriebskanälen von TikTok, Meta für Instagram und Facebook oder Pinterest verknüpfen. Steht Ihr noch am Anfang, kann unser Leitfaden zum Social Commerce Euch dabei helfen, eine profitable Social-Media-Präsenz auf den richtigen Plattformen aufzubauen. 
  • Online-Marktplätze: Wenn Ihr schnell zusätzliche Reichweite generieren und neue Kundengruppen erschließen wollt, bieten Marktplätze gute Chancen. Über die Erweiterung Shopify Marketplace Connect könnt Ihr Euren Shop unkompliziert mit den größten Plattformen verknüpfen, um Bestände und Bestellungen zentral im Shopify-Admin zu verwalten. Falls Ihr noch unschlüssig seid, ob dieser Weg zu Eurer Marke passt, hilft Euch unser Ratgeber zu Online-Marktplätzen bei der Entscheidung.
  • Der stationäre Handel (Shopify POS): Erst wenn das Ladengeschäft vor Ort und der Onlineshop dieselbe Datenbasis nutzen, entsteht ein wirklich nahtloses Erlebnis für Eure Kunden. Wie einfach sich die Verbindung von Online- und Offline-Welt im Alltag umsetzen lässt, erfahrt ihr hier

Agentic Commerce: Die Entstehung eines neuen Vertriebskanals 

KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity entwickeln sich rasant zum neuesten Verkaufskanal. Shopify hat Anfang des Jahres gemeinsam mit Google und anderen großen Branchenakteuren das Universal Commerce Protocol (UCP) vorgestellt – einen offenen Standard, der die technische Grundlage für Agentic Commerce bildet. 

So können Produkte von Shopify-Händlern nahtlos in KI-Anwendungen wie Gemini, Google-KI-Suche und Microsoft Copilot erscheinen. Über die sogenannten Agentic Storefronts bündelt Shopify die unterschiedlichen Protokolle im Hintergrund, sodass Händler sich nicht selbst um die technische Anbindung kümmern müssen.

Wie Eingangs beschrieben, ändert sich die Suche nach Produkten stets und unterscheidet sich stark je nach Alters- und Zielgruppe. Händler sollten sich dieser Entwicklungen bewusst sein und entscheiden, inwieweit sie auf neuen Kanälen wie diesen präsent sein wollen und was es dafür braucht. Denn damit Eure Produkte überhaupt in den Empfehlungen der KI-Modelle auftauchen, müssen sie für Web-Crawler optimal lesbar sein.

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Shopify Sidekick: Unterstützt euch gezielt per Prompt, zum Beispiel beim zielgruppenspezifischen Sonderverkauf.
(Bild: Shopify)

Das bedeutet, dass alle relevanten Daten wie Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten in eurem Onlineshop in Echtzeit hinterlegt und strukturiert sein müssen. Auch wenn der direkte Kaufabschluss innerhalb der KI-Anwendungen in Deutschland derzeit noch nicht möglich ist, entscheidet die Datenqualität im Shop schon heute darüber, ob Eure Produkte dort auftauchen oder nicht. Damit Ihr Euch nicht um die Technik kümmern müsst, bereitet Shopify Eure Produktdaten über Shopify Catalog automatisch so auf, dass die Algorithmen sie für Empfehlungen lesen können. Im Adminbereich behaltet ihr dabei per Klick die Kontrolle darüber, welche KI-Kanäle Zugriff auf eure Produktdaten erhalten. Eine Anleitung dafür findet ihr hier.

Bis es zum Kaufabschluss in den KI-Chats kommt, stellt Shopify sicher, dass ihr heute schon komplett ausgestattet seid, um diese neue Art der Suche zu verstehen. So haben wir in unseren letzten Shopify Spring Edition 2026 neue Features für Sidekick gelauncht. Sidekick ist euer persönlicher KI-Assistent, der euch seit Neuestem Hinweise geben kann, wenn eure Produkte in den KI-Konversationen auftauchen, aber noch nicht konvertieren. So könnt ihr eure eigene Sichtbarkeit verstehen und datengestützt daran arbeiten.

Shopify als zentrales Betriebssystem für den Unified Commerce

Mit jedem neuen Vertriebsweg steigen im Alltag die betrieblichen Anforderungen. Shopify ist jedoch im Kern darauf ausgelegt, genau diese Komplexität aufzulösen und einen echten, nahtlosen Unified Commerce zu ermöglichen. Händler müssen ihre Kanäle nicht als isolierte Baustellen verwalten, sondern steuern das gesamte Geschäft und alle operativen Prozesse zentral über eine einzige integrierte Plattform.

  • Verwalte deine Marketing-Kampagnen kanalübergreifend: Noch bevor der erste Verkauf über einen anderen Kanal erfolgt, könnt Ihr Eure Kundenansprache so organisieren, dass sie nahtlos ineinandergreift. Ein Produkt, das zum Beispiel im Onlineshop angesehen wurde, kann später durch personalisierte Retargeting-Anzeigen auf dem Instagram-Feed wieder auftauchen. So entsteht eine konsistente Customer Journey vom ersten Touchpoint bis zum finalen Kauf.
  • Zentrale Datensteuerung statt fragmentierter Silos: Anstatt Produktdaten für die zuvor beschriebenen Social-Media-Kanäle oder Marktplätze mühsam mehrfach einzupflegen, dient Euer Shopify-Adminbereich als das schlagende Herz eures Setups. Führt Ihr Änderungen an Preisen, Produktbeschreibungen oder Bildern durch, werden diese automatisch auf allen angebundenen Kanälen synchronisiert.
  • Intelligentes Bestands- und Order-Management im Backend: 
    Alles steht und fällt mit der Logistik: Bestands-Updates werden ebenfalls automatisch über alle Kanäle hinweg aktualisiert, um Überverkäufe zu verhindern. Ob Ihr eigene Filialen betreibt, über ein internes oder externes Lager verfügt oder sogar spezialisierte Fulfillment-Partner (3PL) nutzt, all Eure Lagerorte lassen sich in einer einzigen Übersicht verwalten. Das System lässt sich zudem flexibel an bestehende ERP- und Logistik-Systeme anbinden, um fehlerfreie und effiziente Abläufe im Hintergrund zu garantieren.

Fazit: Resilient auf jeder Stufe

Ob klassischer Multichannel-Verkauf, Omnichannel-Strategie oder der nächste Schritt zum voll integrierten Unified Commerce – schlussendlich entscheidet Eure Wachstumsphase über den passenden Weg. Shopify begleitet und unterstützt Händler in jeder Etappe. Auf dieser technologischen Basis könnt Ihr neue Kanäle in Eurem eigenen Tempo erschließen und Euer Business Schritt für Schritt skalieren. Mit Shopify habt Ihr ein mitwachsendes, voll integriertes Betriebssystem für den Handel, das alle Fäden zurück in Eure Hände führt.

Im nächsten Teil gehen wir ins Detail über die Expansion ins Ausland. Dort erfahrt Ihr, wie Ihr den Onlineshop übersetzt, den Versand ins Ausland organisiert und erfolgreich neue Märkte und Kunden erschließt.

e-commerce magazin – E-Commerce-Schule – ShopifyPia Schratzenstaller
ist Head of Communication Germany bei Shopify.

Bildquelle: Shopify

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